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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: KfW 40, wer soll das alles bezahlen?

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Thyrant

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Um das alles nicht noch komplizierter zu machen habe ich die Zinsbelastung bewusst weggelassen.
Gut 5% sind zu hoch angesetzt für kfw 40, aber du hast da natürlich recht.
Finanzierte 30.000 € sind in 30 Jahren sicher 40.000 zurückbezahlte Euro.

Aber schön das ich nicht der einzige bin der das alles mal hinterfragt.

Ich habe halt nur eine 120m2 einfache DHH, mit Krüppelwalmdach. Nix extravagantes oder so.

Wenn mir jemand so ein Haus mit Kfw40 für 130K€ - 140k€ baut, dann bin ich überzeugt.

Aber ihr habt hier doch bestimmt alle locker 200k€ für eure Hütten ausgegeben (finde ich ja auch gut, und gebe da einwenig Neid zu),
aber behauptet dann nicht, das da nicht ein Menge Geld nur fürs Energiesparen drauf gegangen ist.

Wie gesagt, für 160k€ hätte ich auch bei meinen Baubetrüger ein prima kfw40 Haus gehabt.

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Thomas Heufers

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@ Thyrant - Mach Dir bitte die Mühe, packe Deine Unterlagen zusammen und vereinbare in Deiner Verbraucherzentrale einen persönlichen Termin für eine Bau- und Energieberatung. Ich sehe keine andere Möglichkeit für Dich, der Sache unter objektiven Gesichtspunkten auf den Grund zu gehen.

Noch ein Hinweis:
Wenn es in der Planung gelingt, einen sehr niedrigen Energiebedarf zu realisieren, sagen wir eine Heizleistung von 20 Watt pro m², dann ist eigentlich völlig egal, mit welchem Energieträger man die Wärme bereit stellt. Weil der Verbauch nie so hoch sein wird, dass einen Energiepreissteigerungen schmerzen.

Gruß

Thomas Heufers

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nicnac

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upsa wo wohnst du? ich habe € 200.000 für kfw 60 ausgegeben.

schlüsselfertig mit keller und waaserdichter wanne. die häuslebauer die ich kenne haben im selben zeitraum für kfw60 € 270- 360.ooo ausgegeben.
die beneiden mein haus für das geld und nun kommst du mit 140000.-

gruß

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Thyrant

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Zitat:
Wenn es in der Planung gelingt, einen sehr niedrigen Energiebedarf zu realisieren, sagen wir eine Heizleistung von 20 Watt pro m²


Meinst du Watt oder Kilowatt?

Und die Frage ist doch was das kostet das dann?

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Thyrant

Erfahrung: **
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@ nic nac

Das ist doch genau mein reden.
Alle reden von Ihren Kfw40 Häusern, aber keiner sagt was es gekostet hat.
Das ich für 200.000 ein besseres Haus bekomme ist doch klar.

Ich wohne in Hamburg, und ziehe dann etwas ausserhalb, da dort die Grundstückspreise besser sind, habe jetzt 120€/ m2 bezahlt.

Und das Haus, wie gesagt kostet mich jetzt 120k€ mit all den extras wie oben beschrieben, und Schlüßelfertig. Das heißt keine Eigenleistung ausser Maler und Teppich arbeiten.

So, und nun ihr.
Was haben eure Kfw 40 Häuser gekostet.
Und schreibt nicht 1000 - 1100 €/m2, das sind nämlich bei 120m2 mal eben 12k€, ein nicht unerheblicher unterschied.

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walu123

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Hallo,

nachdem nun meine Wärmepumpe die Werte erreicht, die sie haben sollte will ich ein paar Dinge zurückgeben, die mir während meiner Hausplanung aufgefallen sind, in Bezug auf die oben genannten Kosten.

KFW40 Haus, Satteldach 11/2 stöckig, 170qm Wohnfläche, 110qm Keller, 40qm Garage in die Hülle integriert.

