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carl1856
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Beitragvon carl1856 » 17.10.2008 13:12 Uhr

Hallo,

wir bauen neu und haben uns für eine Solewärmepumpe entschieden. Da wir keine Fachleute sind, müssen wir uns auf die Handwerker verlassen. Lieber verlasse ich mich aber auf die breite Meinung und ein paar Tips von euch.

Gebaut wird KFW 40 Standart mit 3-fach Verglasung, entsprechender Dämmung und Keller (auch gedämmt).

WF 220 m³ plus Keller. Alles mit Fussbodenheizung. Standort Norddeutschland.

2 Handwerker sind in der engeren Wahl und bieten folgendes an:

1.Junkers Erdwärmepume STE 90 mit 9,1 KW, Zuheizer 3 - 9 kW, Speicher Sw 290, Bohrung für 2 x 73 Meter, ohne Pufferspeicher, da alles über Fussbodenheizung (lt. Handwerker O.K.),

2. Vaillant VWS geoTherm 1200x600x650 mit 13,8 KW, Leistungsaufnahme 3,2 kw, Leistungszahl 4,3, Elektrozusatzheizung 6 KWWarmwasserspeicher geostar Vih300 RW 285 Liter Tiefenbohrung 3 x 80 Meter.

Für mich stellt sich die Frage: Welche nehmen ? Skeptisch bin ich, da für das gleiche Haus große Unterschiede angeboten werden: 146 Meter zu 240 Meter Tiefenbohrung, Heizleistung 13,8 kW zu 9,1 KW usw.

Hílfe !! Bitte helfen Danke

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.10.2008 13:46 Uhr

Kannst Du bitte etwas über den Wärmebedarf sagen?
Kommt eine Lüftungsanlage zum Einsatz?
Wie sind die U-Werte der Gebäudehülle (außenliegende Bauteile wie Bodenplatte, Wand, Dach etc.)?

Wenn alles sehr gut gedämmt ist, dann kann ja auch eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen.

Gut gedämmt ist das A und O, somit hat man den unnötigen Energieverbrauch von vornherein ausgeschlossen.
Mehrwert des Objekts durch zukunftsorientiertes Bauen, langfristig niedrige Kosten, höhere Tilgungsfähigkeit.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 20.10.2008 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon carl1856 » 17.10.2008 13:56 Uhr

Leider habe ich die Unterlagen nicht hier im Büro. Dennoch wollte ich mich eigentlich heute entscheiden.

Der Energieberater hat mal einen Wert von 10,8 kw errechnet.

Die U-Werte kann ich auch nicht mitteilen (siehe Unterlagen nicht hier), aber es ist halt ein Neubau auf Basis KFW 40 mit wirlich überall optimaler Dämmung. Ich habe schon die Befürchtung, dass wir uns zu Tode dämmen und nacher mit Schimmel kämpfen müssen.

Luft / Wasser-Wärmepume ist nicht geplant. Abgesehen dass diverse Handwerker und der Architekt davon abgeraten haben, gibt´s hier auch keinen, der sich mit dieser Art der Technik auskennt.

Mir würde es schon helfen, wenn zu den beiden Anlagen / den Tiefenbohrungen uws. Stellung genommen wird.

Es tut mir leid, dass ich keine detailierteren Angaben machen kann. Ich hoffe, Ihr könnt trotzdem helfen.

Danke
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.10.2008 14:23 Uhr

Der Energieberater in Ehren. Du solltest dir über einen Fachhandwerker eine seriöse Heizlastberechnung nach DIN erstellen lassen.

Nichts ist so uneilig wie die Entscheidung für ein Haus.
Lass Dir bitte Zeit und prüfe die Unterlagen in aller Ruhe. Es ist besser so!
Wenn die Tinte trocken ist, ist die Entscheidung i.d.R. nicht mehr umkehrbar.

Mein Tipp: Bauenergieberatung bei einer Verbraucherzentrale!

http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Starke Dämmung ist in erster Linie der Garant für langfristig niedrige Energiekosten. Im Wärmeschutznachweis ist Konstruktionsschutz unter dem Thema Taupunkt abgehandelt. Liegt der Taupunkt außerhalb der Konstruktion ist man auf der sicheren Seite. Alles andere führt in der Praxis zu Problemen.
Schimmelbildung sollte in modernen Bauweisen nach DIN und bei sachgemäßer Nutzung überhaupt kein Problem sein.
Schimmel bildet sich, wenn warme feuchte Innenluft an einer ungedämmten kalten Außenwand oder an einer Kältebrücke (Wärmebrücke) seine Feuchtigkeit abgeben kann. Wärmebrückenfreie, hoch wärmegedämmte Gebäude neigen also nicht dazu. Bestenfalls setzt man eine energiesparende, effiziente Lüftungsanlage ein.

Erfahrungen mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe sind unter folgendem Link nachzulesen.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 17.10.2008 14:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon carl1856 » 17.10.2008 14:33 Uhr

O.K., aber dennoch, bitte eine kurze Stellungnahme zu den Pumpen etc. Danke
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Beitragvon kältebauer » 17.10.2008 19:19 Uhr

Hallo

Um dir die Entscheidung noch schwerer zu machen, :? ich würde keine von beiden nehmen, allein aus dem Grund das sie einen Heizstab eingebaut haben und es beides Wärmepumpen sind die nicht von einem Hersteller kommen der nur Wärmepumpen baut. Hab schon einiges negatives über diese Pumpen gehört.
Such dir jemanden der nur Wärmepumpen verbaut und der Referenzen nachweisen kann sonst Ärgerst du dich später schwarz wenn die Anlage nur Leistungszahlen von 3 oder so bringen.
Hör auf Thomas lass dir Zeit und überstürz nichts bauen tust du nur einmal und wenn erst alles steht ist es zu spät.

Gruss Dirk

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Beitragvon gergenerdwaerme » 18.10.2008 06:58 Uhr

Hallo Carl.
Etwas WICHTIGES kann nicht eilig sein, etwas EILIGES nicht wichtig. Uralter Spruch - der sich aber immer wieder bewahrheitet.
Zu Deinem Problem: ich kann Dir ebenfalls nur raten Dich weiter zu informieren. Warum keine DIREKTVERDAMPFER-WP womit Du die teuren Bohrungen einsparst? Fachbetriebe gibts in Norddeutschland - gib einfach mal die PLZ der Baustelle an damit ich Dir ggf. weiter helfen kann.
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Beitragvon roro » 18.10.2008 08:20 Uhr

Der Energieberater hat mal einen Wert von 10,8 kw errechnet.

Bitte nicht schon wieder ein schön gerechnetes KfW40 Haus.
Bei 220 qm sollte die Heizlast nicht mehr als 6-7 kW betragen.

Die U-Werte kann ich auch nicht mitteilen (siehe Unterlagen nicht hier), aber es ist halt ein Neubau auf Basis KFW 40 mit wirlich überall optimaler Dämmung.


Das kann ich mir bei dieser Heizlast nicht vorstellen.

Du hast eine Heizlast von fast 50 W/qm, was für einen Neubau selbst für KfW60 zu hoch wäre. Nur zum Vergleich: Mein KfW50-Haus hat eine Heizlast von 30W/qm, also irgendetwas stimmt hier.

Vor allem: Jetzt nicht schnell entscheiden, bevor diese Ungereimtheiten nicht geklärt sind.

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