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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
ftowae
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Beitragvon ftowae » 03.10.2005 12:42 Uhr

Hallo!

Ich bin hier ganz neu. Ich interessiere mich für den Nutzen von Erdwärme welche in einem Neubau eingebaut werden soll. Ich wäre dankbar über Erfahrungsberichte, was bei der Planung zu berüchsichtigen ist und wie dich die Wartungskosten belaufen. Vielen Dank vorweg.

Frank :D

erdwaermezeitung
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Beitragvon erdwaermezeitung » 03.10.2005 16:26 Uhr

Hallo, in einem Neubau macht eine Wärmepumpe am meisten Sinn und ist auch meist am effektivsten. Mann spart sich einige Anschaffungskosten ( z.B. Gasanschluss, Schornstein,
Öltanks, Anschlussgebühren u.s.w.) und kann diese der höheren Erstinvestition ( z.B. Bohrungen, Flächenkollektor, Wärmepumpe ) gegen rechnen. Somit wird sich die Anlage gegenüber einer Nachrüstung eher Amortisieren. Wichtig ist der Einbau großer Heizflächen ( Fußboden oder Wandheizungen ) um mit geringen Vorlauftemperaturen zu arbeiten, da der Wirkungsgrad hier am besten ist. Bei einer guten Planung und Ausführung der Bohr- und Installationsarbeiten arbeitet eine Wärmepumpe bis auf Sichtkontrollen faktisch Wartungsfrei.

Unser Fazit, nur mit einer Erdwärmeheizung mit Wärmepumpe kann effizient den steigenden Energiekosten entgegengewirkt werden. Trotz höherer Investition bei der Erstellung der Anlage, kann man sich klar vor steigenden Öl und Gaspreisen schützen.

Mehr Infos unter http://www.villa-geotherm.de
benny

Beitragvon benny » 04.10.2005 09:46 Uhr

Hallo zusammen,

auch ich möchte hier meine Erfahrung aus unserem Hausbau mit Wärmepumpe kundtun, um evtl. Interessierten weiter zu helfen.

· Baubeginn Juli 1997.
· Nach Wärmeschutzverordnung von 1995.
· Konventionell Stein auf Stein (Bimsstein) gebaut.
· Kellermauerwerk 36 cm.
· Mauerwerk im Erd- und Obergeschoss 30 cm.
· Dachdämmung 160 mm Rockwoll
· Insgesamt 197 qm Wohnfläche.
· Davon 144 qm Eigennutzung.
· 53 qm Einliegerwohnung.
· Ca. 170 qm Fußbodenheizung
· Wärmepumpe con Stiebel Eltron, 11 KW
· Luft-Wärmepumpe von Stiebel Eltron zur Warmwasserzubereitung
· Warmwasserzubereitung in Einliegerwohnung durch Durchlauferhitzer
· Stromvertrag mit RWE Rheinland-Pfalz inkl. 25 % Zuschuss für 10 Jahre (bis 2007)
· KW-Stunde im Jahre 1997: 5,03Cent
· KW-Stunde im Jahre 2005 (ab 1.10.05): 9,06 Cent
· Verbrauch ca. 8.300 KW/Jahr
· Messzählerpreis jährlich 76,50 Euro
· Gesamtkosten (mit 9.06 Cent gerechnet) im Jahr ohne Messzähler: 751,98 Euro.
· Gesamtkosten mit Messzähler: 828,48 Euro/Jahr (1.10.05-30.09.06) wenn keine weitere Erhöhung.
· Gesamtkosten der Wärmepumpenheizung inkl. Fußbodenheizung ca. 25.000 Euro.
· Fördergelder: Bundesamt für Wirtschaft: 2.500 Euro, Stiebel-Eltron 1.000 Euro, RWE 1.000 Euro, Zusatz zur Eigenheimzulage 2.000 Euro (über 8 Jahre). Dazu günstiges Darlehen, damals 3,1 % Landesbank Frankfurt.
· Kein Gebühren für Schornsteinfeger
· Keine Anstrengungen für Öllieferungen
· Kein Ärgern wegen höherem Ölpreis
· Praktisch wartungsfrei (die beiden einzigen Aufgaben meinerseits bestehen darin, dass ich am Monatsende die Kilowattleistungen aufschreiben und diese in eine Exel-Tabelle übernehme –nur für mich zur Kontrolle, wie viel ich verbraucht habe, meine andere Tätigkeit besteht darin, die Schaltuhr an der Wärmepumpenanlage jeweils im Frühjahr auf Sommerzeit und im Herbst auf Winterzeit umzustellen – mehr nicht.
· Nachteil: Leider auch Ärger wegen steigender Strompreise beim RWE, obwohl diese mir damals die Wärmepumpenheizung als super günstig angepriesen haben und es nur „alle paar Jahre“ vielleicht mal eine Strompreiserhöhung geben würde. (In diesem Jahr schon die zweite).

Fazit:
Eine Wärmepumpenheizung ist eine tolle Sache. Einmal installiert, braucht man sich um nichts mehr zu kümmern. Sie läuft von selbst und wird tatsächlich warm.. Eine solche Heizung würde ich jedem empfehlen (zumindest für einen Neubau).
Doch die Tatsache, dass das RWE einem diese Heizungsart mit allen Mitteln schmackhaft gemacht hat und nun ständig die Strompreise hierfür erhöht, schlägt einem doch auf den Magen.
Ich bin auf der Suche nach einem günstigeren Anbieter, habe aber noch niemanden gefunden. Vielleicht kann mir hier die Forumsgemeinde weiterhelfen. Ein Problem hierbei wäre der Messzählerpreis. Ist dieser auch bei anderen Anbietern mit im Angebot oder muss dieser ebenfalls einzeln bezahlt werden?
erdwaermezeitung
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Beitragvon erdwaermezeitung » 04.10.2005 10:24 Uhr

Hallo, mich würde noch interessieren ob Bohrungen oder Flächenkollektor ( Tiefe, Anzahl ) sowie Standort der Anlage und warum in der Einliegerwohnung die Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer erfolgt. Danke Viele Grüße

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