Aufpreis 36,5cm Y-Tong zu 28cm Y-Tong: 1000€
Aussendämmung 10cm 035: 3.500€
6cm Aufdachdämmung Pavatex 1300€
20cm Zwischensparrendämmung WLG 0,35 720€

Heizung komplett inkl. Wärmepumpe, FBH 22.000€,
Aufpreis für eine Ölheizung waren ca. 6000€, den nicht genutzten Öllagerraum rechne ich nicht mit.
Kachelofen, 8KW: selbstgebaut, Einsatz aus altem Ofen wiederverwendet, 600€

23 6-Kammer, 3-fach-Verglasung Fenster komplett inkl. Kryptongasfüllung, von 80x80cm bis 2x3m, 1 festes Element 2x3,5m 14000€

Durch das 1% Darlehen der KFW-Bank waren die Vorgaben zur Erreichnung von KFW40 anstatt KFW60 durch den geringeren Zins gedeckt.

Bauzeit 14Monate, Gesamtpreis inkl. Rasenmäher 224.000€, ohne Grundstück. Insgesamt hochwertige Ausstattung, z.B. el. Rollläden, 2 Bäder, Cotto-Natursteine, ohne das jetzt genauer auszuführen.

Somit kann ch die horrenden Aufpreise nicht verstehen, die hier genannt werden. Natürlich kommt man viel günstiger weg, wenn man ohne Bauträger bauen kann und Angebote selbst einholen kann, bzw. eine Ausschreibung selbst erstellen kann.

Bei Fragen, ich antworte gerne!

Gruß Walu

_________________
Bartl Eco 4s Sole

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nicnac

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guten morgen

@walu Durch das 1% Darlehen der KFW-Bank waren die Vorgaben zur Erreichnung von KFW40 anstatt KFW60 durch den geringeren Zins gedeckt.

der zins ist heute aber bei 3,85 % für 10 jahre
http://www.kfw-foerderbank.de/...obilien/CO2-Minder14/index.jsp

@thyrant das problem an der fragestellung ist, dass du etwas was andere gemacht haben schonmal in frage stellt und eventuell als nicht sinnvoll ansiehst. das ist als ob du in die kirche gehst und währende der messe fragst warum alle den an gott glauben da es den doch garnicht gibt Wink
du wirst für dich am ende selber eine entscheidung treffen müssen und die sollte so aussehen das du gut damit leben kannst.
wenn du mit einem kaminkehrer sprichst wird der dir nur gegen gas oder wärempumpen argumentieren da du seinen berufsstand gefährdest.
bei genügend fachwissen und einem guten berater kann ich mir schon vorstellen das man ein "günstiges" kfw40 haus planen kann. mehrkosten fallen aber auf jedenfall an. beim einen mehr bei anderen weniger.
ich habe mit bauträger gebaut und muss sagen das ich diese entscheidung nicht bereue da alles sehr gute handwerker waren. mag sein das alles etwas billiger geworden wäre wenn ich selber angebote eingeholt hätte. wahrscheinlich aber auch am ende mehr ärger oder schlechtere termineinhaltung. das war mir der GUTE bauträger vor ort wert. am ende beneidete die ganze nachbarschaft, die natürlich mit argusaugen beobachtete, den super ablauf am bau. der bauträger kostete daher bestimmt 15-20.000 euro mehr. ein architekt kostet aber auch geld.
so zurück zum thema Smile
du musst für dich/euch selber eine lösung suchen da dir jeder nur seine festgefahrene meinung wiederspiegelt. ein arbeitzskollege von mir der hat ne ölheizung, die ist natürlich die beste auf der welt. sein gegenüber lacht da nur den er hat die tollste gasheizung.
beim thema gasheizung kommt z.b auch immer als argument das die ja nur 8000 euro kostet. die anschlusskosten von 3.500 euro werden nicht genannt.
abschließend kann ich dir aus meiner sicht sagen das ich schon auch gerne eine bessere bzw gerne eine wärmepumpe hätte nur leider konnte ich mir das nicht leisten. so zahle ich das zur bauzeit nicht vorhandene geld für ne tolle heizung nun mit meiner jährlichen stromkostenrechnung.
gruß
PS: ich sehe auch den einsatz einer solaranlage, eines kamins oder einer photovoltaik anlage nicht als kosteneffiziend. bis ich z.b mehrkosten eines kamins von alles zusammen 4-5000 reingeheizt habe einige winter vergehen. das sehen kaminbesitzer natürlich anders. Smile das kommt ja noch das holz auch geld kostet.
so genug, ciao

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Michael R.

