Hallo DC,
ich habe mit Interesse alle Beiträge gelesen und da ich in meinem Haus
eine Holzheizung habe und seit 15 Jahren Holzheizungen plane und
vertreibe, glaube ich ein fachmännisches Urteil abgeben zu können.
Vorab möchte ich noch allen Kritikern sagen, dass das hydraulische
Schaltbild in Ordnung ist und dass weitere Ventile unsinnig sind und
jetzt gehe ich auf dein Schreiben ein.
Die Funktion des Schaltbildes möchte ich noch kurz erläutern, im rechten
Teil des Bildes sehen wir den Holzkessel mit der Thermovareinheit und
dem Pufferspeicher, die Thermovareinheit wird eingebaut um die Lebens-
dauer des Holzkessels zu verlängern, da sich im Holz immer Restfeuchte
befindet und diese verursacht Kondenswasser an der Kesselwandung und
dies wiederum erzeugt Rostfraß. Die Thermovareinheit läßt erst dann
abgekühltes Heizungswasser in den Holzkessel strömen, wenn ca 70°C
an der Rücklaufanhebung vorhanden ist, erst dann wird der Weg in
Richtung Pufferspeicher geöffnet und kühlers Heizungswasser wird
beigemischt, d.h. in der Anheizfase wird das Heizungswasser nur im
Bypaß durch den Holzkessel gepumpt.
Im linken Teil des Schaltbildes befindet sich die konventionelle Heizung,
d.h. das Heizungswasser wird für den Heizkreis und den BW-Wärme-
tauscher im Gasbrenner erwärmt, das Heizungswasser wird über die
Pumpen an die Verbrauchsstellen befördert und gelangt abgekühlt auf das
Mischerrohr und von da zum 3-Wegeventil und diese wird von der Steuer-
einheit geregelt.
Ist die Temperatur im Pufferspeicher höher als die Temperatur im Mischer-
rohr,dann wird der Rücklauf auf den Pufferspeicher nach unten geschaltet
( Bild 1 ) und oben aus dem Pufferspeicher wird das warme Heizungswasser
in den Gaskessel befördert, der Gaskessel hat einen Thermostat und wenn
das Heizungswasser die Temperatur hat, die am Thermostat eingestellt
ist, dann startet der Brenner nicht, sollte die Temperatur geringer sein,
dann heizt der Brenner auf die gewünschte Temperatur.
Ist die Puffertemperatur geringer als die Temperatur im Mischerrohr, dann
bleibt das 3-Wegeventil im stromlosen Zustand ( Bild 2 ) und die Verbracher
werden nur über den Gaskessel versorgt.
Wenn das 3-Wegeventil richtig eingebaut ist und die Fühler S1 und S2
richtig positioniert sind, dann ist eine ungewollte Erwärmung des
Pufferspeichers nicht möglich.
Weiterhin möchte ich dir noch mitteilen, dass die Temperaturanzeigen
sehr träge sind und oftmals nach Zeitverzögerungen korrekt anzeigen, da
über Anlegefühler oder kurze Tauchhülsen gemessen wird.
Du solltes auf alle Fälle überprüfen mit welcher Temperatur das Wasser
in den Holzkessel einstörmt.
Da du bei deinem Kessel von einer Feuerungsklappe schreibst, gehe ich
davon aus, dass es sich dabei um einen Naturzugkessel handelt, dies
ist eine Technik von Vorgestern ( sehr schlechter Wirkungsgrad, hoher
Holzverbrauch ), du hättest dir besser einen modernen Holzvergaserkessel
zugelegt, diese arbeiten mit Wirkungsgraden von über 90%, dadurch
wäre dein Holzverbrauch und die Abgastemperatur erheblich geringer.
Bitte überprüfe auch noch ob in Deinem Kamin ein Zugbegrenzer eingebaut
ist, denn dieser kann die Abgastemperatur auch reduzieren.
Günstige Holzvergaserkessel findest Du unter
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