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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Vorlauftemperatur senken

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Sunnyboy

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Um die Vorlauftemperatur klein zu halten kann man der Rohrabstand der FBH klein halten. Spart auf Dauer Energiekosten, habe aber (einmalig) mehr Material und Monteurkosten.
Wann lohnt es sich diese Mehrinvestition zu tätigen?

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machtnix

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Immer!

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Sunnyboy

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D.h. also die Mehr-Kosten amortisieren sich innerhalb kurzer Zeit und nicht erst nach 20 Jahren?
Warum legen dann Heizungsbauer die Vorlauftemperatur i.d.R. auf 35 Grad und nicht auf sagen wir mal 28 Grad?

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machtnix

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Anmeldedatum: 29.06.2006,
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Weil man irgendwann die Rohre einfach nicht mehr enger zusammenlegen kann.
Verlegeabstand 10cm,kein Heizkreis nicht mehr wie 100-120m.
Ein Heizkreis sollte für ca.10m² Wohnfläche verlegt werden

Hast du z.B. 25m² so würde ich hier 3 Heizkreise verlegen.

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Sunnyboy

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 27.01.2009,
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Verstehe ich nicht ganz. Daß bei 10 cm Schluß ist, ist mir bekannt, aber deshalb treibe ich die Vorlauftemperatur nicht hoch. Ich wähle doch eine größere VLT wenn der Abstand der Rohre größer gewählt wird.

Um auf die gleiche Raumtemperatur zu kommen wähle ich:

Mehr Heizfläche (kleiner Abstand der Rohre) = niedrige VLT
Weniger Heizfläche (großer Abstand der Rohre) = große VLT

Oder habe ich Dich falsch verstanden?

Und wie sieht es mit der Amortisation aus?

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Oswald

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hallo....

Bei engerer Verlegung wird die Heizung auch (im Rahmen der Möglichkeiten einer FBH) reaktionsschneller.
Daraus ergeben sich natürlich auch erhebliche Komfort-Vorteile.

Also warum es nicht ausgerechnet 28° sein können weis ich nicht.

Prinzipiell ist es so, dass die Wärme sich zwischen den einzelnen ROhren verteilen muss und je weiter der Abstand umso länger dauert dieser Vorgang.
Weiterhin gibt sich aus der Vorlauftemperatur und der Verteilung der Rohre eine Durchschnittstemperatur je m² auf dem Boden.
Je enger die Rohre liegen, umso geringer kann die Vorlauftemperatur sein um die gleiche Durchschnittstemperatur auf der Oberfläche zu erreichen.

Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Vorlauftemperatur in jedem Fall IMMER einen Tick höher sein muss als die nötige Oberflächentemperatur zur Erwärmung des Raumes.

Deswegen wird auch eine Vorlauftemperatur von 22°C nicht ausreichen um einen Raum auf 22°C zu erwärmen auch wenn die Rohre "Wand an Wand" liegen.

Zusätzlich noch kann man in einem gewissen Rahmen mehrere Heizkreise in einem Raum einbauen um
a) den Druckverlust zu minimieren
b) Reaktionsträgheit weiter zu senken

Grüsse
Oswald

_________________
Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten.
Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe.

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machtnix

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Mit 20cm verlegeabstand kann ich z.B. mit 45°C VL die Raumtemperatur auch 20°C,oder aber ich habe 10cm Verlegeabstand und bringe die Raumtemperatur mit von 20°C mit einer VL von 35°C hin.
Je weniger Energie ich hineinstecken muß desto sparsamer die Anlage.

Wann sich das gnaze amortisiert?Das kann dir hier niemenad sagen,denn niemadn kennt dein Heizverhalten.
Manche schlafen im Winter bei offenem Fenster,andere nicht,
Manche haben Kinder und heizen das haus,andere nicht.
Manche gehen morgens zur Arbeit und kommen erst spät heim,manche sind den ganzen Tag zu Hause.
Daher kann und wird sich niemand aus dem so weti aus dem Fenster lehnen und dir sagen können wann sich sowas amortisiert.

Ach ja,um wieviel geht es denn eigentlich?200-300€?

Dann lohnt sich die ganze Fragerei nicht.
10cm in den Wohnräumen und eventuell 7,5cm oder 5 cm im Bad und gut is.

Spare nicht an der falschen Stelle,wahrschenlich ist die neue Küche sowieso schon wieder bestellt.

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Sunnyboy

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Danke für die Antworten.

Ich möchte wirklich nicht an der falschen Stelle sparen. Deshalb frage ich ja hier im Forum. Wenn es wirklich nur um 200-300 € geht, dann gebe ich die gerne aus. Den genauen Preis lasse ich mir noch geben.
Also auf was nagel ich meinen Bauträger am besten fest? Auf 10cm (im Bad weniger) Verlegeabstand oder auf die maximal niedrige VLT?

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Bauträger=Bautrüger

Lasse das Gewerk Heizung/Sanitär rausnehmen und extern vergeben,ansonsten bekommst du das allerbilligste was gerade so noch warm macht,Feuerstelle mit Steinen im Wohnzimmer.
Willst du eine gut funktionierende Zentralheizung und vielleicht sogar noch eine Wärmepumpe dann wirst du beim Bautrüger deinen Geldbeutel unheimlich groß aufmachen müssen.

