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Diebrigge
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Beitragvon Diebrigge » 24.07.2009 12:46 Uhr

Ich hoffe ich finde Rat, und ich hoffe auch, dass dies das passende Unterforum ist.

Es sieht so aus, ich will eine Fußbodenheizung einbauen lassen und damit auch den Fußboden austauschen. Ich wollte Laminat nehmen, weil es billig ist, aber eine Firma hat mir gesagt es geht nicht. Ein Freund sagt aber es geht doch. Jetzt weiß nicht wer Recht hat. Ich hatte daran gedacht diese Art von Laminat von Alloc zu nehmen weil es besser zu sein scheint. Wäre das ok, oder brauche ich ein besonderes Laminat, das mit einer Fußbodenheizung zusammenpasst?

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.07.2009 14:36 Uhr

Für den Einbau von Bodenbelägen aus Holz oder Holzverbundstoffen gilt:
- Je niedriger die Wärmeabgabe (Vorlauftemperatur), desto unkritischer ist der Einsatz.
- Die isolierende Wirkung von Holz und Holzverbundstoffen dämpft den Wärmeübergang.
Siehe hierzu Seite 59 im folgenden Dokument des Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V.
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... mation.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon RobertB » 25.07.2009 18:23 Uhr

Hi Diebrigge,

ich habe mich beim Bau unserer Hütte intensiv damit befasst, Parkett auf Fußbodenheizung zu verlegen. Laminat ist ja ein verwandter Fußboden und es gelten ähnliche Anforderungen.

Grundsätzlich würde ich nur etwas auswählen, das vom Hersteller als fußbodenheizungstauglich deklariert wird. Wenn der Hersteller keine Angaben dazu macht oder kein Problembewußtsein zeigt, Finger weg.

Wenn man Heizestrich für eine Fußbodenheizung neu verlegt hat, muss dieser vor allen weiteren Arbeiten ausgeheizt werden. Bei uns hat das drei Wochen gedauert, in der Zeit haben wir die Temperaturskala unserer Heizung rauf und wieder runter geregelt. Die Bude war feucht wie eine Sauna.

Zur Deklaration des Herstellers gehören daher Merkblätter, in denen Anforderungen an den Unterboden genannt sind. Z.B. wird der minimale Trockungsgrad eines Estrich angegeben (in % Restfeuchte oder CM-Wert). Der Fußbodenleger sollte vorab eine Probe machen, ob der Estrich bereits ausreichend ausgetrocknet ist.

Die Heizung sollte so ausgelegt sein, dass sie mit geringen Vorlauftemperaturen den Raum warm bekommt. Dazu müssen die Heizschlangen möglichst im 10cm-Abstand verlegt werden. Das ist im Effekt dann so, dass man im Winter die Füße angenehm warm bekommt, aber niemals zu heiß. Die Öberflächentemperatur wäre dann so 28°, die Vorlauftemperatur höchstens 35°. Das sind Temperaturen, bei denen sich auch der Bodenbelag noch gut fühlt.

Von der Physik her kommen möglichst dünne Beläge in Betracht, die damit einen möglichst geringen Dämmeffekt haben. Die Wärme staut sich dann nicht im Boden, sondern wird schnell an den Raum abgegeben.

Wenn man den Boden später in Betrieb hat, lohnt es sich, mal ab und zu die Luftfeuchte zu messen. Im Winter sinkt die nämlich oft stark ab und ein Holzboden (bei Laminat ist der Effekt viel kleiner) schwindet, d.h. zieht sich zusammen. Dadurch kommen die Fugen deutlicher zum Vorschein. Mit Pflanzen oder Befeuchtungsgeräten kann man da gegensteuern.

Wenn man sich der Punkte bewußt ist und sie einhält, spricht absolut nichts gegen Laminat auf Fußbodenheizung!

viele Grüße
Robert
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Beitragvon Oswald » 28.07.2009 23:47 Uhr

Hallo

Ich habe Laminat auf ca. 60m² über FBH mit bis zu 40°C VLT seit über 5 Jahren im Einsatz.

Ich habe bemerkt, dass die Heizung in diesen Räumen träger reagiert aber ansonsten sehr gut funktioniert.
Es kommt zu KEINERLEI Veränderungen am Belag und ich kann auch keine sonstigen Schäden erkennen.

Ich möchte aber erwähnen, dass das Laminat auf einem SEHR glatten Estrich liegt und KEINE Trittschalldämmung extra verlegt wurde.
Das von mir verwendete Markenlaminat der gehobenen Preisklasse ist uneingeschränkt fussbdenheizungstauglich und hat eine "eingebaute" Trittschalldämmung.
Das Laminat ist schwimmend verlegt.

Bei Parkett und Dielen habe ich inzwischen mehrfach gehört, dass man nur halb so starke Dielen verlegen soll (15mm maximal).

Da ist der Fachhandel sicherlich der richtige Ansprechpartner was das Material angeht.

Eine Verklebung mit entsprechendem unbedenklichem Kleber ist TEUER aber verbesssert auch den Wärmeübergang.

Grüsse
Oswald

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