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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Welche Heizung für Haus aus den 70ern?

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Folgendes Problem:
Das Haus meines Vaters, Bj. 1971 braucht eine neue Heizung.
Bislang wurde mit Öl geheizt, Verbrauch etwa 2100 Liter/Jahr, nur von einer Person bewohnt. Brenner wurde 1991 erneuert. Neue Fenster gab es 1995 und das Dach ist gedämmt. Die Wände nicht.
Jeder Heizungsbauer rät zu etwas anderem: Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz und Co.
Wir haben selbst etwa 1,5 ha Wald, sind aber nicht gut genug ausgerüstet, um das Holz in großen Mengen selber zu machen.
Welche Heizung sollen wir einbauen?
Ich tendiere momentan zu einer Öl-Brennwert-Heizung (geringster Aufwand, geringste Investitions-Kosten). Zusätzlich denke ich an einen Kaminofen zur Heizungsunterstützung, damit wir wenigstens etwas Holz nutzen können. Rentieren sich solche Öfen überhaupt?
Zusätzlich raten alle Heizungsbauer zu einer 16 qm großen Solaranlage zur Heizungsunterstützung. Dach Südwest, 45 Grad. Ich bin skeptisch, ob sich dieser Mehraufwand überhaupt rechnet, da das Haus ja nur von einer Person bewohnt wird.
Vielleicht hat jemand eine noch viel bessere und vor allem rentablere Idee????

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GMil
*****
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Zu den aufgezählten Heiztechniken käme heute durchaus noch die (Luft-) Wärmepumpe, hier in einer speziellen Ausführung für Bestandshäuser und Sanierungsfälle. Damit lassen sich bestehende Ölheizungen 1:1 ersetzen, wenn die Vorlauftemperatur nicht über etwa 55 - 60 °C liegen muß. Ob sich die in ihrer voraussichtlichen Lebensdauer rechnet, hängt vom Einzelfall ab (Beschaffungskosten, Stromtarif etc.), aber immerhin ist sie eine sehr "komfortable" Heizung: kein Holzschleppen, kein Geruch, kein Vorratsraum, keine Wartung, keine jährliche Überprüfung, keine Kaminkosten usw. Bequemer geht es eigentlich nicht; außer mit einer reinen Elektroheizung, und die rentiert sich deutlich schlechter.

Öl- / Gasheizungen würde ich heutzutage keinesfalls mehr einbauen, und die Solarthermie leistet zur Heizungsunterstützung in unseren Breiten keinen allzu großen Beitrag, speziell bei Hochtemperaturheizungen. Beim Brauchwasser liefe es besser, aber bei einer Person wird sich der Aufwand nicht lohnen. Zusammen mit einer WP rentiert sich übrigens so gut wie keine Ergänzungsheizung, weil die WP die Heiz-kWh so verbilligt, daß selbst die Solarthermie fürs Brauchwasser ihre Anschaffungskosten nicht merh reinholen kann.

_________________
Gruß

Gerhard

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Haben leider schlechte Erfahrungen mit einer Luft-Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung gemacht.
Diese wurde Mitte der 80er Jahre im Waschkeller unseres Hauses aufgestellt und war nicht einmal zwei Sommer in Betrieb, weil das Badewasser jedes Mal so kalt war, dass man davon Frostbeulen bekam.
Damals haben wir viel Geld zum Fenster rausgeschmissen. Diese Technik hat mich überhaupt nicht überzeugt. Außerdem ist man da ja wieder voll abhängig vom Strom.

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GMil
*****
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Die WPn zur Warmwassergewinnung im Keller konnten auch gar nicht funktionieren! Entweder das Wasser blieb kalt, oder der Keller wurde zum Eiskeller. Es gab und gibt nämlich kaum einen Heizkeller, der so viel Wärme beinhaltet, daß davon eine richtige Wärmepumpe auskömmlich leben kann!

Aktuelle Luft-Wasser-WPn für Heizzwecke, wie ich eine habe, benötigen pro Stunde bis 5.000.000 Liter Luft. Die hätten ein ganzes Haus in wenigen Minuten "leergesaugt" und abgekühlt, deshalb funktionieren sie auch nur mit Außenluft (da aber gut!). Meine Golden Energy z. B. werkelt seit über einem Jahr alleine vor meinem ungedämmten Haus und hat auch bei -14 °C genügend Wärme geliefert (und das ohne Heizstab!).