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Den letzten Beitrag von nicnac kann ich fast so unterschreiben.

Bei Holzheizung kommt es eben darauf an, ob ich den rm für 100,- kaufen muss, oder ob ich den kostenlos oder für 5,- bekomme. Sicherlich kostet das Holz machen auch Geld, nur hält sich das bei mir in Grenzen. Der Beitrag fürs Fitnessstudio wird dagegen eingespart. Very Happy

Bei mir im PH stand für mich die Alternative:

- Gas (Anschluß-, Verbrauchskosten und Zählergrundgebühr, Abhängigkeit von Konzernen)
- WP (Stromverbrauchskosten, 2. Zählergrundgebühr Abhängigkeit von Konzernen)
- Öl kam von vornherein nicht in Frage
- Holzpellet ( Abhängigkeit von "Konzernen" - wird sicher bald zu Zusammenschlüßen und Aufkäufe kommen wenn der Markt groß genug)
- Scheitholz (für mich ideal da Holz ganz- oder teilweise von Arbeit kostenlos bzw. spottbillig)

Die Verbrennung von Holz ist noch zusätzlich CO2-neutral, daher habe ich mich für den Kaminofen entschieden.

_________________
Gruß Michael

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RobertB

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Hallo Tyrant,

wir wohnen nun seit vier Monaten in einem KfW 40 Haus (Holzständerbau, 165 m²). Deine Kalkulation von + 40 k€ für KfW 40 gegenüber "ENEV" kann ich durchaus nachvollziehen, wenngleich ich es für etwas pessimistisch halte. Wenn ich die Rechnung aller Maßnahmen aufmache, die wir zum Erreichen von KfW 40 vornehmen mussten, komme ich auf folgendes:

1. Gegenüber Standard +6 cm gedämmte Wände (schwer zu beziffern, weil im Festpreis enthalten, geschätzt + 2 k€)
2. Überdachdämmung (d.h. extra Dämmschicht unter den Dachziegeln) (schwer zu beziffern, im Festpreis enthalten, geschätzt +1,5 k€)
3. Perimeterdämmung der Bodenplatte (ca. 2,8 k€)
4. 3-fach-Fenster (ca. + 1,8 k€)
5. Brennwertgastherme (im Standard enthalten, kein Aufpreis)
6. Fußbodenheizung (+ 3,5 k€)
7. Solaranlage 12 m² zur Heizungsunterstützung (+ 8 k€)
8. Pufferspeicher 850 l (+ 3 k€)
9. Kontrollierte Wohnraumlüftung (+ 6 k€)
10. Kaminofen mit Wassertasche (+ 6 k€)
11. Schornstein für Kaminofen (+ 2k€)

Summasumarum sind das etwa 35 k€, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Dagegen steht eine

- Förderung Solar von der Bafa, ca. 2 k€
- Förderung Wohnraumlüftung vom Land NRW, 1 k€
- zinsgünstiger Kredit von der KfW, ca. 2,5 k€ (nur der nicht für die Energiespartechnik genutzte Teil ist ja eine echte Ersparnis, den Rest "verballert" man ja für die Technik)

Bleiben also knapp 30 k€ (auf den Zinsdienst gehe ich jetzt mal nicht ein), die erst einmal durch Ersparnisse zu erwirtschaften wären.

Um es vorweg zu sagen: Auf Basis heutiger Energiepreise ist das nicht zu leisten. Unser Gesamtverbrauch beträgt jetzt im Jahr geschätzte 7.000 kWh (realistische Zahlen hab ich erst im Frühjahr), das kostet ca. 750 € (was übrigens schon ca. 400 € weniger als in unserer Mietwohnung mit 110 m² ist). Doppelter Verbrauch 14.000 kWh wegen schlechterer Standarddämmung und weniger Technik (Brennwerttherme mit Radiatorheizung, WW-Boiler) wäre also 1.500 €.

