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SirOliver1974
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Beitragvon SirOliver1974 » 09.07.2009 11:57 Uhr

Hallo,

wir planen gerade, ein Einfamilienhaus zu bauen, welches etwa 160 qm Wohnfläche haben soll. Wir hatten letzte Woche ein Gespräch mit einer Baufirma, welche schlüsselfertig baut und ein Haus anbietet, welches uns sehr gut gefällt. Dies hat aber standardmäßig eine Gasbrennwerttherme mit Plattenheizkörpern als Heizung. Wir hatten daraufhin unser Interesse bekundet, mit Erdwärme heizen zu wollen. Uns wurde gesagt, dass dafür dann eine Fußbodenheizung erforderlich wäre.

In dem uns jetzt vorliegenden Angebot schlägt die Erdwärmeheizung (Tiefenbohrung ca. 80 Meter) mit fast 15.000,00 Euro zusätzlich zu Buche, dazu kommen noch weitere rund 5.000,00 Euro Aufschlag für die Fußbodenheizung.

Dies erscheint uns sehr teuer. Daher meine Frage an die Experten hier im Forum: Ist eine Erdwärmeheizung wirklich so viel teurer in der Anschaffung? Rechnet sich das dann überhaupt noch?

Vielen Dank für Ihre Antworten!
Oliver

CalibraDTMV6
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Beitragvon CalibraDTMV6 » 09.07.2009 12:27 Uhr

Hallo SirOliver1974,

Also bevor sich die Experten einschalten zunächst mal
ein Rat von einem Laien!
Bau dir ein Passivhaus spar dir den Kamin,
bau dir eine Luftwärmepumpe ein mit evtl. Solarunterstüzung :wink:

MfG aus dem schönen Allgäu
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.07.2009 13:16 Uhr

5.000 Euro Mehrpreis für eine Fußbodenheizung bei 160 m² ist eindeutig Wucher!

Bei einem guten Gebäudeenergiestandard kann man sogar die optimale wärmetechnische Lösung mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe umsetzen. Insofern ist der Gedanke an ein Passivhaus nicht sehr abwegig, KfW Effizienzhaus 55 sollte die Leistungsvorgabe für den schlüsselfertigen Anbieter sein.

Verbrauchswerte eines KfW Effizienzhaus 55 mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe unter folgendem Link. http://ecotec-energiesparhaus.de/html/e ... pumpe.html

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 09.07.2009 14:20, insgesamt 3-mal geändert.
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
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Oswald
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Beitragvon Oswald » 09.07.2009 13:23 Uhr

hallo....


80m Bohrung? Vermutlich eher 2x 80m ....
15000,- für die Bohrung?
wohl eher etwas mehr als die Hälfte mit höchstens 55€/m Bohrtiefe bei bestem Sondenmaterial und bester Verdämmung.

5000,-€ Aufpreis für FBH?
Frechheit!
Ich habe hier ein Angebot für 180m² FBH incl Verlegen für unter 5000,- €
Verlegung 10cm/15cm Bad/Rest
Nix Aufpreis! Einfach nur so!

Dem Anbieter mal fragen ob er noch ganz dicht ist!

Grüsse
Oswald
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Beitragvon CalibraDTMV6 » 09.07.2009 16:49 Uhr

Hallo,

möchte auch mein Senf dazu geben!
Da kann man viele Kollektoren aufs Dach setzen 8)

MfG aus dem schönen Allgäu
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 09.07.2009 16:59 Uhr

Ich würde mir überlegen ob dieser Baufirma überhaupt die richtige ist. Vermutlich die das Haus unverändert auch noch gerade Energetisch erlaubt (sprich: Energetischer Sanierungsfall der nächsten Jahre). Fag doch mal nach was für einen energiestandard sie überhaupt anbieten. Sollte es nicht mindestens Energieeffizenzhaus 55 (ehemalig KfW40) sein würde ich mir einen anderen Bauträger suchen.

Vadda
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Beitragvon Vadda » 10.07.2009 13:13 Uhr

Hallo,

habe gerade neue Erdwärmepumpe für 2-Fam. Haus eingebaut, alte Ölheizung demontiert. Leistung der WP: 15 kW, 4 Erdsonden je 65 m Tiefe mit Doppel-U-Rohr-Sonden 32 mm PE 80.
Bohrungen einschl. Material, Verteiler etc. bis 2 Kugelhähne VL/RL im Haus: 17.000 E einschl. MwSt. (günstigster Anbieter). WP-Ausrüstung: Viessmann BWC 114, 400 l Heizpuffer, NC-Box einschl. Mont. und Mat. zusammen ca. 19.500 E (einschl. MwSt. Es wird beim derzeitigen Ölpreis von ca. 52 C/l wohl mind. 25-30 J. dauern bis sich diese Invest bezahlt macht, verglichen mit neuer Ölheizung oder Gasheizung. Hatte Glück, dass ich bereits 1986 eine Fussbodenheizung mit eingebaut hatte, die mit 35 C VL-Temp. auskommt.
Ist aber ein gutes Gefühl nur noch vom Strompreis und nicht mehr von Gas oder Öl abhängig zu sein.

Gruss Vadda
walu123
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Beitragvon walu123 » 13.07.2009 14:02 Uhr

Vielleicht sollte man sich auch überlegen, ob man eine FBH möchte oder eine Radiatorheizung. Radiatoren haben den Vorteil, dass man "Schnell mal" einen Raum hochheizen kann. Dem gg. braucht eine Fußbodenheizung lange, bis sie die Wärme auch abgeben kann, sprich der Raum warm ist.
Man braucht jedoch keine Heizkörper, welche m.M. nach hässlich sind und man ist absolut frei, was das stellen von Möbeln anbelangt.
Durch die niedrigere Vorlauftemperatur ist die FBH m.M. nach für einen gut gedämmten Neubau unterm Strich generell sinnvoll.
Und hier ist einer der wichtigsten Punkte: Die Dämmung, je besser, desto bessere sprich höhere Födermittel sind zu bekommen. Damit kann sich ein teurer Anbieter rechnen, wenn dieser das energetisch bessere Haus anbietet!

Mein Fußbodenheizung hat 27€/m2 bei 170qm beheizter Fläche gekostet. Insklusive Tackernadeln, Inbetriebnahme, Steigleitungen, 2 Verteiler, 15 Stellantriebe, 15 Thermonstate etc., betriebsbereit.

Gruß Walu

Bartl Eco 4s Sole

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