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Nanni_Poldi
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Beitragvon Nanni_Poldi » 19.08.2008 06:25 Uhr

Hallo,
? kann mir jemand sagen, wo überall heute ein Normalbürger zu welchem Preis ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb erweben können ?

BMW und Mazda bieten ihre H2 KFZ wohl nur auserlesenen Kunden und diesen auch nur im Leasing an. Bei den H2-Bikes von Honda handelt es sich auch nur um Konzept Bikes.

Als frei erhältliches Fahrzeug habe ich ein Motorrad von http://www.intelligent-energy.com/index ... vel=37#env gefunden, welches aussieht als ob man auch zum Mond fliegen kann. Kosten $8,300 (£4,500) für ein fuel cell bike, top speed of 50mph, Reichweite 100 miles mit einem tank of compressed hydrogen.
Die Preise sind durchaus mit Preisen für Motorräder mit Benzin Antrieb vergleichbar.

Des weiteren verkauft Valeswood Bike, John Turner, Fahrräder mit H2-Hilfsmotor.Reichweite: 80 Kilometer, Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h, Gewicht: circa 100 Kilogramm, Kosten: circa 3700 Euro, www.valeswood.com

Eine sehr interesante Möglichkeit ist auch der Selbstbausatz von http://www.hydrogentap.com/hydrogentap_001.htm, mit dem man für 500 USD sein KFZ auf Wasserstoffantrieb umrüsten kann, allerdings nur zu Versuchszwecken.

? Weis jemand, warum nur zu Testzwecken ?
? Gibt es jeamanden, der Erfahrung mit der KFZ Umrüstung hat ?

Vielen Dank im Voraus

Nanni

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Beitragvon Thomas Heufers » 19.08.2008 06:48 Uhr

Zu diesem Thema hat die Redaktion des Verbrauchermagazins Markt des Westdeutschen Rundfunks einen Beitrag gemacht.
http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2008/0818/06_erdoel.jsp

Fazit: Von der Serienreife ist man noch weit entfernt. Woher bekommt man die Energie für die Wasserstofftechnik?

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Nanni_Poldi » 19.08.2008 18:26 Uhr

Hi, danke für die Antwort.
Mit der Serienreife gibt es wohl so eine Art Teufelskreis. Solange es keine H2 Tankstellen gibt, werden auch keine H2 Fahrzeuge serieenreif gebaut. Solange es keine H2 Fahrzeuge gibt, werden keine H2 Tankstellen betrieben. Anbieter für H2 Tankstellenausrüstung, die nur einem Stromanschluß und einen Frischwasseranschluß benötigen, gibt es erfreulicherweise schon mehrere. (Möglicherweise sind auch Unplug-Systeme, bei denen die KFZ über Nacht an der Steckdose ihr H2 selber produzieren, die bessere Alternative.)
Hier ist Pioniergeist gefragt. Um so mehr H2 Fahrzeuge es gibt, um so mehr und effektivere Tankstellen und umgekehrt.

Hinsichtlich der Stromerzeugung geht auch noch was....
So könnte schon mit heutiger Technik auf einem 20x10 Km Feld mit einer Solaranlage in Afrika (oder vielleicht auch Spanien) der gesamte Strombedarf für Europa gedeckt werden. Ebenso soll ein Staudamm mit Wasserkraftwerk quer durch den Ärmelkanal wirken.
Kohlekraftwerke etc. sind wohl nur Lobbyisten-Irrsinn.
Das Unternehmen Sunrgi in Karlefornien soll XCPV Solarzellen herstellen können, die für 5 US-Cent/kWh Strom produzieren. Wenn man sich das Unternehmen ansieht, kann man wirlich annehmen, dass die Wissen was sie tun. Ein wirklich vielversprechendes Unternehmen.
Selbst bei den heutigen Strompreisen ist man an der H2 Herstellung zu Benzinpreisen schon relativ nahe.

Also, wär wirklich Klasse, mal Erfahrungsberichte von Leuten zu hören, die ihr Kfz für 500 USD auf H2 umgerüstet haben.

Schöne Grüße

Nanni
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Beitragvon bernhard geyer » 19.08.2008 18:42 Uhr

Nanni_Poldi hat geschrieben:? Weis jemand, warum nur zu Testzwecken ?

Versuch mal deine lokalen TÜV-Menchen davon zu überzeugen das der H2-Tank bei einen Unfall nicht explodiert.

Ich denke die Zukunft wird eher ein Stromauto werden als ein H2-Auto. H2 mittels Strom zu erzeugen um es dann mit migrigen Wirkungsgrad wieder zu verbrennen (mit normalen Verbrennungsmotor) ist Blödsinn. Ein E-Auto kann fast 100% der gespeicherten Energie in Fortbewegungsenergie umsetzen.
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Beitragvon Nanni_Poldi » 19.08.2008 22:05 Uhr

Hallo, es kann als unbestritten angesehen werden, dass z.B. ein Metallhybrid Wasserstofftank weit aus sicherer ist, als ein normaler Benzin Tank. So weit ist die Entwicklung immerhin schon fortgeschritten. :D
Dies hatte auch schon Josef Zeitler mit seinem H2 Motorroller erreicht. Leider ist er 2 Tage nach Erhalt seines Patents mit einem gewöhnlichen Motorrad verunglückt. :(

Klar ist, wer ein E-Akku bauen kann, dessen Verschleiß, Herstellungskosten, Gewicht/Kapazität halbwegs aktzeptabel ist, der König sein wird.
Hier ist man bei H2 (siehe BMW) wohl schon weiter. Und spätestens, wenn man mittels H2 Tankstelle H2 zu Kosten wie Benzin herstellen kann, führt doch kein Weg an H2 vorbei.

