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wer_ner
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Beitragvon wer_ner » 17.08.2008 07:13 Uhr

Hallo,

bitte zerreißt mich nicht :-), ich will nicht provozieren, sondern mir nur ein vertieftes Bild zur Wirtschaftlichkeit von Stromerzeugung auf dem Dach machen.

Bisher war ich der Meinung, dass sich diese Anlagen zu keinem Zeitpunkt wirklich rentieren. Inzwischen hat mir ein Kollege die Zahlen etwas deutlicher gemacht, so dass zumindest nach 20 Jahren ein kleiner Gewinn rauskommen kann. Das ist aber eigentlich für meine Begriffe, angesichts des Risikos der Geldanlage (Höhe) zu wenig.

Wenn man nun ein Ost- oder Westdach hat (Bayern) und dort eine Anlage installiert, muß man für ein Pic ca. 4600 Euro Gestehung rechnen. Die Anlage könnte 900 Kw liefert, was Einnahmen von 420,75 Euro bringen kann (die 80 % Garantie noch nicht eingerechtet). Abzüglich einer AfA f. 20 Jahre = 230 Euro und kalkulatorischen Zinsen von 4% = 184 Euro, bleibt ein zu versteuernder Gewinn von 6,75 Euro.

Die Aufwendungen f. Wartung, mögliche Schlechterleistung entsprechend der Garantie noch nicht eingeplant. Dann sind wohl die Zinsen schnell weg.

Ich habe mir allerdings auch ausgerechnet, dass der derzeitige Strompreis von ca. 0.20 Euro mit jährlich 10% gesteigert, nach 10 Jahren bei 0,47 Euro wäre. Ab diesem Zeitpunkt wäre der eigene Strom also billiger als der gekaufte. Wobei ich die 10 % für konservativ einschätze.

Jetzt habe ich folgende Fragen:

- kann man den Vertrag mit dem Energieunternehmen vorzeitig beenden, um z.B. den eigenen Strom zu verbrauchen oder teurer zu verkaufen?
- wie hoch wir Strom zurzeit im Einkauf tatsächlich gehandelt?
- wie könnte man die Gestehungskosten reduzieren, gibt es da regionale Unterschiede?
- welche Erfahrung habt Ihr mit der langfristigen Stromerzeugung, gehen die Erträge konsequent zurück?
- wie hoch sind die Wartungskosten, wovon sind sie abhängig?
- wenn die Anlage auf dem Dach ist, hat das Auswirkungen auf die Räume im Dach im Sommer oder Winter?
- trügt es mich, oder sind die Konditionen der KfW-Bank eher teuer (vorallem Disagio)

Was gäbe es noch zu beachten oder was wäre noch wissenswert?

Gruß,
Werner

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 17.08.2008 08:30 Uhr

> kann man den Vertrag mit dem Energieunternehmen vorzeitig beenden,
Denke schon.

> um z.B. den eigenen Strom zu verbrauchen oder teurer zu verkaufen?
Bedenke aber das der Endpreis nicht nur aus Erzeugungskosten bestehen. Für 47Cent/kWh Endpreis bekommst du evtl. 30-35 Cent als Produzent.

> wie hoch wir Strom zurzeit im Einkauf tatsächlich gehandelt?
Dieser wird an der Strombörse Leipzig bestimmt.

> trügt es mich, oder sind die Konditionen der KfW-Bank eher teuer (vorallem Disagio)
Je nachdem ob mal wieder ein großes Förderprogramm aufgesetzt wird. Ich habe eines Teil meines Baukredit bei der KfW für 30 Jahre (10 Jahre Fest) Anfang 2006 für 1,3% bekommen.

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