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Franky71
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Beitragvon Franky71 » 30.08.2008 08:26 Uhr

Hallo,

auf der letzten Eigentümerversammlung unseres MFH habe ich im Zusammenhang Energie(s)pass das Thema "Dachboden-boden isolieren" angeschnitten. Das Thema wurde erstmal vertagt, da die rechtliche Lage aus Sicht der Hausverwaltung noch unklar ist, auch die Situation der Förderungen bei einem MFH.
Mir ist einleuchtend, dass es günstiger sein sollte, eine Isolierung auf dem Boden anzubringen als zwischen den Sparren, der Speicher ist nicht ausgebaut-lediglich Abstellraum. Es gibt derzeit überhaupt keine Isolierung, man sieht die Ziegel direkt. Doch wie ist das ganze letztlich preislich?
Oder konkret, was kostet es ungefähr ca 300m² Dachboden (-Boden) dämmen zu lassen, gehen wir mal von 16cm Dämmstärke aus. Ein Abdeckung mit Spanplatten müsste ja reichen, sodass das ganze begehbar bleibt.
Wir haben ein Gegenangebot mit Zwischensparrendämmung und bloower-door-test, was aber in meinen Augen total überzogen und teuer ist, so dass es nie umgesetzt werden wird.
Gruss&Danke
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hubert-nosmas
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Beitragvon hubert-nosmas » 01.09.2008 13:21 Uhr

Hallo Franky71,

vor einem Jahr habe ich bei mir den Dachboden zusätzlich mit 25 cm isoliert. Die Isolierung habe ich flach auf die bereits mit 18cm isolierte Holzdecke gelegt. Ich habe eine Fläche von 100 m². Die Kosten der Isolierung waren ca. 1200 €. Zusätzlich noch ca. 200 € für Holzstege, die ich über die Isolierung gebaut habe.

MfG
Hubert
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Beitragvon Franky71 » 01.09.2008 19:43 Uhr

Hallo hubert,

thanks für die Antwort, das klingt ja finanziell doch recht interessant-wie lange warst du da etwa zu Gange? Ich denke als einigermassen geschickter Laie kann man sowas ausführen?!?

Gruss

Franky
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Beitragvon hubert-nosmas » 02.09.2008 11:03 Uhr

Hallo Franky71,

ich glaube, ich habe 2 - 3 Tage benötigt. Die meiste Arbeit besteht wohl darin, den Dachboden aufzuräumen und die Isolierung heraufzutragen. Das Verlegen ist sehr einfach, da die Isolierung aufgerollt geliefert wird und nach dem Ausrollen sich erst dann auf die volle Dicke ausdehnt. Die Isolierung ist ca. 2,5 - 3,0 m lang und 1,2 m breit. Aufgerollt hat die Rolle eine Länge von 1,2 m und einen Durchmesser von ca. 0,6 m. Bei einem Mehrfamilienhaus, bei dem der Dachboden als Lagerraum genutzt wird, ist es natürlich sehr aufwändig, die Isolierung mit einem voll begehbaren Laufsteg abzudecken.

MfG
Hubert
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Beitragvon Jens der Heizer » 02.09.2008 22:02 Uhr

Hallo,

auf jeden Fall würde ich den Dachboden isolieren, wenn der Speicher nicht ausgebaut werden soll. Am Besten mit Holzlatten über Kreuz verlegen und Zellulose oder ähnliches verteilen.

Wichtig ist das dieses Dach dann belüftet ist, da jedes Dach irgendwann undicht wird und eindringender Schlagregen wieder trocknen muss.

Zudem kann man den Dachboden gut in Eigenleistung dämmen, bei der Zwischensparrendämmung oder Aufdachdämmung ist das schwerer.

