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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Basic2211
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Beitragvon Basic2211 » 03.08.2009 09:29 Uhr

Hallo an alle,


wir haben uns ein Mittelreihenhaus Baujahr 1987 ins Visier genommen und überlegen dieses zu kaufen und anschließend zu sanieren. 109m² Wohnfläche, 205m² Grundstück. Dämmtechnisch ist der Baustandard von 1987 erfüllt, Gasheizung und Fenster sind nie erneuert worden. Das Dachgeschoss ist ausgebaut könnte jedoch neu gedämmt werden. Die Zentralheizung befindet sich im 1. Obergeschoss (nicht im Erdgeschoss!), es ist kein Keller vorhanden. Laut Energiepass liegt der momentane Endenergiebedarf bei 140 kWh/(m²a). Unsere Frage nun: Was könnte man alles neu machen? Wir spielen mit dem Gedanken eine neue Gas-Brennwertherme installieren zu lassen, in Kombination mit Solarthermie. Eine Wärmepumpe schließen wir fast schon aus da der Heizraum im OG ist, ohne uns jedoch informiert zu haben ob es trotzdem möglich ist. Außerdem eine 3-fach Verglasung der Fenster und eine Neudämmung des Dachgeschosses. Wieviel kann uns das einsparen? Bringt es überhaupt was auf 3-fach Verglasung umzustellen? Wie sieht es mit einer zusätzlichen Kombination mit einer Palletheizung (oder andere Alternativen) aus? Welche Fördermittel gibt es zudem für welche Heizmöglichkeit? Über euer Fachwissen würden wir uns sehr freuen. Das Dämmen der Außenfassade macht momentan übrigens „keinen Sinn“, da eine Teilungserklärung vorliegt und gemeinschaftlich über Investitionen der Außenfassade entschieden wird. Da diese letztes Jahr erst gestrichen wurde, warten wir dort lieber bis sich alle Eigentümer auf ein komplettes Dämmsystem einigen. Sonst zahlen wir monatlich in die Umlage ein ohne etwas davon zu haben... Danke im Voraus!

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 03.08.2009 13:15 Uhr

Pellets scheidet aus: Woher den Stauraum nehmen. WP wäre möglich. die Soleleitung nach unten zu verlegen und gut zu dämmen ist nicht das Problem. Eher wie Hellhörig das Haus ist. Eine WP ist AFAIK etwas lauter als eine Gastherme. Fassage macht nicht viel aus, da du mit einem Reihenmittelhaus eher die Wärme über die Fenster als die geringe Mauerausenfläche verlierst. Dachdämmung wird nur untersparrendämmung möglich sein (Aufsparrendämmung würde versatz bei den Ziegeln bedeute und erhöhten Abdichtungsaufwand).

Am besten ein paar € investieren und über die ansässige Verbraucherzentrale einen Energieberater holen der das Haus und die Renovierungsmaßnahmen mal durchrechnet. Denn auch ein Altbau kann nach der Renovierung bis zu einem Passivhaus werden. Anzustreben ist aber eher Kfw75/55 als Kompromiss bezüglich Renovierungskosten
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.08.2009 19:33 Uhr

Im schlimmsten Fall hat das Haus einen atmosphärischen Gasbrenner, mit einer modernen Gas-Brennwert-Therme sind dann bis 20 % Ersparnis drin.

Die 3-fach Verglasung dürfte eher am schmalen Profil der Fenster scheitern. Aber wenn die Fenster noch in einem guten Zustand sind, dann kann man über den Ersatz durch effizientes Wärmeschutzglas nachdenken. Die U-Werte alt zu neu sind ~ 2,5 - 3 zu < 1,0.

Zu Pellet ist ja schon etwas gesagt worden, mangelnder Lagerraum ist wohl zu erwarten. Oder gibt es die Möglichkeit der Garagenlagerung? Ein Pelletsystem ist auch nur interessant, wenn die Anlageinvestition günstig ist.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon parcus » 04.08.2009 10:43 Uhr

Also ich würde auch erst einmal in einen BAFA oder KfW Berater investieren, nicht umsonst werden die Vor-Ort-Beratungen von der BAFA gefördert.

Zur Wirtschaftlichkeit von Holzheizungen findest du hier einen Vergleich:
http://www.energieeffizient-sanieren.or ... opic=103.0

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