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GMil
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Beitragvon GMil » 13.12.2008 14:34 Uhr

transformer hat geschrieben:........GMil: Es geht um folgendes: Ein ungedämmtes Haus benötigt z.B. 65 °C Vorlauftemperatur für seine Heizkörper um warm zu werden. Ein gedämmtes dagegen kommt mit, sagen wir hier, ca. 45 °C zu recht. Damit steigt die Effizienz der WP und es sinken die Betriebskosten...........


Die Effizienz der WP steigt in der Tat, wenn die VT geringer sein darf, nur rechtfertigt das (von der Größenordnung her) noch lange nicht die Dämmung, wenn man nur die Wirtschaftlichkeit betrachtet!

Nehmen wir wieder mal meine Hütte als Beispiel: die WP hat ca. 45 % der Heizkosten erspart, indem sie die Heiz-kWh entsprechend günstiger gemacht hat. Ein Vollwärmeschutz ohne WP würde bei fast dreifachen Anschaffungskosten in etwa den gleichen Betrag sparen.

Man kann daraus sicherlich ohne weitere Beweise leicht erkennen, daß der Wirkungsgrad der WP wegen kleinerer VT niemals so gut werden könnte, daß diese Differenz auch nur annähernd aufgewogen werden könnte.

Allenfalls könnte man daraus folgern, daß der Kauf der WP nach einer Volldämmung sinnvoller ist als umgekehrt, weil dann die WP kleiner und damit kostengünstiger gewählt werden kann. Das wäre für sich gesehen richtig, aber auch wieder nur unter 2 Randbedingungen:

1. Man muß die Kohle für Volldämmung und WP haben; immerhin über 50 k€.
2. Man muß in Kauf nehmen, daß die Amortisationszeit deutlich höher liegt, ja sogar, daß sich bestimmte Teilmaßnahmen der Dämmung eigentlich gar nicht rechnen, wenn man deren Lebenserwartung einbezieht!

Mein Weg erscheint mir daher sinnvoller:

Zuerst die WP installieren und gleich 45 % Heizkosten sparen(dabei natürlich nur eine Mod-WP nehmen, die später mit kleinerer Leistung / VT genauso effizient bzw. effizienter läuft, wenn man tatsächlich noch dämmt)

Als Zweites nur dann und nur dort dämmen, wenn und wo eine Renovierung aus baulicher Sicht sowieso geboten erscheint (und das zusätzliche Kapital günstig erreichbar ist).

Mein Weg hat als einzigen Nachteil die etwas höheren Beschaffungskosten einer WP, die später -nach der Dämmung- evtl. etwas zu reichlich bemessen ist. Wie gesagt, bei Mod-WPn besteht dieser Nachteil nur im Anschaffungspreis.

Die Vorteile dürften dagegen klar auf der Hand liegen: mit den jährlichen Einsparungen fällt es leichter, Kapital für weitere Maßnahmen, z.B. Dämmung zu kumulieren. Ferner kann diese Dämmung in Einzelkomponenten zu verschiedenen Zeiten erfolgen, weil der Haupt-Einspareffekt ja bereits wirkt.

Diese Zusatzmaßnahmen senken den Heizbedarf zwar weiter, aber natürlich nur noch um kleinere Beträge. Wenn die WP nämlich schon 45 % spart, kann eben der Wärmeschutz vom obigen Beispiel nur noch 45 % von den verbleibenden 55 % der Kosten sparen. Bezogen auf die ursprünglichen Heizkosten sind das dann nur noch knapp 25 % weitere Ersparnis, und das bei gleichbleibend hohen Beschaffungskosten!

Daher muß man sehr gut überlegen, ob man die eine oder andere Maßnahme überhaupt noch ausführen läßt.
Gruß

Gerhard

dramme73
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Beitragvon dramme73 » 23.12.2008 22:48 Uhr

Hallo,

Danke, GMil, endlich mal eine Antwort mit der man etwas anfangen kann.

-Th.Heufers- u. transformer - es wäre schön , wenn man wenigstens meine Angaben ( Fußbodenheizung ist vorhanden) lesen würde- und noch besser, wenn man sich vielleicht die Mühe machen würde auf konkrete Fragen (Dämmung m.E. sehr schwierig) zu antworten. – Auch ist meine Ausgangsfrage nach der Größe des Pufferspeichers immer noch nicht beantwortet. Oder wird hier nur auf das eingegangen, was einem „Energieideologisch „ in den Kram passt??

Das gebetsmühlenartige Wiederholen von Dämmen, Dämmen ( ist mir längst klar und muß sich trotzdem rechnen ) macht die Sache nicht ergiebiger.

- Zur Erdwärme-Pumpe: nach dem ersten Angebot von 35000,- € komplett (wird sich nie rechnen u. beruhigt allenfalls mein Gewissen) habe ich das nicht weiter ins Kalkül gezogen.

Trotzdem allen ein angenehmes Weihnachten und Grüße von Olli
GMil
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Beitragvon GMil » 24.12.2008 01:07 Uhr

dramme73 hat geschrieben:Hallo,

.............. – Auch ist meine Ausgangsfrage nach der Größe des Pufferspeichers immer noch nicht beantwortet...........Grüße von Olli


Ich bin kein HB-Profi, sondern nur Anwender, aber meine Erfahrung zeigt, daß ein 400 l-Puffer, wie er bei mir verbaut ist, in einer ungedämmten Hütte bei 0 °C Außentemperatur etwa eine gute Stunde überbrücken kann, bis das Heizwasser von knapp 60 °C auf etwa 40 °C VT gesunken ist. (Achtung: bei mir keine FBH, sondern nur Radiatoren!)

Das erscheint vllt. sehr wenig, liegt aber daran, daß mein Schichtenpuffer im Betrieb nur im oberen Teil überhaupt wärmer wird als etwa 45 °C. Es macht aber auch wenig aus, weil das Haus natürlich dennoch Energie speichert. Da dauert es dann schon 3 oder mehr Stunden, bis die Temperatur in den Räumen soweit gesunken ist, daß das auffällt.

Trotzdem ist der Puffer vorrangig dazu da, die Radiatoren von der WP zu entkoppeln und deren Einzelventilregelung zu unterstützen, ohne den Mindestumlauf der WP zu stören. Schon eine längere Sperrzeit kann er "meßtechnisch" nicht mehr abfedern, und mehr als 3 Stunden machen sich dann eben auch im Haus bemerkbar. Ein gut gedämmtes Haus dürfte sich da vermutlich anders verhalten.

Bei reiner FBH sollte ein Puffer aber komplett unnötig sein; da übernimmt der Estrich diese Funktion viel besser. Allerdings sollte man dann auch nicht an den Kreisen rumregeln, sondern möglichst nur an der WP. Auf jeden Fall muß deren Mindestumlauf gewahrt werden.

P.S. 400 l BW erscheinen mir recht viel für 4 Personen. 200 l sollten da wohl genügen.

Gruß

Gerhard
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