Schöne Grüße
Nanni
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Beitragvon lmr » 19.08.2008 23:59 Uhr

Der ganze Wasserstoff-Hype ist völlig überzogen, weil damit das Problem der Primärenergiesubstitution überhauptnicht gelöst wird. Wasserstoff fungiert lediglich als Sekundärenergiespeicher mit miserablem Wirkungsgrad - viel schlechter als jedes bekannte Akku-System für Elektroenergie. Also völlig daneben...
Der Hype wird jedoch von gewissen Lobbyisten am Leben gehalten.

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Beitragvon Nanni_Poldi » 20.08.2008 17:57 Uhr

Leider gibt es noch keine E-Akkus, die der H2 Technik in Bezug auf Mobilität "das Wasser reichen können“. Bosch hat 400 super qualifizierte Mitarbeiter eingestellt, die nur an der Entwicklung arbeiten, bei Toyota sind es bestimmt nicht weniger. Toi, toi, toi. .....zur Unterstützung kaufe ich für mein Kfz nur noch Luftfilter von Bosch.

In Norwegen leben 200 Menschen auf einer Insel, die Ihren Strom zu 100 % aus Windkraft gewinnen. Zur regelmäßigen Stromversorgung wird der Strom sehr erfolgreich mit Wasserstoff gespeichert. Das funktioniert !!!
In unserem Land werden Windenergieanlagen bei starkem Wind einfach abgeschaltet.....

Lobbyisten.....waren das nicht Unternehmer und deren Angestellte sowie Politiker, die zu Gunsten ihrer eigenen Interessen politische Entscheidungen wider der Vernunft beeinflussen oder treffen ?
Stets super für den Stärkeren, da dieser auf diese Weise allen Wohlstand an sich raffen kann.

Aber welche Lobby soll denn ein Interesse an der Aufrechterhaltung eines H2-Hypes haben ?
Wenn sich bei Stromkosten von 3,33 Cent/€ je Kwh und Benzinkosten von 1,30 € je Liter günstiger mit H2 als mit Benzin fahren lassen würde, werden vermutlich ca. 1 Million Oel-, Kohle- und Atom-Lobbyisten auf der Welt einen Herzinfakt bekommen.

Also noch mal, wär wirklich toll, etwas von einem Kfz Umrüster auf H2 Technik zu hören.

Schöne Grüße

Nanni
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Beitragvon lmr » 20.08.2008 20:50 Uhr

Nun, es wird schon seit geraumer Zeit auf breiter Front an der Wassetstofftechnologie geforscht um eben zu forschen als Selbstzweck und da fließen auch recht locker beträchtliche Steuergelder. Wär doch schön, wenn das so weitergeht...
Sicherlich besitzt Wasserstoff eine höhere Energiedichte, als bekannte Akku-Systeme, dennoch geht eben viel Primärenergie bei den Wandlungsprozessen verloren.
Windkraft ließe sich vorteilhafter in stationären Superschwungrädern speichern. Derartige Anlagen wären dann grundlastfähig bei vergleichsweise moderaten Aufwändungen.
Und in Bezug auf Mobilität ist es dringend geboten, endlich wieder wegzukommen vom übermäßigen Individualverkehr mit vielen Millionen "Steh"zeugen. Aber das wollen betimmte Kräfte nun wirklich nicht.
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Beitragvon bernhard geyer » 20.08.2008 21:14 Uhr

Nanni_Poldi hat geschrieben:Hallo, es kann als unbestritten angesehen werden, dass z.B. ein Metallhybrid Wasserstofftank weit aus sicherer ist, als ein normaler Benzin Tank. So weit ist die Entwicklung immerhin schon fortgeschritten.

Trotzdem wirst du eine Einzelzulassung benötigen wenn der Hersteller keine allgemeine Freigabe schon bekommen hat.

Nanni_Poldi hat geschrieben:In Norwegen leben 200 Menschen auf einer Insel, die Ihren Strom zu 100 % aus Windkraft gewinnen. Zur regelmäßigen Stromversorgung wird der Strom sehr erfolgreich mit Wasserstoff gespeichert. Das funktioniert !!!

Es funktioniert mit sicherheit. es wird für diese autarke Insel zwangsweise nötig sein *irgendein* System zu suchen das mit akzeptablen kosten und nicht zu großen Speicherverlust Windpausen zu überbrücken

Nanni_Poldi hat geschrieben:In unserem Land werden Windenergieanlagen bei starkem Wind einfach abgeschaltet.....

Die Frag ist ob sie immer wegen Netzüberlastung abgeschaltet werden oder wegen zu starken Wind aus diesem heraus gedreht werden müssen. Und es wird vermutlich keinem Windanlagenbetreiber verboten sein die Abschaltzeiten wegen Netzüberlast mit einer eigenen kleinen Bufferung zu überbrücken. Die Frage ist ob sich das Lohnt. Die Kostenrechnung ist hier eine komplette andere als bei einer autarken Stromversorgung.

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