Sehr geehrter Herr Dölz,
vielen Dank für Ihre Mail, aber leider ist mir nicht ganz klar, was Sie mit dieser Mail bezwecken.
Soweit ich Ihren Bemerkungen entnehmen kann, versuchen Sie auf ironische Weise Ihren Unmut über die politische Marschrichtung der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Was ich bei Ihren Überlegungen allerdings vermisse, ist die Berücksichtigung der erneuerbaren Energien.
Ich denke, es ist allen Entscheidungsträgern bewusst, dass zur Herstellung von Wasserstoff Energie notwendig ist, wenn dieser per Elektrolyse aus Wasser hergestellt wird. Es gibt allerdings auch noch andere Möglichkeiten, die Ihnen anscheinend nicht bekannt sind. Übergangsweise wird beispielsweise Erdgas herangezogen werden. Damit der Verbrauch dieses fossilen Energieträgers jedoch nicht weiter die natürlichen Ressourcen reduziert, wird langfristig auf Biogas, Klärgas, Deponiegas gewechselt werden. Diese Gase enthalten ebenso wie Erdgas große Mengen Methan, das wiederum über einen hohen Wasserstoff-Anteil verfügt.
Der Strom für die Elektrolyse wird langfristig nicht aus neu errichteten Kernkraftwerken kommen, was in der Tat etwas widersinnig wäre, sondern mit Hilfe von regenerativen Energieträgern erzeugt werden (Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme, Bioenergie). Das Potential dieser Energieträger ist groß genug, um einen adäquaten Ersatz zu liefern.
Gleichzeitig mit dem Wechsel auf erneuerbare Energien wird nämlich auch eine Effizientsteigerung anvisiert. Es muss erreicht werden, den weltweiten Gesamtwirkungsgrad bei der Energieerzeugung, der derzeit bei mageren 10% liegt, zu erhöhen, so dass insgesamt weniger Energie benötigt wird (trotz des weiteren Bevölkerungswachstums).
Soweit meine Ausführungen zu Ihren Bemerkungen.
Mit Ihrer Einwilligung würde ich diesen Gedankenaustausch gerne im Diskussionsforum von
www.energieportal24.de... veröffentlichen, damit auch andere Leser Ihre Meinung dazu sagen können. Wären Sie damit einverstanden?
Mit freundlichen Grüßen,
Sven Geitmann