Um also 30 k€ zu sparen, müsste ich 40 Jahre warten. Bis dahin ist die Technik längst Schrott und muss ersetzt werden. Wenn man aber Energiepreissteigerungen der letzten Jahre mit einrechnet (ca. 10-15 % pro Jahr), amortisiert sich das Ganze so nach etwa 15 Jahren. Aber aufgepasst: Es muss auch bei den Steigerungen Jahr für Jahr bleiben. Sollten wir jetzt wieder in einen jahrelangen Preisverfall oder Preiskonstanz kommen, kippt meine Rechnung natürlich.

Was bleibt in jedem Fall:

- Komfortgewinn durch die Fußbodenheizung, keine kalten Füße mehr!
- Wärmepumpe ist problemlos nachrüstbar, wenn man gerne mit Strom heizt (tu ich nicht, daher Gas+Solar+Holz)
- Variante Scheitholzvergaser oder Pelletkessel kann ohne großen Aufwand verwirklicht werden (wenn Gas unbezahlbar würde)
- Kaminofen ist mit kalkuliert und ergibt ein behagliches Gefühl, wenn man abends das Ding anfeuert
- Lüftungsanlage ist ein erheblicher Komfortgewinn, da man sich quasi nicht mehr um das Lüften kümmern muss. Keine Fenster mehr, die offen stehen bleiben.
- Überdachdämmung wirkt im Sommer als hervorragender Wärmeschutz in den Räumen im DG!
- Heizungsanlage ist prima regel- und steuerbar
- Gastherme springt wegen des Pufferspeichers nur ein- bis zwei mal pro Tag an, das sollte Wartungskosten sparen
- Warmwasser wird durch Wärmetauscher immer frisch bereitet
- Im Sommer kein Betrieb der Heizung wg. Solar
- Wegen Kochens mit Gas (möglich wegen Gasanschluss) entfällt Stromverschwendung dafür
- Ruhiges Gefühl, der Gas- und Strommaffia nicht schutzlos ausgeliefert zu sein
- Gutes Gefühl, unserem Planeten etwas Gutes zu tun und mit der Ressource Energie schonend umgegangen zu sein.

Problematisch war im Nachhinein, dass es nur wenig Optimierung bei der Berechnung gegeben hat. Man hätte mit dem Energieberechner eine Sitzung gebraucht, in der man verschiedene Kombis mal durchrechnet, um zu sehen, was welche Maßnahme im Bezug auf KfW 40 bringt. Das Marketing bzgl. der Maßnahmen hat aber der Bauträger und die Heizungsfirma gemacht, der Energieberechner hat nur noch zwei oder drei Alternativen berechnet.

Schade auch, dass wir mit dem (durchaus für Innovation aufgeschlossenen) Bauträger letztlich nur ein "konventionelles" Haus bauen konnten und kein "echtes" "optimiertes" Solarhaus, z.B. mit 70 m² Kollektoren und Riesenpufferspeicher. Das müsste heute Standard sein und würde über die Stückzahlen auch preiswerter. Teuer wird nur, wenn jedes Sparextra wie bei uns scheibchenweise mit 2 bis 8 k€ zusätzlich zu bezahlen ist. Das einzige Angebot zur Verbilligung der Heiztechnik war (wie ich fand ökologisch indiskutabel) eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die ich bei einem Referenzkunden besichtigt habe.

Man muss aber bei diesen Berechnungen auch mal die Kirche mitten im Dorf lassen. Wenn man es sich leisten kann, gibt man im Vorfeld auch schnell 30 k€ mehr für die Grundstückslage aus oder man investiert genau diese Summe in einen Keller, den man mit Plunder vollstellt. Da fragt man sich ja auch nicht, ob es sich "rechnet". Jemand der sich einen Daimler kauft, rechnet auch nicht nach, ob ein VW ihn billiger an seinen Arbeitsplatz brächte.

