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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
hansi01
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Beitragvon hansi01 » 19.10.2008 20:20 Uhr

Hallo,

trotz viel lesen und stöbern auf dieser Seite habe ich mit meiner FBH immer immer noch viele Probleme und Fragen.

Wir haben vor 10 Jahren gebaut und die Heizung ist mein Sorgenkind.
Wir haben unten FBH und oben wie viele andere Radiatoren. Damals wurde nur 1 zentrale Steuerung für den unteren Stock gemacht und als wir uns vor 3 Jahren einen Specksteinofen gekauft haben, führte dies natürlich dazu, das alle Räume kalt waren, da das Thermostat wegen des Ofens die Heizung runterfuhr. Voriges Jahr haben wir uns dann Einzelraumthermostate per Funk angeschafft (von der Firma Watt). Aber trotzdem werden die Räume nicht richtig warm und ich weiß nicht, was alles vielleicht verstellt oder falsch eingestellt ist. Stellt man an den Funkthermostaten die Temperatur nur um 1 Grad nach oben, werden die Fliesen auch gelegentlich warm, z.B. von 21 auf 22 Grad

Die Heizung ist von der Firma Körting mit 300L "Solarspeicher", allerdings haben wir noch kein Solar( warum, da es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt und wir nicht wissen, ob oder ob nicht und nur WW oder auch Heizungsunterstützung)

Da ich keinen Ansprechpartner mehr für die Heizung habe, sprach ich einen Heizungsbauer an und dieser schaute sich die Heizung an.
Es wurde eine kleinere Düse ( 40 / 80 Grad Sprühwinkel) eingebaut und mit knapp 13 Bar Druck soll die Heizung nun ca. 16-17 KW haben.


Er hat mir auch geraten , meine Heizungspumpe gegen eine elektronische zu tauschen. meine hat 3 Stufen mit 45,65 und 80 Watt und dies elektr. hätten 5-20 Watt. Eine solche kostet von Grundfos ca.200€. Wäre eine solche Investition nicht sinnvoll, da die Pumpe ja doch oft läuft, wenn auch nur meistens auf Stufe 1.

In meinem Verteiler gibt es keine Durchflußmesser und meines Wissens wurde auch keine Abgleich gemacht. Er hat gefragt, ob ich weiß, wieviel Meter Rohre in der FBH verlegt wurden, allerdings wurde dies nie vermerkt oder notiert. Ich habe nun auf Bildern versucht, die einzelnen Kreise ungefähr auszumessen, um einen Anhaltspunkt zu haben.

1. Kann man eine solchen Abgleich auch ohne Durchflußmesser machen oder geht dies nicht ohne.
2. Auf den Bildern habe ich gesehen, das zwischen den Rohren oft fast ca. 20 cm Abstand ist, könnte dies ein Grund sein, das die Fliesen nicht richtig warem werden. In einigen Räumen ist der Abstand etwas enger, aber in den großen doch heftig.
Wäre dieser große Abstand nicht auch schlecht, wenn ich Solar mit Heizungsunterstützung haben möchte, da somit da doch viele Stellen im Estrich nicht richtig warm werden und eine niedrige Vorlauftemperatur dann nicht ausreicht. ( mal als Laie ausgedrückt)

2. Mein Schwager hat nun neu gebaut und heute habe ich gesehen, das er bei der FBH ein Niveau ( Heizkennlinie) von 1,4 ab Werk eingestellt hat.

In meiner Beschreibung steht, das als Werkseinstellung 1,0 eingestellt ist.
Bei mir ist allerdings 0,6 eingestellt und bei den Radiatoren 1,5.
Was sind denn "praxisnahe" Werte für die FBH?

Könnte dies auch ein Grund sein, das wir solche Probleme mit der Heizung haben.

Leider habe ich gemerkt,das es Körting nicht mehr gibt, wurde von Brötje gekauft, es keine Ansprechpartner mehr für die richtige Einstellung der Regelung gibt. Anrufe bei einigen haben dies ergeben.

Kennt sich hier jemand mit diesen Regelungen aus (KBM 23B)

Ich habe zwar die Programmierung, aber kann nicht alles richtig deuten. leider mein Heizungsfachmann auch nicht.

Falles sich jemand fragt, die Heizung wurde damals von einem Bekannten ( war allerdings auch früher Heizungsbauer) gebaut und ist leider nicht mehr verfügbar. Nachher ist man immer schlauer, ich weiß.


Würde mich sehr auf einige gute Tipps oder Antworten freuen.

Grüße aus dem schönen Saarland



Da es jetzt wieder auf den Winter zugeht, wären hier alle für eine gute Heizung mehr als glücklich.

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Beitragvon machtnix » 19.10.2008 21:09 Uhr

Na klasse.Toller bekannter!

Okay,versuchen wir es mal.

Der Abstand der FBH Rohre ist natürlich viel zu groß.Du mußt wahrscheinlich mit 45°C Vorlauftemperaturen reinfahren damit es überhaupt warm wird.

Ich hoffe zumindest das du wenigstens zwei Heizkreise hast.
Die Heizkurve bei FBH liegt ca. bei 0,8 und bei Heizkörpern bei 1,2-1,5.