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Sunnyboy

Erfahrung: **
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Wenn ich jetzt statt 35 Grad VLT auf 28 Grad VLT gehen möchte oder von 15 cm auf 10 cm Rohrabstand gehe dann macht mir mein Bauträger einen neuen Preis und kann immer noch abwägen ob ich es überhaupt mache oder extern vergebe.
Externe Gewerke können übrigens genauso bescheißen. Es hängt nur davon ab wie man den Vertrag gestaltet.

Aber meine Frage ist noch immer unbeantwortet geblieben.

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Oswald

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hallo nochmal...

ich pflichte dem bei: Bauträger verbauen das billigste was geht...
Bislang ist das auch meine Erfahrung... zumindest meistens...

Lasse Dir mindestens 5 Angebote von unterschiedlichen Leuten machen mit immer der gleichen Technologie (also Luft/Wasser WP oder Solle/Wasser WP oder Gastherme oder oder oder).

Achte beim rausnehmen des Gewerks auch ein bisschen auf den Geldwert der rausgenommenen Gewerke.

Man möchte in der Regel auch weniger Gutschrift gewähren als der eigentliche Klakulationswert ist. Lass auch den Risikoaufschlag entsprechend verringern.
Pass auf, dass nicht nur das MAterial sondern auch die Arbeitszeit abgezogen wird.
Einfach mal im Internet schaun, was die Ware ohne Einbau so ungefähr kostet

Grüsse
Oswald

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Oswald

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Beiträge: 495
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antwort...


Festnageln?
Ich würde den Verlegeabstand festhalten.
Dann musst Du aber auch auf die Baustelle kommen und Fotos machen oder irgendwelche Überprüfungen durchführen.

Das mit der Vorlauftemperatur kann NIE funktionieren, weil das Benutzerverhalten viel zu variabel sein kann und jeder Winter ist auch wieder anders.
Zahlst Du dem Heizungsbauer dann nachträglich Geld, wenn wegen eines "warmen" Winters die VLT nur 24° betrug?

WIe soll man da eine gewissen VLT garantieren?

Grüsse
Oswald

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Wärmefux

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Hallo,
den Verlegeabstand sollte man nicht einfach pauschalisieren.
Maßgebend ist die Heizlast jedes einzelnen Raumes.
Die ist z.B. mit Wand und Dach nach außen größer als nur mit Außenwand und darüber liegenden beheizten Räumen.
Große Fensterflächen spielen auch noch eine Rolle.
Es muss ja mindestens der Transmissionswärmeverlust ausgeglichen werden.
Auch der verwendete Bodenbelag ist zu berücksichtigen.
Im Bad ist die DIN Raumtemperatur 24°C, die im Auslegungspunkt auch noch erreicht werden muss..
Da kann es passieren, dass die Bodenfläche durch Abzüge von Wanne und Dusche selbst bei min. Verlegabstand nicht ausreicht, die erforderliche Heizleistung aufzubringen und ein Zusatzheizkörper mit eingeplant werden muss.
Weiterhin ist der Abstand auch vom Querschnitt der verwendeten Leitung abhängig.
Diese Planung obliegt dem Heizungsbauer genauso wie er es bei der Dimensionierung herkömmlicher Heizkörper getan hat.
Mit sinkender Vorlauftemperatur sinkt aber auch das Temperaturgefälle zur gewünschten Raumtemperatur und es wird noch länger dauern bis sich diese einstellt.
Das System 35/28 für die Fußbodenheizung ist schon ein Optimum an Comfort und Aufwand.
Die 35°C werden bei außentemperaturgesteuertem Heizprogramm auch nur im Auslegungspunkt, also bei -14/-16°C erreicht.

_________________
Viele Grüße
Wärmefux

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Sunnyboy

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Beiträge: 19
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Zitat Oswald:
Bei engerer Verlegung wird die Heizung auch (im Rahmen der Möglichkeiten einer FBH) reaktionsschneller.

Zitat Wärmefux:
Mit sinkender Vorlauftemperatur sinkt aber auch das Temperaturgefälle zur gewünschten Raumtemperatur und es wird noch länger dauern bis sich diese einstellt.

Irgendwie widersprechen sich diese Aussagen. Ist das am Ende eine Nullsummengleichung?

Ob ich mich jetzt selbst um einen Heizungsbauer umschaue oder meinem Bauträger vertraue, ich bräuchte dennoch euren Rat damit ich die VLT oder den Verlegeabstand vorgeben kann. Ansonsten bin ich jedem Heizungsbauer oder Bauträger hilflos ausgeliefert, denn, das brauche ich euch nicht erzählen, jeder hat da seine eigene Philosphie und erzählt mir das mußt du so und so machen. Wärmefux sagt 35 Grad Auslegung ist völlig ok. So habe ich das auch bisher angeboten bekommen.

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Warum läßt du dir nicht einfach eine Heizlastberechnung nach EN12831 machen?
Diese kostet nicht viel und du gibst den Verlegeabstand vor.
www.waermebedarfservice.de...

Es wird hier niemand sagen mach 35°C und 10cm oder 40°C und 15cm.

Ich mache generell immer 10cm und gut is.Bisher hat sich noch niemand beschwert das er so geringe Heizkosten hatte.

Will der Kunde weniger,dann muß er mir das unterschreiben.
Lieber ein bißchen mehr Rohr als zu wenig.

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