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Deffner
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Beitragvon Deffner » 22.04.2009 12:24 Uhr

Hallo!
Für unser geplantes Passivhaus suchen wir eine gute Lüftungsanlage. Ich frage mich, ob es hier große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt, insbesondere im Hinblick auf den Stromverbrauch! Bzgl. der Wärmeübertragung geben ja fast alle um die 90% an.

Uns wird die Stiebel Eltron LWZ 270 für unser 160qm² angeboten.

Kann jemand Erfahrungen schildern?

Viele Grüße! :wink:

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Beitragvon roro » 22.04.2009 12:36 Uhr

Wärmeübertragung geben ja fast alle um die 90% an.


Und das geht aber nur bei Enthalpietauschern. Normale Wärmetauscher erreichen 30-50%, da ein großer Teil der Energie in der Luftfeuchte liegt.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 22.04.2009 14:06 Uhr

Bei 160 m² müsste doch eigentlich auch das TVZ 170 ausreichend sein.
Der Stromverbrauch liegt je nach Lüftungsgeschwindigkeit und Anlageaufbau zwischen 0,5 bis 1 kWh pro Tag.

Bei dem TVZ hat man auch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Bleibt nur die Frage, ob die Lüftungsanlage TVZ für ein Passivhaus zertifiziert ist.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon RobertB » 22.04.2009 14:52 Uhr

Hallo,

wir haben für unser 165 m² KfW40 Haus eine Pluggit Avent P300 mit vorgeschaltetem Erdwärmetauscher. Läuft, wenn wir da sind standardmäßig auf Stufe 2, bei Abwesenheit auf Stufe 1.

Tagesverbrauch etwa 1 kWh, also Jahresverbrauch 365 kWh. Wieviel Heizenergie das spart, weiß ich allerdings nicht. Berechnet waren mal 1500 kWh. Das wären bei Gasheizung etwa 120 € pro Jahr. Daher ist der Ansatz, die Investition von etwa 6 T€ für die Anlage mit der Energieersparnis amortisieren zu wollen, etwas vermessen....

Das übliche Temperaturprofil, z.B. bei 10 Grad Außen: Ansaugung 10°, Zuluft 18°, Abluft 21°, Fortluft 12°. Der Volumenstrom ist auf Stufe 2 konstant 160 m³/h Zuluft, d.h. wir erreichen ungefähr 0,3 Luftwechsel pro Stunde.

Der Erdwärmetauscher hat uns - auch bei den extremen Negativgraden im Januar und Februar - sicher vor einem eingefrorenen Lüftungsgerät bewahrt. Das kann aber auch ein wenig daran liegen, dass die Außenluft noch ca. 6 m im Raum bis zum Lüftungsgerät geführt wird und sich auf dem Weg noch an die Innentemperatur angleicht.

Im Winter hatten wir zeitweise sehr trockene Luft, weswegen wir vermehrt Pflanzen und einen Luftbefeuchter angeschafft haben und die Anlage generell auf Stufe 1 gedrosselt. Dabei muss man darauf achten, dass 40 bis 45 % als Minimum erhalten bleiben. Sonst leidet Parkett oder empfindliche Möbel.

Vielleicht ist daher empfehlenswert, eine Anlage zu nehmen, die auch die Luftfeuchtigkeit aus der Abluft wieder in die Zuluft überträgt. Solche Systeme gibt es auch. Habe auch schon von Lösungen gelesen, bei denen die Zuluft durch eine nachgeschaltete Feuchtigkeitsquelle befeuchtet wird. Das hat aber ggf den Nachteil, dass man Feuchtigkeit in das Zuluftsystem einbringt.

Insgesamt ist die Anlage sehr wartungsarm und funktioniert ohne Probleme. Filterwechsel 2 mal pro Jahr, die Abluftfilter muss man dreimal pro Jahr säubern.

Wir möchten die Anlage trotz anfänglicher Bedenken nicht mehr missen. Wie lüften im Winter nicht mehr über die Fenster, haben trotzdem immer gute Luft. Feuchtigkeit wird zuverlässig abgeführt, selbst in Badezimmern (ggf. Nachteile siehe oben). Man braucht sich halt einfach nicht mehr zu kümmern und spart die Heizenergie, die man sonst durch auf Kipp stehende Fenster verschwendet. Gar nicht zu reden von der Einbruchsgefahr bei dauernd offenen Klo- oder Badfenstern....

Grüße
Robert
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Beitragvon Michael R. » 28.04.2009 07:58 Uhr

Schau mal unter www.passiv.de , hier den Link Zertifizierung. Dort findest du fürs PH-zertifizierte Geräte. Mit ein wenig Recherche bei den Herstellern findet man dann auch den Stromverbrauch heraus.
Mein PH wird durch Paul belüftet.
Gruß Michael
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Beitragvon roro » 28.04.2009 08:29 Uhr

Tagesverbrauch etwa 1 kWh, also Jahresverbrauch 365 kWh. Wieviel Heizenergie das spart, weiß ich allerdings nicht. Berechnet waren mal 1500 kWh. Das wären bei Gasheizung etwa 120 € pro Jahr.


Wenn ich jetzt bei meiner WP von einer JAZ von 3 ausgehe, dann ist dann eine Ersparnis von nicht einmal 150 kWh pro Jahr (Bei einer JAZ von 4 geht die Ersparnis gegen 0). Nichts gegen eine Lüftungsanlage, der Komfort ist nicht zu unterschätzen. Die große "Ersparnis" ist es aber nicht.

Oswald
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Beitragvon Oswald » 28.04.2009 13:38 Uhr

hallo


Es geht bei der kontrollierten Be- und Entlüftung ja nicht nur um den Einspareffekt.
Das sehe ich persönlich, neben der Luftklima, als angenehmen Nebeneffekt.

Es geht vielmehr darum, dass die Luftfeuchtigkeit im Griff gehalten wird und das richtig dichte PH nicht allmählich verschimmelt!

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Gasi » 28.04.2009 15:12 Uhr

Hallo,

kann mich da nur anschließen, eine Lüftungsanlage in einem Passivhaus ist wichtig. In einem gut gedämmten Haus ist diese aber rein ein zusätzliches Komfortmerkmal zur Heizungsanlage (Sole-WP etc.)!

Aber nicht jeder will gleich ein Passivhaus und das "große" Geld spart man mit einer Lüftungsanlage sowieso nicht.
Denn diese Anlagen gehören selbstverständlich instandgehalten und gewartet. Das vergessen die meisten, die leider unter einer Lüftungsanlage auch gleich eine "billige" Heizung sehen.

Gruß

Gasi
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Beitragvon Ber13127 » 29.04.2009 12:49 Uhr

Hallo,
Deffner hat geschrieben:Für unser geplantes Passivhaus suchen wir eine gute Lüftungsanlage.


Eine der Besten Lüftungsgeräte auf dem Markt -- PAUL thermos 200DC:
Hat sehr gute Verbrauchs- und Wärmerückgewinnungswerte, PHI-Zertifiziert und hat umfangreiches Option Möglichkeiten, wie Luftentfeuchter, Defroster usw.

Falls es doch ein PAUL thermos 200DC sein wird, lassen Sie die Lüftungsanlage nur von Paul berechnen, da nur wenige Firmen von Druckverlustberechnung und Schallpegelberechnung Ahnung haben.

Viele Grüße
Jan

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