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Budersuperer
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Beitragvon Budersuperer » 24.08.2008 09:57 Uhr

Hallo Forum,

das Haus, um das es hier geht ist 94 gebaut und ein 2-Familienhaus, keine Fußbodenheizung. Im Keller steht ein Gaskessel von Viessmann (Rexola biferral RN) und ein 300 l Speicher. Für die beheizten ca. 230m2 + Warmwasserbereitung hat sich der Kessel letztes Jahr 2700m3 Gas gegönnt.

Ist es wirtschaftlich sinnvoll das Brauchwasser über Solarthermie zu heizen und rentierten sich die teuereren Röhrenkollektoren gegenüber den Flachkollektoren(Amortisation)? Oder ist es wegen der Verkalkung doch besser eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zu nehmen?


Auf lange Sicht will ich auf Holz umstellen, bin mir aber unschlüssig ob Holzvergaser- oder Pelletkessel? Oder am besten ein Kombikessel?

Wer hat Erfahrungen? Sind die Kombikessel im Wirkungsgrad so gut wie die Spezailkessel, die nur einen Brennstoff vertragen? Und welcher sollte es sein?


Viele Fragen....


Gruß
Budi

machtnix
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Beitragvon machtnix » 24.08.2008 10:21 Uhr

Als Pellets/Scheitholz Kombikessel wäre wohl der Solarfocus Therminator II erste Wahl.
Solar nur zur Brauchwassererwärmung lohnt nicht.Wenn dann richitg und das heißt Heizungsunterstützung.
Ich selber verbaue nur noch Röhren,sind zwar in der Anschaffung teurer,aber dafür habe ich Leistung wenn ich sie brauche,nämlich in der Übergangszeit.
Was nützen mir billige Flachkollektoren mit 20m² die gerade mal bei Sonnenschein mit ach und Krach nen 800 Liter Puffer vollkriegen?Nichts.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 24.08.2008 13:51 Uhr

Budersuperer hat geschrieben:Ist es wirtschaftlich sinnvoll das Brauchwasser über Solarthermie zu heizen und rentierten sich die teuereren Röhrenkollektoren gegenüber den Flachkollektoren(Amortisation)? Oder ist es wegen der Verkalkung doch besser eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zu nehmen?
Gehen wir 'mal davon, dass Du einen Pellet- oder Holzvergaserkessel einsetzt. Da dann ein entsprechend großer Pufferspeicher zum Wärmeaufnahme gefordert ist, liegt es nahe die Solaranlage auf Heizungsunterstützung auszulegen. Der Mehraufwand beschränkt sich dann im Wesentlichen auf die Solarmodule.

Budersuperer hat geschrieben:Auf lange Sicht will ich auf Holz umstellen, bin mir aber unschlüssig ob Holzvergaser- oder Pelletkessel? Oder am besten ein Kombikessel?
Kombikessel sind ein Kompromiss. Besser ist eine Lösung, die sich auf einen Brennstoff festlegt, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Mir selber ist von einem Hersteller, davon abgeraten worden. In dem Fall sollte der Pelletofen auch mit Scheitholz befeuerbar sein. Aussage des Herstellers: "Der Scheitholzbetrieb ist nur als Notbetrieb möglich. Keine Dauerlösung." In der Tat sind die Brennstoffe zu unterschiedlich, als dass man das in einem System unter den Hut bekommt.

Budersuperer hat geschrieben:Sind die Kombikessel im Wirkungsgrad so gut wie die Spezailkessel, die nur einen Brennstoff vertragen?
Nein

Der Ersatz der bestehenden Heiztechnik durch ein Holzheizsystem und die Kombination mit einer Solaranlage werden durch BAFA-Förderungen versüßt. http://www.energiefoerderung.info/

Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon Thermi-II » 24.08.2008 18:22 Uhr

Mein lieber Herr Heufers,

...Kombikessel sind ein Kompromiss...
Als Sie diese Behauptung vor ein paar Wochen schon mal aufstellten und ich Ihnen daraufhin die Technik des Therminator II von Solarfocus erklärte, habe ich es noch Ihrer Unkenntnis zugeschrieben!
Das Sie diese Phrase heute wieder in den Raum werfen, nehme ich Ihnen Übel und zeigt Ihre arrogante Inkompetenz auf diesem Gebiet !
Ich habe Sie damals eingeladen, sich vor Ort bei mir über den Kessel eingehend zu informieren und den Kessel "live" zu begutachten. Aber Ihnen ist der Weg von Detmold nach Dortmund wohl zu weit, stattdessen werfen Sie lieber mit Ihren dummdreisten Phrasen zum sich !

