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ocj
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Beitragvon ocj » 07.08.2009 08:56 Uhr

Hallo zusammen,

wir werden bauen und haben einen Architekten, mit dessen Beratung wir sehr zufrieden sind. Der Architekt hat uns ein sehr schönes Haus entworfen. Unsere Vorgabe ist Kfw-EE-55. Die Dämmung des Hauses ist so gut, dass wir diesen Standard sowohl mit einer Gas-Therme+Solar als auch mit einer Sole-Wärmepumpe erreichen werden (KWL und FBH ist für uns ein Muss!).

Der Aufpreis für die Sole-WP inkl. Bohrung (beides auf unseren Wärmebedarf ausgelegt) liegt bei ziemlich genau 9000 EUR.

Nun stehen wir vor der Qual der Wahl:

Gas oder Sole-WP?

Den Aufpreis von 9000 EUR holen wir nach Aussage des Architekten während der Lebenszeit der WP nie wieder rein. Was also spricht (neben ökologischen Gründen) für die WP?

Wäre eine DV-WP günstiger als eine Sole-WP mit Bohrung? Kann mir jemand einen DV-WP-Anbieter im westlichen Ruhrgebiet (Duisburg) empfehlen?

Besten Dank im Voraus!

Oswald
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Beitragvon Oswald » 07.08.2009 21:05 Uhr

hallo....

Also ob der Aufpreis innerhalb der Lebenszeit wieder "eingespielt" wird würde ich an Deiner Stelle mal nachrechnen.

Gas wird im langfristigen Druchschnitt jedes Jahr 5% teurer genauso wie Öl eben auch.
Wie lange ist denn die Lebensdauer der WP?
Kann ich nicht sagen... kommt vielleicht noch was von einem Profi hier?
Was kostet denn Schorni und Co?

Gibts nen Stadtgasanschluss oder muss etwa noch ein Tank im Garten vergraben werden, der dann auch noch alle paar Jahre eine TÜV-Abnahme erforderlich macht, die auch wieder kostet.

Welcher Endenergieverbrauch bei Gasbrennwerttherme steht denn der WP gegenüber ( In Penunzen gesprochen)

DV-WP vertreibt hier im Forum einer.
Ich will selbst eine DV-WP und bin über folgende Hersteller gestolpert. Gibt sicherlich nich mehr aber....

Sofath
Avenir
IDM
Heliotherm
und der andere ist mir grad entfallen ;-)

Lass Dich mal beraten oder nimm übers Internet zu den Firmen kontakt auf.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon GMil » 07.08.2009 23:26 Uhr

Die Hersteller geben die Lebensdauer der WPn i.d.R. mit ca. 20 Jahren an (40.000 Betriebsstunden). Sie liegt damit im Ca-Bereich der anderen Heizungstypen.

Technisch ist eine WP ähnlich aufgebaut wie ein Kühlschrank. Diese Geräte leben bekanntlich i.d.R. noch wesentlich länger, haben aber auch deutlich weniger Laufzeiten pro Jahr.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.08.2009 06:55 Uhr

Man muss natürlich auch sagen, dass der konstruktive Aufbau der Heizung kostengünstiger wird, wenn anstelle der Fußbodenheizung Heizkörper eingesetzt werden. Eine Investitionsvorteil von 1.500 bis 2.500 € ist bei einem 150 m²-Objekt drin. Bei einer Wärmepumpe ist eine Flächenheizung wie die Fußbodenheizung aus physikalischer Sicht Pflicht.

Gas-Hausanschluss - Die Kosten des Versorgers können bei bis zu 3.000 Euro liegen.

Objektive Vorteile der Wärmepumpe bei optimalen Voraussetzungen gegenüber Gas oder anderen fossilen Verbrennungsprozessen sind:

- Geringere Wartungskosten (kein Verbrennungsprozess)
- Niedrigere Energiekosten (Strompreis durch Jahresarbeitszahl)
- Bei Bezug über den Standardtarif fallen keine zusätzlichen Zählergebühren an.
- I.d.R. längere Systemnutzungdauer in Jahren gegenüber fossiler Wärmetechnik


Fast alle Hersteller von Gasthermen habe eine Wärmepumpe im Portfolio. Die vorgenannten Vorteile sind der Grund.

In vielen Versorgungsbereichen ist die Quote von Gasneuanschlüssen für Neubauten um 25% zurückgegangen.
Bleibt aber ehrlicherweise auch die Frage, ob bei den Bauherrn auch immer die optimalen Bedingungen vorherrschen. Das glaube ich persönlich nämlich nicht. Einen Gebäudenergiestandard weit unterhalb der EnEV halte ich für notwendig.

Ich kann auf 5 Jahre Erfahrung in einem Energiesparhaus KfW 40 (heute Effizienzhaus 55) mit einer Wärmepumpe zurückblicken. Dass die Bedingungen relativ optimal sind, spiegelt der Energieverbauch wieder.

http://ecotec-energiesparhaus.de/html/e ... pumpe.html

Wir verbrauchen für Warmwasser, Heizung, Lüftung und Solar ~ 2.000 kWh pro Jahr, für den üblichen Haushaltsstrom (Waschen, Spülen, Multimedia, Licht, etc.) verbrauchen wir ~ 3.300 kWh.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 09.08.2009 21:15, insgesamt 6-mal geändert.
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Beitragvon gergenerdwaerme » 08.08.2009 07:22 Uhr

Hallo.
Als einer der genannten DV-WP-Anbieter kann ich die Argumentation des Architekten nicht nachvollziehen. Wie Oswald richtig sagt: den Kosten für Solarfläche auf dem Dach, teurer Gasanschluß, hohe Verbrauchskosten stehen bei einer DV-WP gegenüber: interessante Preise für eine DV-Anlage, geringe Aushubkosten, extrem geringe Verbrauchskosten, KEINE CO²-Abgase (im Gegensatz zu Gas) keine Schornsteinfeger- und Emissionsmessungsgebühren, kein Abgasschornstein etc. Nicht zu vergessen: sehr interessante FÖRDERMITTEL der bafa (Barzuschuß) Solltest Du eine JAZ von 4,7 erreichen (bei einer DV-WP problemlos erreichbar) bekommst Du sogar eine um 50 % (FÜNFZIG PROZENT) höhere Förderung!!
Umfassend informieren - das ist eigentlich der Ratschlag den ich Dir geben kann.
Gruß Kurt
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Beitragvon bernhard geyer » 08.08.2009 16:00 Uhr

Hast du eigentlich einzelpreise was die Gewerke Gas, Solar und WP und deine Bohrung? Und was sind die prognostizierten Verbräuche und Verbrauchskosten. U.u. will der Architekt einfach keine WP verkaufen weil er mit einer 0815 Gas-Solar-Heizung seine Standardausschreibungen verwenden kann und keinen extra Aufwand hat.


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