_________________
Gruß

Gerhard

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kältebauer
*****
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Hallo

Da muss ich GMil recht geben die beste und günstigste Variante ist da wohl eine Luft-Wasser Wärmepumpe Dakin-Mitsubischi usw............... einfach und zügig ohne grossen Aufwand zu installieren.

Gruss Dirk

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RuMoR
***
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Hallo, noch ne kleine anmerkung:
Die wp der 80er sind mit heutigen nichtmehr zu vergleichen.
Und hier nochmal: Baut euch keine ölheizungen mehr neu ein!
dann gehalt lieber den alten und bau wie von Gmil vorgeschlagen ne luft-wp ein und benutz den kessel nurnoch zu spitzenlastabdeckung.

Holz wäre natürlich gut weil dann an deinen heizkörpern nix gemacht werden müsste.

greetz rumor

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Hi ich habe kürzlich von Freunden eine neue Heiztechnick kennen gelernt die find ich richtig gut,vorallem weil es ganz einfach geht.Es sind Infrarothezungen
die sehen super aus und es ist sehr schnell Warm und die Speichern die Wärme im ganzen Raum.Ich schicke dir mal den link.www.kuschelwarm-gold.de
Smile Smile Smile

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roro
*****
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Zitat:
Es sind Infrarothezungen
die sehen super aus und es ist sehr schnell Warm und die Speichern die Wärme im ganzen Raum.


Richtig, und nach einem Jahr brauchst Du keine Heizung mehr, weil die Kosten Dich umgebracht haben. Infrarotheizungen haben sinnvolle Anwendungsgebiete. Die Behiezung eines EFH gehören nicht dazu.

_________________
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hartmut
***
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roro hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Es sind Infrarothezungen
die sehen super aus und es ist sehr schnell Warm und die Speichern die Wärme im ganzen Raum.


Richtig, und nach einem Jahr brauchst Du keine Heizung mehr, weil die Kosten Dich umgebracht haben. Infrarotheizungen haben sinnvolle Anwendungsgebiete. Die Behiezung eines EFH gehören nicht dazu.


Welche Anwendungsgebiete meinst Du und warum sollten die für ein EFH nicht taugen??????
Ich lese schon lange im Infrarottread mit und kann mich auch nicht so recht entscheiden;-(((((

_________________
Gruß
Hartmut

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roro
*****
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Infrarotheizung ist praktisch, wenn man selten benutzte Räume schnell auf einen für den Menschen angenehme Temperatur aufgeheizt werden soll (Säle, ...), aber man darf nie übersehen, wass es ist: Eine Stromheizung und dem enstprechend ist auch der Verbrauch. Durch den hohen Strahlunsganteil kann man zwar etwas einsparen, da ist aber der Tausch auf z.B. eine neuen effizenten Kessel deutlich besser.

Am besten ist es immer, die benötigte Wärme zu reduzieren.

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GMil
*****
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Ich sehe die IR-Heizung aus Verbrauchskostengründen auch eher als Zuheizung und weniger als alleinige Wärmequelle. Aber ich habe mir noch kein abschließendes Urteil gebildet, weil mein Redwell-Bild seine erste Wintersaison noch vor sich hat. Als Schnellheizer im Bad während der "wärmepumpenlosen" Zeit bewährt es sich jedenfalls prächtig!

Immerhin müßte man für eine reine IR-Heizung auch den günstigen WP-Tarif nutzen können, wenn man die Sperrzeiten toleriert. (Vertragstext: "jeder fest angeschlossene Verbraucher für Heizzwecke.......")

_________________
Gruß

Gerhard

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roro
*****
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Zitat:
Als Schnellheizer im Bad während der "wärmepumpenlosen" Zeit bewährt es sich jedenfalls prächtig!


Auch ein möglicher Einsatzbereich, richtig.

Zitat:
Immerhin müßte man für eine reine IR-Heizung auch den günstigen WP-Tarif nutzen können, wenn man die Sperrzeiten toleriert.


Selbst dann ist ein sinnvoller Betrieb als alleinige Heizung nicht möglich.

BTW: GMIL, wie viel kW-Infrarotfläche hast Du installiert und wie groß war Dein bisheriger Verbrauch damit?

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kältebauer
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Hallo

Was kosten die Dinger überhaupt??