Unter dem Strich kann ich also jeden verstehen, der KfW 60 als das Ende der Fahnenstange sieht und nicht mehr ausgeben will. Selbst "nur" den Standard zu nehmen, ist nicht verwerflich und absolut nachvollziehbar.

In dem Sinne wünsche ich frohes Heizen
Robert

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GMil

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Bei neuen Häusern kann ich nicht mitreden, würde aber wenigstens vermuten bzw. hoffen, daß sich eine Dämmung "irgendwie" rechnet.

Bei Bestandshäusern tut sie es jedenfalls eher nicht, speziell dann nicht, wenn man zusätzlich eine moderne Heizung verbaut!

Ich habe mir für meine Hütte einen E-Paß machen lassen und dann die Einsparungen für bestimmte fiktive Maßnahmen errechnen lassen (Fassadendämmung, neue Fenster, Kellerdecke). Die Kosten dafür würden in Summe ca. 45 k€ ausmachen (Fassade ca. 25 k€, Fenster ca. 15 k€ und Kellerdecke ca. 3.500 €); die Einsparungen lägen in Summe bei ca. 50 - 60 % der Heizkosten.

Diese Heizkosten lägen bei meiner alten Ölheizung mit 2500 - 2700 l Jahresmittel der letzten Jahre bei 2.200 € (Preisstand Anfang 09/2008). 60 % entsprächen also gut 1.300 €. Bei gleichbleibenden Randbedingungen und ohne Zinsen ergäbe sich eine Amortisationszeit von 34 Jahren.

Jetzt habe ich in 09/2007 gut 15 k€ für eine L/W-WP ausgegeben. Die hat mir im 1. Jahr ziemlich genau 1.000 € eingespart (daher der Ölpreisvergleich von 09/2008). Bei gleicher Rechnung amortisiert sie sich also in 15 Jahren! Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß ich sowieso Ersatz für den 20 Jahre alten Öler benötigt hätte. Eine neue Ölheizung war mit ca. 8 k€ veranschlagt, der Aufpreis der WP hätte somit nur 7 k€ betragen und die Amortisationszeit ist real noch deutlich kürzer.

Aber jetzt wird jede weitere Dämmung natürlich in ihrem Ertrag an den niedrigeren Heizkosten der WP zu messen sein, und da "geht" dann gar nix mehr: 60 % von jetzt 1.200 € Heizkosten (1.300 € Stromkosten minus 100 € für Kamin und Messung) wären nur noch 720 €, aber die Fixkosten der Dämmung würden natürlich bleiben. Schon hätte ich 62,5 Jahre Amortisationszeit. So lange halten weder Fenster noch Verputz.

_________________
Gruß

Gerhard

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Michael R.

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@RobertB

Zitat:
1. Gegenüber Standard +6 cm gedämmte Wände (schwer zu beziffern, weil im Festpreis enthalten, geschätzt + 2 k€)
2. Überdachdämmung (d.h. extra Dämmschicht unter den Dachziegeln) (schwer zu beziffern, im Festpreis enthalten, geschätzt +1,5 k€)
3. Perimeterdämmung der Bodenplatte (ca. 2,8 k€)
4. 3-fach-Fenster (ca. + 1,8 k€)
5. Brennwertgastherme (im Standard enthalten, kein Aufpreis)
6. Fußbodenheizung (+ 3,5 k€)
7. Solaranlage 12 m² zur Heizungsunterstützung (+ 8 k€)
8. Pufferspeicher 850 l (+ 3 k€)
9. Kontrollierte Wohnraumlüftung (+ 6 k€)
10. Kaminofen mit Wassertasche (+ 6 k€)
11. Schornstein für Kaminofen (+ 2k€)


Nun zieh mal die Dinge raus, die für ein KfW40 Haus nicht unbedingt erforderlich wären und nur wegen Behaglichkeit eingebaut wurden.

zB. FBH, Kaminofen und Schornstein sind schon 11,5k € weniger.

