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Brunob
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Beitragvon Brunob » 09.01.2009 10:13 Uhr

Wäschetrockner sind Energieschleudern, klar. Aber sie haben auch Vorteile: Wenn man viel Wäsche hat (Familie mit Kindern) ist es eine große Arbeitserleichterung, die Sachen werden glatter und ohne Weichspüler weich, sie werden entflust und man kann sogar Sachen waschen, die sonst verklumpen (Daunenjacken z.B.).

Ich habe mich allerdings gefragt, warum man, wenn es draußen kalt ist, die ganze Wärme des Ablufttrockners einfach verpuffen lässt? Einfache Lösung: Ich leite die Abluft nach innen. Ans Ende des Schlauches habe ich einen Kopfkissenbezug geklemmt, der eventuelle Flusen sammelt und nun pustet der Trockner die warme, feuchte Luft in den Wohnraum. Der Trockner steht im Keller eines Einfamilienhauses, die Türen sind offen.

Vorteil: Die teure Wärme wird genutzt und die im Winter ohnehin zu trockene Wohnraumluft wird ein wenig angefeuchtet, aber viel weniger als man denkt. Das Hygrometer geht im Stockwerk drüber nach zwei Trockendurchgängen gerade mal um ein Prozent rauf (30 auf 31%).

Damit es nicht stinkt, benutze ich parfümfreies Waschmittel, was mir sowieso lieber ist.

Gibt es auch fachlicher Sicht irgend etwas, das gegen diese Sache spricht?

Gruß, Bruno

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.01.2009 10:46 Uhr

Brunob hat geschrieben:... Der Trockner steht im Keller eines Einfamilienhauses, die Türen sind offen. ...
Eine offene Kellersituation (Kaltbereich) zur Wohnung (Warmbereich) birgt die Gefahr von Bauschäden. Der kalte Keller sollte zum warmen Wohnbereich abgeschottet sein. Tauwassergefahr!

Wirklich energiesparend ist Dein beschriebener Ansatz nicht. Ein Wäschetrockner ist eine echte Energieschleuder. Wenn es irgendwie vermeidbar ist, sollte man darauf verzichten.

Neben den Lobeshymnen auf WT gibt es auch Nachteile, die Fasern der Wäsche leiden unter zu hohen Trocknertemperaturen, das fördert den Verschließ des Waschgutes. Wichtig ist, die Wäsche vor dem Trocknereinsatz möglichst gut auszuschleudern.
Für Mehrpersonenhaushalte lohnt es sich sogar eine spezielle Wäscheschleuder einzusetzen, hier wird die Wäsche auf eine besonders geringe Restfeuchte geschleudert. Ein Waschvollautomat kann den Trocknungsgrad einer Wäscheschleuder nicht liefern.
Weitere Informationen sind unter folgendem Link hinterlegt.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/strom_sparen.html#Waescheschleuder

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon GMil » 11.01.2009 23:22 Uhr

Ja, Wäschetrockner sind nicht zimperlich beim Stromverbrauch. Dennoch sind sie aus modernen Haushalten wohl nicht mehr wegzudenken; speziell im Winter. Besonders sparsame Exemplare arbeiten z. B. mit Wärmepumpentechnik (Gas käme für mich nicht in Frage).

Will man die Abwärme nutzen, kann man auch einen Umlufttrockner einsetzen. Dessen "Abluft" ist trocken und flusenfrei und kann mit geeigneten Methoden auch "kanalisiert" und zur Heizung anderer Räume genutzt werden, ohne gleich die Türen offenstehen lassen zu müssen. Soll das Gerät auch im Sommer benutzt werden, kann man den Luftkanal dann ggf. temporär ins Freie umleiten.

Probleme mit zu trockener Luft hat mein Haus (leider) nicht: gerade im Schlafzimmer muß ich trotz fleißigen Stoßlüftens -weiß der Geier, warum- toujours per Lufttrockner dafür sorgen, nicht über 60 % rH zu kommen, und auch im Bad ist so ein Ding spätestens immer dann in Betrieb, wenn die Whirlpool-Badewanne benutzt wird, sonst habe ich schnell 80 % rH und Schimmel in den Ecken. Das Ganze geht weit mehr ins Geld als ein gelegentlich genutzter Wäschetrockner.

Gruß

Gerhard

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