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GMil
*****
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@roro: ich habe bisher nur einen bescheidenen 600 W IR-HK installiert (von Redwell, in Bildform, ca. 100 x 60 cm). Der Verbrauch bewegt sich bislang geschätzt unter 10 kWh, weil das Ding seit seiner Installation vor 2 Monaten nur meine Frau verwöhnt, die in unregelmäßigen Abständen um 4 Uhr morgens zur Arbeit muß. Da ruht die Wärmepumpe noch, solange es nicht kalt genug fürs nächtliche Durchheizen aller Räume ist. In den Übergangszeiten, in denen die WP nur fürs Bad laufen wird, wird der Einsatz deutlich höher liegen, aber diese Übergangszeit fiel im aktuellen Herbst irgendwie aus..... Rolling Eyes

Bei diesen Gelegenheiten läuft der Strahler eine gute Stunde, wobei er von seinem Funkthermostaten geregelt wird (kein Dauerlauf).

Inzwischen kann ich den Dunkelstrahler-Effekt bestätigen, der dem nackten Menschen schon nach 10 Minuten "Vorheizen" bei noch relativ niedrigen Raumtemperaturen (ab etwa 18 °C) ein angenehmes Gefühl vermittelt.

Das Redwell-Produkt ist m.E. sehr robust und wertig verarbeitet und natürlich fürs Bad zugelassen (IP 65). Durch die Ausführung als Ölgemälde-Fake ist es auch optisch recht ansprechend.

@Kältebauer: Kosten sind bekanntlich relativ, aber für das Ding habe ich immerhin 1.000 € löhnen müssen.

_________________
Gruß

Gerhard

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villagegirl hat Folgendes geschrieben:
....Verbrauch etwa 2100 Liter/Jahr, nur von einer Person bewohnt. Brenner wurde 1991 erneuert. Neue Fenster gab es 1995 und das Dach ist gedämmt. Die Wände nicht......
Grundsätzlich würde ich auch weitere Möglichkeiten zur Energieinsparung überprüfen. Vielleicht helfen dir fürs erste die folgenden Broschüren.

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/BINE%20-%20Altbauten%20effizient%20sanieren.pdf

BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/BINE%20-%20Altbau%20-%20Fit%20fuer%20die%20Zukunft.pdf

Auf jeden Fall immer eine Energieberatung machen. In der Verbraucherzentrale kostet so etwas 5 €. Als nächstes kann man eine Beratung vor Ort anvisieren. Die einzelnen Schritte wird Dir der Mitarbeiter in der Verbraucherzentrale erläutern.

villagegirl hat Folgendes geschrieben:
....Wir haben selbst etwa 1,5 ha Wald, sind aber nicht gut genug ausgerüstet, um das Holz in großen Mengen selber zu machen. Welche Heizung sollen wir einbauen?
Ich tendiere momentan zu einer Öl-Brennwert-Heizung (geringster Aufwand, geringste Investitions-Kosten). Zusätzlich denke ich an einen Kaminofen zur Heizungsunterstützung, damit wir wenigstens etwas Holz nutzen können. Rentieren sich solche Öfen überhaupt?
Auf jeden Fall sollte in Deinem Fall die ausschließliche Wärmeversorgung mit Holz angestrebt werden. Selbst wenn Du jemanden beauftragst, das Holz aufzubereiten, werden die Kosten sehr, sehr niedrig bleiben. Ein Holzscheitofen oder Holzvergaserkessel mit Wasserschleife und Pufferspeicher ist die Alternative. In dem Zuge kann die Steuerung verfeinert werden und die Hydraulik des Systems optimiert werden, was auch ohne großen Aufwand zu Einsparungen führt.
villagegirl hat Folgendes geschrieben:
Zusätzlich raten alle Heizungsbauer zu einer 16 qm großen Solaranlage zur Heizungsunterstützung. Dach Südwest, 45 Grad. Ich bin skeptisch, ob sich dieser Mehraufwand überhaupt rechnet, da das Haus ja nur von einer Person bewohnt wird.

Folgende Grafik zeigt den Deckungsanteil von solarer Warmwsasserversorgung und Heizungsunterstützung.



Für ein Mehrpersonen-Haushalt würde ich zumindest eine Warmwasser-Solaranlage empfehlen. Bei einem 1-Personen-Haushalt eher einen modernen Durchlauferhitzer mit stromsparender Standbyfunktion.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
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05231-569596 + 0177-1648721
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