hallo
Also KfW60 heisst erst mal "nur" 60% des Primärenergiebedarfs eines nach ENEV gebauten Hauses.
Da geht die Anlagenbewertung mit rein, die den Primärenergiebedarf ausmacht und "nur" indirekt der Gesamtenergiebedarf.
Wird mit Strom geheizt, dann wird der Primärenergieverbrauchsfaktor von Strom eingerechnet..... sagen wir mal 0,5 rein rechnerisch.
Mit Gas oder Öl liegt er dann bei 1 oder 1,1.
Bei Pellets liegt er dann bei fast 0. Sagen wir einfach mal 0,1, da Holz keine Primärenergie ausser bei der Herstellung der Pellets benötigt.
Ein Haus mit Stromheizung bei Faktor 0,5 muss also nur 1/0,5*60% so gut gedämmt sein wie ein ENEV-Haus => 120%
EIn Haus mit Gasheizung muss eben 1/1*60% der Dämmung erreichen wie ein ENEV Haus => 166%
EIn Haus mit Pellets dann 1/0,1*60% => 16%
Wenn das ENEV Vergleichshaus einen Jahresenergieverbrauch von 20000 kWh hat
Haus 1: darf 16667 kWh verbrauchen
Haus 2: darf nur 12000 kWh verbrauchen
Haus 3: darf 125000 kWh verbrauchen
Alles nur rein hypothetische Werte aber der Sachverhalt zeigt:
KfW heisst für den Verbrauch erst mal gar nix!
Da wird auch viel Schmu getrieben!
Die Dämmung der Gebäudehülle ist das Wichtigste. Wenn man das richtig macht ergibt sich KfW von ganz allein.
Ich glaub ENEV sagt 100 kWh je qm im Jahr.
Das heisst also 60kWh Primarenergie je qm im Jahr
Bei Deinem Haus also 7680 kWh / Jahr.
Das ist aber nur die Primärenergie!
Ich kenne die Anlagenzahl für Deine Fernwärme nicht.
Wird ein gutes Stückchen unter 1 liegen.
Bei 0,7 wären dass dann 10971 kWh Endenergie, die noch KfW60 wären
Geteilt durch 12 sinds dann 914 kWh.
Wenn man dann noch bedenkt, dass ca. 18% des Jahresenergiebedarfs im Schnitt auf einen Januar fallen dann müsste die Uhr sogar 1974 kWh anzeigen.
Also ist bei Dir alles ganz "normal"!
Da bleibt noch offen, dass ein Massivbau im ersten Jahr deutlich mehr Energie wegen der Restfeuchte aus der Bauphase zu verdunsten hat.
Grüsse
Oswald