Ich bin auch kein Freund von Wärmepumpen, aber für den Preis von Brennwerttherme, Solar und Puffer gibts auch schon WP`s. Also ein KfW40 muss nicht 40K teurer sein.

_________________
Gruß Michael

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RobertB

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Hallo Michael R.,

Zitat:

Nun zieh mal die Dinge raus, die für ein KfW40 Haus nicht unbedingt erforderlich wären und nur wegen Behaglichkeit eingebaut wurden.


Genau da lag das Problem: Anhand der Wärmeberechnung herauszufinden, was zwingend für KfW 40 benötigt wird und was ggf. entbehrlich oder später nachrüstbar ist. Die komplizierten Berechnungen konnte ich trotz guter physikalischer Vorbildung nicht nachvollziehen, geschweige denn optimieren. Da hätte ich mich wochenlang hinein vertiefen und Fachliteratur wälzen müssen.

Da gab es also eine erhebliche Beratungslücke, die unser Bauträger nicht geschlossen hat. Irgendwie auch verständlich, wenn ich mit Wärmedämmung oder Heizungstechnik mein Geld verdiene.

Ein eigener Wärmeberechner oder Architekt wäre wohl die Lösung gewesen. Den haben wir uns dann aber nicht geleistet. Damit haben wir dann am Ende noch das eingespart, was uns die Technik vielleicht zu viel gekostet hat Wink

Grüße
Robert

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Thomas Heufers

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RobertB hat Folgendes geschrieben:
Genau da lag das Problem: Anhand der Wärmeberechnung herauszufinden, was zwingend für KfW 40 benötigt wird und was ggf. entbehrlich oder später nachrüstbar ist. ....
Ich habe diesen Zusammenhang 'mal in einem Pressetext auf den Punkt gebracht. Siehe unter folgendem Link http://energie-effizientes-hau...rhaeuser-und-Passivhaeuser.pdf
Man kann es aber auch in einem Satz auf den Punkt bringen. Richtig und gut gedämmt, es muss nicht unbedingt KfW 40 heißen, ist die Frage der Heizungstechnik einfacher zu lösen, die Investitionskosten für die Heizungstechnik und die Heizkosten sind dann letzlich so oder so niedrig.

Gruß

Thomas Heufers

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ariba

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Hola,

muss nun hier auch noch meinen Senf dazugeben.
Wir haben 1994 ein Niedrigenergiehaus gebaut. Wohnfläche ca 135qm in Holzständerbauweise, mit gemauertem Ziegelkeller 36cm Wände. Das ganze Haus mit Naturmaterialen gebaut. Holzfussböden massiv 24mm, Terakottafliesen, Linoliumböden. Massive Zimmertüren. Dänische Fenster nach aussen öffnend.
Warmwassersolaranlage. Zisternenanlage 10.000Liter.
Nur ein Carport denn eine Garage für ein Auto ist zuviel Geld.

Die Kosten hiefür für das Haus waren damals 150.000€, allerdings viel Eigenleistung.
Bin froh dass ich so gebaut habe, denn als wir das Haus 12 Jahre später verkauft habe, war es innerhalb 2 Wochen verkauft da es einen sehr niedrigen Unterhalt verlangt.

Wenn ich sehe wie lange konventionelle Häuser auf dem Markt angeboten werden, ein sehr grosser Vorteil.
Denn Energie wird sicher nicht billiger.

Adios aus dem sonnigen Mallorca
juergen

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Thomas Heufers

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Der Marktwert einer Immobilie hängt nicht nur von der Lage des Objekts ab.
Die energiesparende und dauerhafte Bauausführung, eine benutzerfreundliche Ausstattung des Wohn- und Büroobjektes sind zukünftig die wichtigsten Eigenschaften für den Preis einer Immobilie.
Positive Effekte sind verbessertes Wohnklima, wohltemperierte Räumlichkeiten, verlängerte Lebensdauer der eingesetzten Komponenten und geringe Wartungs- und Betriebskosten.

@ Juergen - Dein Beispiel offenbart diesen Zusammenhang!

Gruß

Thomas Heufers

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