Die billigste Art das Dach an sich zu dämmen ist die Zwischensparrendämmung, indem einfach Glaswollwürfel eingedrückt werden. Heute entspricht das nicht mehr der Stand der Technik, denn auch hier haben Schlagregen und co. dazu geführt das die Dämmung durchfeuchtet wird. Also kam eine Dampfsperre von unten und eine diffusionsoffene Folie von oben drauf. Dabei wird auch das ganze Dachgebälck eingepackt, was aber eigentlich nicht sehr praktisch ist (Holz und Folie passen nicht sehr gut zusammen.

Wenn also der Speicher ausgebaut werden soll, dann ist eine Aufsparrendämmung das Beste, wenn nicht sollte man auf jedenfall den Speicherboden vorziehen!
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Beitragvon Eckesteher » 03.09.2008 07:17 Uhr

Hallo, ich bin gerade auch dabei meinen dachboden zu isolieren, wenn der dachboden wie bei mir nicht benutzt wird, denke ich, es ist die einfachste und efektivste art den boden zu isolierun. Bei der isolierung zwischen den sparren wird der dachraum auch mitgeheizt und an den giebelwänden verliert man auch energie. Für mich kommen zwei möglichkeiten in betracht.
1. Zwei Schichten Fassadendämmplatten WLG 40 50mm dick im Verbund gelegt. Darüber Spanplatten 19 mm dick zum begehen der Fläche.
Preis: ca 13 €/m2
oder
2. Dämmplatte mit aufgeleimter Spanplatt Plattengrösse 1250x1000xgesamtdicke 81; 101; 121mm.
Preis: ca 19 €/m2
Firma: unidek

zu 1.
Nachteil:
Mehr arbeit durch mehr arbeitsgänge und die spanplatte ist 2500x1200 schwirig auf den dachboden zu bekommen.
Vorteil:
Preis

zu 2.
Nachteil:
Preis
Vorteil:
Plattengrösse


kellyman
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Beitragvon kellyman » 06.09.2008 06:42 Uhr

Hallo Franky, habe bei uns auch den Dachboden isoliert, da unser 1-FH im Obergeschoß sehr schnell ausgekühlt ist. Unser Haus ist aus den Fünfzigern, ich hatte zwischen den (waagrechten) Balken auch 16 cm `Luft`. Da wir aber im OG ein Bad und zwei Schlafzimmer haben, also viel Wasserdampf, war ich sehr unsicher wegen der Dampfbremse, da man oft hört, daß durch falsche Isolierung das Dach verottet. (!)
Nun gut, eine Dampfbremse um die Balken legen ist eine üble Arbeit, daher habe ich am Ende Perlite verwendet. Das ist aufgeblähtes Gestein, sieht aus wie Catsan, ist aber leichter. Das Zeug ist unbrennbar, ungiftig (kann man kompostieren), und Feuchtigkeit wird nicht festgehalten.
Damals (2002) kostete der 100 Litersack 10 DM, es gibts im Baumarkt, (große Mengen vorbestellen) Staubschutzmaske mitkaufen, heimbringen, Bodenbelag abnehmen, hinschütten, abziehen, Bodenbelag wieder drauf, fertig. Am Übergang zur Dachschräge muß eine Sperre eingebaut werden, damit es nicht wegrieselt.
Letztes Jahr habe ich mal reingeschaut, alles ist trocken und ok.
Die WLG-Klasse ist glaube ich ca. 0,45, also nicht die Beste, aber eine unsachgemäß eingebaute Dampfbremse ist meiner Meinung schlimmer.
-- Ach so, der Unterschied war sofort bei der ersten Heizabsenkung spürbar ! Würde ich wieder so machen.
So, und letztes Jahr haben wir das Satteldach mit 25 cm Thermohanf isoliert, inkl. Sparrenaufdoppelung, eine Höllenarbeit....Perlite ist dagegen auch für engagierte Heimwerker zu verarbeiten, die Kosten sind gering, der Effekt ist spürbar.
Wie auch immer, ich wünsche euch viel Erfolg !

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