...Aussage des Herstellers: "Der Scheitholzbetrieb ist nur als Notbetrieb möglich. Keine Dauerlösung." In der Tat sind die Brennstoffe zu unterschiedlich, als dass man das in einem System unter den Hut bekommt. ...
Welche Hersteller, trauen Sie sich nicht die Namen zu nennen ? Dann tue ich es für Sie ! Bei Gilles und Fröhling gibt es diesen Notbetrieb. Und wenn einige Hersteller die zwei Brennstoffe nicht "unter einen Hut" bekommen, trifft das noch lange nicht auf alle Hersteller zu und befugt noch weniger zu solchen Pauschalaussagen !

Holen Sie sich endlich mal die Prüfberichte aus Wieselburg http://blt.josephinum.at/index.php?id=327 für den 22-kW mit Pellets/27-kW mit Stückholz und vergleichen Sie die Daten mit den passsenden "Spezialisten" !

Falls Sie auch dazu keine Lust haben, hier schon mal die Wirkungsgrade:

22-kW Pellets: 94%
27-kW Stückholz: 92,6 %

Damit Sie noch was zu grübeln haben: seit Mai gibt es einen Prüfbericht für den 40-kW Kessel mit Hackgut:

40-kW Hackgut: 93,2%
36-kW Stückholz: 92,8 %

Wohlgemerkt, alles jeweils mit dem selben Kessel, derselben Technik mit Sturzbrand ohne bewegliche Teile im Brennraum, nur durch veränderte Parameter der Regelungselektronik !

Wenn Sie jetzt immer noch behaupten wollen "Kompromiss", nennen Sie hier die Spezialisten mit besseren Werten !

Ihre "schön bunt" gestylten Beiträge mit einem Ratenschwanz an jedem Ende von "Kompetenz"-Belegen zeigt mal wieder, das die s.g. Experten lieber Kompetenz vorheucheln, als zu zugeben mal keine Ahnung zu haben !

Gruß Hardy
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Beitragvon Silberlocke » 24.08.2008 21:57 Uhr

Hallo Thermi-II,
hier gibt es noch mehr Experten die etwas verurteilen wovon die keinerlei Ahnung haben. Ob bunt oder mit markanten Sprüchen, wenn die ordentliche Arbeiten liefern könnten wären die ausgelastet und hätten keine Zeit hier täglich mehrere sinnlose Kommentare einzustellen.
Silberlocke
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Beitragvon Jens der Heizer » 25.08.2008 05:49 Uhr

Hallo Bubi,

machtnix hat auf der einen Seite recht, wenn eine Solaranlage auf das Dach kommt dann wäre eine mit Heizungsunterstützung sinnvoll. Jedoch ist bei der Aromatisierung nicht einfach die Frage ob man Vakuumkollektoren oder Flachkollektoren nimmt.

Andere Faktoren sind wichtiger:

Dachausrichtung und Neigung
Verschattungen durch andere Gebäude oder Bäume
Dimensionierung der Kollektorfläche, des Pufferspeichers und Heizleitung des Holzofens (zu groß bemessen bedeutet immer zuviel bezahlt).
Heizungsverteilung möglichst über ein Niedertemperatursystem

Kombikessel die mit Pellets oder Stückholz betreiben werden können gibt es für den Einbau in den Keller aber auch als Wohnzimmerversion.

Ich würde zu einem reinen Pelletkessel im Keller tendieren und im Wohnzimmer einen kleinen Grundofen aufstellen der dich mit gesunder Strahlungswärme versorgt. Das Holz muss dann nicht in den Keller getragen werden und man hat auch die Athmosphäre des Feuers in den Wohnräumen.

In den anderen Räumen wäre es ratsam irgendwann an den Außenwänden eine Wandheizung oder Sockelheizleiste zu installieren, da gerade in der Übergangszeit und im Winter die Heizwassertemperatur niedrig ausfällt.

Gruß Jens

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Beitragvon Thomas Heufers » 25.08.2008 06:41 Uhr

@ Thermi-II - Danke für den Hinweis, auch wenn er ein wenig aggressionsgeladen war! Ich lerne gerne dazu. PN folgt!

@ Jens der Heizer - Kannst Du bitte einige Fabrikate nennen.

Gruß

Thomas Heufers


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