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heiderkehr
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Beitragvon heiderkehr » 10.05.2008 14:15 Uhr

Hallo,
in Fortsetzung des Threads von "Solar" - es ist entschieden, ich richte eine Pelletszentralheizung ein.
Entweder von Hargassner oder KWB (14,9), für beide ist der Kundendienst in unmittelbarer Nähe, beide langjährige Heizungsbetriebe mit jeweils 30 - 40 Pelletsheizungen in den letzten 2 Jahren.
Interessant finde ich den Hargassner, da er "modulierbar" ist und eigentlich keinen Puffer braucht; werde aber trotzdem möglicherweise einen dazugeben.
Die Entscheidung als Laie fällt nicht leicht, da beide Handwerksbetriebe für Seriosität und sauberen Kundendienst bekannt sind.
Vielleicht kann ja jemend noch von der Praxis berichten ???


Danke

machtnix
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Beitragvon machtnix » 10.05.2008 18:26 Uhr

Da ich selber einige Hargassner Anlagen installiert habe,empfehle ich in diesem Fall natürlich Hargassner.
Meine Meinung ist weil dieser Kessel eben eine Lambdasonde hat und der andere nicht.
Es kann mir niemand erzählen das die Pelltesqualität immer die gleiche ist,egal welche Norm draufsteht.Mit der Lambdasonde kann man eben kleine Fehler beeinflussen um für einen sauberen Abbrand der Pellets zu sorgen.Außerdem regelt mir die Lambdasonde über die Verbrennugswerte den Pelletseinschub,d.h.es werden tatsächlich immer nur die Pellets nachgeschoben die auch tatsächlich für die jeweilige Verbrennungsleistung benötigt werden.
Lambdasonde=Bessere Umwelt

Die Argumente Lambdasonde kann kaputtgehen,wo nichts ist kann auch nichts kaputtgehen,sind wohl von den ewig gestrigen.
Ich habe jedenfalls noch keine Lambdasonde gewechselt.
Hier sage ich dann das die anderen Hersteller es immer noch nicht fertiggebracht haben regelungstechnisch eine Lambdasonde in ihren Kesseln zu integrieren.


Lobeshymnen hin oder her,das allerwichtigste bei so einer Investition ist das der Heizungsbauer sich damit auskennt,egal um welchen Kessel es geht.
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Beitragvon heiderkehr » 03.06.2008 11:29 Uhr

So;
nun hat die Sucherei, Fragerei, Interneterei und sonstige Freizeitbeschäftigung hinsichtlich der Heizungsumstellung von Öl auf andere Energieträger ein Ende.
Es wird eine Pelletanlage mit dem Kessel von Hargassner, und ich hoffe, daß ich damit auf das richtige Pferd gesetzt habe.
Darüberhinaus kann ich nur jedem (Laien)-heizungsumsteller raten:
-vorher ausgiebig mit dem Thema befassen.
Es hat sich absolut als positiv erwiesen, daß ich bei meiner "Handwerker-Besichtigungs-Tour" die richtigen Fragen stellen konnte.
Hier trennte sich bald die (leider üppig vorhandene) Spreu vom Weizen.

Freundliche Grüße
Heiderkehr
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Beitragvon heiderkehr » 31.10.2008 09:33 Uhr

Da mir die Forenbeiträge bei meiner Entscheidung für die Heizungsart und Hersteller sehr geholfen haben, (Danke machtnix!); hier ein kleiner Beitrag, wie der Hargassner sich "macht":
Hargassner, 14,9 kw, 300 l WW, Inbetriebnahme Juni 2008
Betriebsstunden: 206 h
Einschubschnecke: 73 h
Zündungen: 4,94 h = 140 Zündungen
Saugturbine (8m): 1,94 h

Der Einbau der kompletten Heizung dauerte etwas über 2 Tage; supersauber gearbeitet, excellente "Einweisung" in den Betrieb.
Die Einstellmöglichkeiten im Display sind ausgesprochen vielfältig, sodaß man die Technik sehr gut auf den eigenen Gebrauch abstimmen kann.
Mit ein wenig "Genau Lesen" kann man sich ohne Probleme auch auf die Einstellung "Installateur" und über die Parametrierung hermachen, wobei die Werkseinstellung ein guter Anhalt ist.
Z.B. habe ich die Zündung auf 2 Minuten geändert, sowie die Kessel-Restwärmerückführung um 2° vermindert.
Ein besonderes Lob verdient die Modulierung der Heizungswärme mit der "Gluterhaltung", einfach Spitze.
Die Länge der Zuführung der Pellets aus dem Pelletsraum liegt bei
8 m, völlig problemlos.
Sehr angenehm ist auch die Nachführung der Heizwärme nach Ausschalten der Heizung, manchmal bis zu einer Stunde und mehr.
Aschekasten ist etwa 1/3 gefüllt, auch hier erfüllten sich die Kassandrarufe macher FT nicht.
Den Verbrauch kann ich naturgemäß erst nächstes Jahr genau bestimmen. Zunächst nehme ich ihn mit 6 kg je Stunde Einschubschnecke an, den Wert erachten allerdings einige als zu hoch. (Aber lieber theoretisch mehr rechnen und prakisch weniger
verbrauchen :D ).

