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Mineralwasser
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Beitragvon Mineralwasser » 29.04.2009 18:26 Uhr

Hallo Oswald,

danke für den Tipp mit dem Helma-Haus. Die brauchen für Warmwasser aber auch im Winter eine Zuheizung weil die Solaranlage nur niedrigtemperaturkreisläufe zum Heizen schafft.

Ich sehe das wie du, entweder man hat einen großen unterirdischen saisonalen Solarspeicher, dann hat man wirklich 100% der Heizung mit Sonne gedeckt oder man lässt es bleiben. Die meisten anderen Lösungen sind immer nur Teillösungen und man kann doch nicht auf die Installation von Gasanschluss und Brenner verzichten.

Richtige Dämmung bringt fast immer mehr als alle anderen verlustbehafteten Speichermöglichkeiten.

Das sehe ich auch so. Ich habe heute einiges gerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mit neuen Fenstern selbst bis - 25°C nur mit unserem Kachelofen das ganze HAus heizen könnten. Dadurch erübrigt sich die neue Heizungsanlage und der Komfort ist höher. :)

Kennst du zufällig gute Firmen für die Nachrüstung von Wärmetauscher-Lüftungen im Bestandsbau? Z. B. für Küchenabzüge oder Schlafräume...

Grüße
Mineralwasser

Oswald
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Beitragvon Oswald » 30.04.2009 09:48 Uhr

hallo


für die Nachrüstung im Bestand fand ich bislang das System "Inventer" (musst mal googlen) am interessantesten.

Das ist eine dezentrale Be-und Entlüftung mit WRG.
Die Angaben beim Hersteller erzählen was von >90%, was ich ein klitzekleines bisschen anzweifle aber ansonsten klingt das sehr vielversprechend.

Es gibt auch andere Anbieter nach dem gleichen Prinzip, die etwas preisgünstiger sind, da hab ich aber grad keine Links parat.

Das System ist, bei entsprechend grosser Anzahl an Räumen, geringfügig teuerer als ein zentrales System aber bietet meiner Meinung nach etliche Vorteile gegenüber einem zentralen System (Reinigung und Pflege sowie der Stromverbrauch).

Solche Systeme gibt es auch mit Rotationswärmetauscher, die brauchen dann aber deutlich grössere Wandöffnungen.

Man könnte so ein System, wenn es optisch an der Aussenwand nicht stört, noch mit einen selbstgebauten Luftkollektor aufpeppen und in der Übergangszeit sogar energetische Gewinne mit so einem dezentralen System erzielen.

Auch dazu gibts im Netz bestimmt 5 Bauanleitungen und Erfahrungsberichte.

Google ist Dein Freund! ;-)

Küchenabzug würde ich persönlich bei einer Lüftungsanlage mit WRG auf Umfluft umstellen, damit das lästige Filterreinigen auf ein Minimum reduziert wird.
Die Abzugshaube dreht sich in der Regel auch nur immer in eine Richtung (nach draussen), was eine WRG mit "einfachen" Mitteln ungleich schwerer macht. Da müsste man dann eigentlich auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes, der ja reichlich vorhanden sein kann, nutzen.
Dann wiederrum fällt auch ne Menge Kondensat ab, was auch wieder abgeleitet werden muss.... und und und...

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Mineralwasser » 30.04.2009 14:00 Uhr

Danke für den Tip mit dem Inventer, das Teil gefällt mir vom Prinzip her sehr gut! Man muss keine Rohre verlegen und die Feuchtigkeit geht auch nicht in dem Maß verloren wie bei Zentralanlagen.

Nur die Küche ist mir ein Problem weil wir viel Kochen und der Raum im Winter dann regelmäßig durch den Abzug extrem kalt wird. Da müsste man dann wohl eine WRG-Anlage mit Rohren installieren, die nur in eine Richtung läuft oder was meinst du genau mit "Umluft"?