Ich würde komplett ohne Thermostate die Heizung betreiben.Im Klartext die Funkthermostate sind für die Katz.
Den ganzen Mumpitz raus,Stellmotoren runter und einen vernünftigen hydraulischen Abgleich machen.
Das kannst du am besten selber machen.Kaufe dir ein Differenztemperaturmeßgerät z.B. Testo 922 oder ähnliches.
Alle Heizkreise komplett aufmachen und messen,dann jeden einzelnen auf seine bestimmte Vor-und Rücklauftemperatur einstellen,so das es aber immer noch angenehm warm empfunden wird.
Das ist eine langwierige Arbeit die sich über Wochen hinwegziehen kann,die sich aber lohnt zu machen.
Am Ende alles so lassen und du hast eine optimal eingestellte Heizung.

www.hydraulischer-abgleich.de
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Beitragvon hansi01 » 20.10.2008 06:58 Uhr

Hallo,

danke erstmals für die schnelle Antwort.

Wir haben übrigens 8 Kreise.
1 x Bad
2 x Flur
1 x KZ
1 x Küche
1 x EZ
2 x WZ

Grüße
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Beitragvon hansi01 » 20.10.2008 07:08 Uhr

Hallo,

noch vergessen.

Was könnte ich mit einem solchen Differenztemperaturmeßgerät bewirken.

Obwohl die FBH so eingestellt ist, das sie um 04:00 Uhr starten soll, sind die Fliesen wieder kalt heute morgen. Die Zeit von 04:00 - 07:00 reicht wohl nicht aus.

Grüße
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Beitragvon machtnix » 20.10.2008 07:54 Uhr

Die Fliesen sind immer kalt bei einer FBH.
Der Mensch hat eine Körpertemperatur von 38°C und die Bodenoberfläche sollte allerhöchstens 29°C haben.
Die Fliesen sind also immer kalt vom wärmeempfinden her.

Mit dem Meßgerät kannst du die Vor-und Rücklauftemperaturen kontrollieren und einstellen.
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.10.2008 08:07 Uhr

hansi01 hat geschrieben:...mit 300L "Solarspeicher", allerdings haben wir noch kein Solar( warum, da es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt und wir nicht wissen, ob oder ob nicht und nur WW oder auch Heizungsunterstützung)...

In unseren Breitengraden sind die Ausgangsbedingungen für Warmwassersolaranlagen und Kombisolaranlagen (Heizung und Warmwasser) in der unten stehenden Grafik abzulesen.

[img]http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Solarer-Deckungsanteil-WW-zu-Kombi-ST.gif[/img]

Interessant sind hierbei die Wärmegestehungskosten (ct/kWh). In einem 5-Personen-Haushalt liegen sie bei einer Kombi-Solaranlage wesentlich höher als bei einer reinen Warmwasser-Solaranlage.

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 21.10.2008 07:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon hansi01 » 20.10.2008 21:47 Uhr

Hallo,

heißt dies nun, eine Fußbodenunterstützung rechnet sich oder rechnet sich eher nicht. Für eine FB-Unterstützung muß ich ja doch so 8000-10.000€ ausgeben.

Hat noch jemand eine Tipp wegen des hydraulischen Abgleiches.

Was ist mit dem Austausch der Pumpe, wäre dies ok?
Hat jemand schon Erfahrungen damit?

Grüße
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.10.2008 07:57 Uhr

Fußbodenheizung ist aus heutiger Sicht der bessere technische Standard, der Mehrpreis im Neubau dürfte bei 20 - 30 % gegenüber Niedertemperatur-Heizkörpern liegen. Auf lange Sicht sind Flächenheizungen die energiesparendere Alternative und amortisieren den Mehrpreis. Sie bieten ein angenehmeres Raumklima (bei einem Vorlauf 28 - 33° Celsius). Auf Grund der niedrigen Vorlauftemperatur gibt auch keine negativen Einflüsse, wie beispielsweise Wärmestau im Fußbereich.

- Hydraulischer Abgleich ist sehr zu empfehlen.
- Moderne Umwälzpumpen sparen viel Energie, auch hier ist ein Austausch empfehlenswert.

http://www.hydraulischer-abgleich.de/deu/1_/80_/96_.html?robot=norobot
- In der Bedienungsanleitung ist die Einstellung der Heizkurve und des Fußpunktes beschrieben. Führe diese Einstellungen über einen längeren Zeitraum aus und beobachte anschließend das Heizverhalten. Auf diese Weise kannst Du schon 'mal in Eigenregie das Heizverhalten optimieren.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon hansi01 » 21.10.2008 21:05 Uhr

Hallo,

danke für die Tipps.

Kann ich dort wo die Stellmotoren aufgeschraubt sind, die einzelnen Kreise voll aufdrehen oder wo muss dies gemacht werden?

Wie funktioniert dies mit dem Differenzmeßgerät im einzelnen?

Würde es vielleicht Sinn machen, die FBH ohne Nachtabsenkung laufen zu lassen. Die Aufheizung morgens kostet doch bestimmt viel Energie.

Gibt es hier im Forum ein Dokument über eine einfache Vorgehensweise für den hydraulischen Abgleich?


Grüße und hoffentlich noch viele Anregungen?

Danke im Voraus
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Beitragvon machtnix » 21.10.2008 21:50 Uhr

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