Freundliche Grüße
Heiderkehr
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Beitragvon Thomas Heufers » 31.10.2008 21:10 Uhr

Ist doch schön, wenn alles zur Zufriedenheit abläuft.
Es wird viel zu wenig über die guten Erfahrungen mit Pelletsystemen berichtet.

Du kannst ja beizeiten noch über die Entwicklung Deiner Verbrauchskosten berichten.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon machtnix » 31.10.2008 21:13 Uhr

Finde ich prima das auch mal eine Rückmeldung kommt,dann sogar noch eine positive.
2 Tage das ganze?Hat der Kollege auf der Baustelle geschlafen?

Ich hoffe das du mit deinem Kessel zufrieden bist.Das Feintuning kommt natürlich erst jetzt,im Winter.
Heizkurve einstellen und WW-Bereitung,hydraulischer Abgleich.

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Beitragvon heiderkehr » 07.11.2008 12:10 Uhr

machtnix hat geschrieben:Finde ich prima das auch mal eine Rückmeldung kommt,dann sogar noch eine positive.
2 Tage das ganze?Hat der Kollege auf der Baustelle geschlafen?

Ich hoffe das du mit deinem Kessel zufrieden bist.Das Feintuning kommt natürlich erst jetzt,im Winter.
Heizkurve einstellen und WW-Bereitung,hydraulischer Abgleich.


Hi,
nein geschlafen hat der Einbauer der Heizung nicht bei uns. Aber es waren natürlich mehrere Leute. Während einer die Heizung an sich in Betrieb nahm, legte der andere die elektrischen Leitungen, der 3. die Saugleitung usw.
Einfach ein Super-Team aus einem alteingesessenem Handwerksbetrieb, der sich vor 5 Jahren auch auf Pelletsheizungen einstellte.


freundliche Grüße
Heiderkehr
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Beitragvon heiderkehr » 17.12.2008 12:38 Uhr

Hallo,
nach nunmehr 6-monatigem Betrieb der Pelletsheizung "Hargassner 14,9" möchte ich ein Zwischenresümee geben. Alles in allem kann ich nur positiv urteilen, sämtliche Kassandras haben, toi, toi, toi, ich klopfe auf Holz :D , Unrecht behalten.
Zum Vergleich:
Vorherige Öl-Heizung, 28 kw:

Verbrauch 2205 > 2 200 l Heizöl
Verbrauch 2006 > 1 990 l Heizöl
Verbrauch 2007 > 2 000 l Heizöl

Daten der Pelletsheizung bis jetzt 18.06.- 17.12.2008

Betriebsstunden der Heizung: 610 Stunden
Einschubschnecke: 187 Stunden
Zündungen: 8,50 Stunden = 260 Zündungen
Saugturbine: 4,7 Stunden
Rosthübe/Putzeinrichtungen: 302 x / 27 x
Aschekasten bis jetzt nicht entleert.

Von der Technik her (200 gr/kw) wird für 1 Stunde Einschubschnecke der Maximalwert von 3 kg Pellets angenommen, somit wäre der Verbrauch bisher bei ca. knapp 600 kg.

Die Anzahl und Art beheizten Räume haben sich nicht geändert, es wurde eher mehr geheizt.

Das wäre nach Umrechnung in Öl ca. 300 l.

Und da ich dies (fast) nicht glauben konnte, habe ich den Pelletskeller aufgemacht und nachgeschaut. Da sind 4,5to Vorrat drin (gewesen). Die Strichcodes an den Wänden haben sich nur marginal nach unten bewegt. Es scheint zu stimmen.

Ich kann mir das nur mit der Effizienz der neuen Heizung erklären.

Wie auch immer, ich bin wirklich positiv überrascht.

Aber am 18.Juni 2009 werde ich Genaueres wissen, da ist dann 1 volles Jahr rum.

Übrigens: Mein Wohnzimmer (ca 150 cbm) beheize ich mittlerweile mit Holzbriketts, auch hier stelle ich, zumindest gefühlsmäßig, einen Minderverbrauch gegenüber früher (Buche+Eiche, Normalholz) bei gleicher Wohlfühlwärme fest.
(Einzelofen Königsberger Manufaktur, nur aus Gußeisen)

Freundliche Grüße
Heiderkehr

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