Grüße
Mineralwasser
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Beitragvon Oswald » 01.05.2009 15:03 Uhr

hallo


mit Umluft meine ich die Dunstabzugshaube!
Wenn man die Suppe mit dem heissen Wasserdamf einfach nur raus ausm Haus bläst, bruahc tman sich gar nichtz erst über eine Lüftung mit WRG unterhalten, da im Wasserdampf der Dunstabzugshaube mehr Energie steckt als in der ganzen sonstigen Abluft im Haus!

Mein Fazit:
1) Dunstabzugshaube mit Umluftbetrieb und in der Spülmaschine zu reinigenden Filtern, damit mans auch wirklich ohne zu murren alle 2-3 Monate mal macht.
2) dezentrale Be- und Entlüftung nach dem Inventer-Prinzip mit gemeinsamer Steuerung zum gesteuerten Gegentakten (Querströmung der Luft durchs Haus.
3) Steuerung der Abluftkapazität über Temperatur und Luftfeuchte (Taupunkt-Steuerung) damit es im Winter nicht zu trocken in der Wohnung wird.

Ich plane den Inventer selbst nachzubauen und werde eine entsprechende Steuerung entwickeln, die dann auch in den Sommernächten die Bude von der Tageswärme runterkühlt. Vielleicht werde ich auch noch eine CO-Sonde und/oder Partikel-Sonde zur Messung der Luftqualität mit einplanen, damit nicht nur die Luftfeuchtigkeit alleine über die Lüftungsstärke entscheidet.

Zur Zeit komme ich allerdings nicht dazu. Ein Freund von mir hat eine Maschinenfabrik. Der drängt mich auch schon zur Serienreife, um das Ding dann im grösseren Stil zu verscherbeln. Das ist mir aber wurscht, da ich für so was keine Zeit habe. Ausserdem sind mir die bauaufsichtlichen Zulassungen zu nervig. Vielleicht will der das dann ja machen und ich verkauf ihm nur ne Lizenz.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Mineralwasser » 01.05.2009 19:55 Uhr

Hallo Oswald,

ich hab mich mal im Baumarkt umgesehen was es für Möglichkeiten bei Metallblechen gibt. Ich denke ich werde für die Dunstabzugshaube selbst einen Wärmetauscher mit Kondenswasserablauf bauen. Da der Volumenumsatz dieser Anlage extrem hoch ist kommen handelsübliche Geräte nicht in Frage. Platz ist da, also spricht nix gegen ein groß dimensionierten Plattenabsorber. Die Energie, die im Kondenswasser steckt wird ja an die einströmende Luft abgegeben, in sofern ist das auch sinnvoll.
Ich kanns mir jedenfalls nicht leisten das Teil unbehandelt zu lassen. Das Gerät läuft täglich und im Winder ist die Küche danach ein Eisschrank. Ist also nicht nur ein energetisches Thema sondern auch eine Komfortfrage.

Zum Inventernachbau: Wieso tust du nicht mit dem Inventerhersteller zusammen? Es dürfte nicht schwer sein die Steuerung für die Sommerklimasache zu integrieren.
Haben die das Inveterprinzip nicht patentiert?

Grüße
Mineralwasser
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Beitragvon Oswald » 01.05.2009 22:10 Uhr

hallo

wenn das Prinzip patentiert wäre, gäbe es wohl nicht noch andere Anbieter denke ich, die auch noch billiger sein können.

Ich vermute das Patent liegt beim Wärmetauscher, den die da verwenden.
Darüber kann man auch nirgends etwas nachlesen und er wird nur als keramisch beschrieben und High-Tech-Dingi-aus-der-Weltraumforschung genannt! ;-)

Ich hab da ne andere Idee, wobei mein Wärmetauscher je Lüfter auf ca. 35,-€ kommt und ebenfalls genauso in der Spülmaschine beliebig oft zu reinigen geht.
Ich will mit einem Rohrbündel arbeiten.

Was soll ich erst mal für meinen Teil mit denen "zusammenarbeiten"?
Ein Inventer kostet am Markt gut über 1000,-€.

Ich kann das, für meine Anforderungen, Gleiche für ca 100,-€ plus meine eigene Arbeitszeit bauen.
Sehr viel mehr kostet das "die" in der Herstellung sicher auch nicht aber es wird für ca. 1200,-€ verkauft.

Grüsse
Oswald


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