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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Tiefensonde oder Flächenkollektor

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Oeffi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 01.02.2009,
Beiträge: 13
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Hallo,

* welches System hat einen besseren Wirkungsgrad, die Tiefensonde oder der Flächenkollektor? (Wenn sie richtig verbaut wurden)

* Welche Vor- bzw. Nachteil haben die beiden Systeme im Vergleich untereinander

Gruß

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walu123

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 21.10.2008,
Beiträge: 75
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Hallo,

deine Frage kommt immer auf die Anlage an, sowie bei einem Erdkollektor auf die Bodenbeschaffenheit.
Generell geht man bei einer Sonde von einem höheren Wirkungsgrad aus, dem aber auch höhere Investitionskosten gegenüber stehen.

Der Vorteil der Tiefenbohrung ist, dass in XXm Tiefe eine höhere Temperatur herrscht, diese auch wetterunabhängig zur Verfügung steht(Das Erdreich kühlt aber auch aus!). Daher auch ein höherer Wirkungsgrad.

Bei Flächenkollektoren wird der Wirkungsgrad, von einer schlechteren Basis ausgehend, den Winter über immer schlechter, da das Erdreich auskühlt und erst im Frühjahr durch die Sonne, bzw. Wasser wieder aufgeladen wird. Man braucht außerdem Platz dafür und sollte die Fläche über dem Erdkollektor nicht wahllos bepflanzen etc. Dafür ist er deutlich günstiger als eine Tiefenbohrung.

Hier im Forum haben einige Leute eine Wärmepumpe mit unterschiedlichen Typen laufen, die je nach Dämmung und Energiestandard gute Werte liefern. Daher wäre dies auch wichtig zu wissen. Bei meinem Haus mit 170qm Wohnfläche, KfW 40 Standard rechnet sich dei Tiefenbohrung nie.
4-6T€ hätte die Tiefenbohrung mehr gekostet. Wenn ich jetzt von 600€ Stromkosten für die WP/Jahr ausgehe, die Tiefensonde 25% effizienter ist, dann würde ich pro Jahr 150€ sparen. Selbst bei absolut unrealistischen 50% wäre es noch uninteressant, da ich die Zinsbelastung noch unbeachtet lasse.
ABER: Das ist nur für mein Haus zutreffend. Ich würde im Moment sogar eine Luft-Wärmepumpe installieren, da dadurch die Investitionskosten nochmals geringer ausfallen, der Mehrverbrauch sich aber erst in weiter Zukunft auswirkt.

Gruß Walu

_________________
Bartl Eco 4s Sole

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Oeffi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 01.02.2009,
Beiträge: 13
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Hmm,

aus dem Kartendienst von LBEG konnte ich dies auslesen:


* Grundwasserleitertyp der oberflächennahen Gesteine: Grundwassergeringleiter

* Durchlässigkeit der oberflächennahen Gesteine:
mittel

* Eignung für Erdwärmekollektoren:
geeignet

Hilft das bei der richtigen Auswahl?

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bernhard geyer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006,
Beiträge: 1152
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Bei einer Tiefenborhung besteht immer die (zwar je nach "Wohnort" des Hauses) sehr geringe Gefahr teurer Bohrkosten zu haben aber das Bohrloch nicht verwenden zu dürfen da man auf einen Hohlraum gestoßen ist der erst verfüllt werden muss oder schon nach wenigen Metern auf Grundwasserschichten unter Druck stößt wo die untere Wasserbehörte die Gestattung zurückzieht.

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Man sollte vertraglich mit dem Bohrunternehmen einen Gesamtauftrag für Bohrung und Sondenführung vereinbaren, in dem eine festgelegte Entzugsleistung zugesichert wird.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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gergenerdwaerme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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Du solltest Dich mal mit der DIREKTVERDAMPFERTECHNIK beschäftigen. Mal ganz abgesehen von den Kosten (die liegen bei dieser Technik erheblich unter denen von Sonden-WP) ist die Frage der 'Entwärmung' des Erdreichs einfach gelöst. Der Boden der Entzugsfläche erwärmt sich n i c h t erst im Sommer des folgenden Jahres, sondern permanent - auch im Winter - durch Energieeintrag von oben (auch im Winter scheint mal die Sonne und auch im Winter regnet's) Voraussetzung (hier greife ich die ewige Diskussion mal wieder auf die sich um die Dimensionierung von WP dreht): die Anlage darf nicht zu klein ausgelegt sein (einfach die Vorschriften des Herstellers beachten) Dann hat die Anlage Ruhezeiten so daß sich der Boden erholen kann. Darüber gibt's 'ne Menge an Untersuchungen - nur, sie liest scheinbar keiner.
Weitere Infos? Einfach wieder posten oder per e-mail an gergen_kurt@gmx.de

_________________
Gergen-Erdwärme

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