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beene
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Beitragvon beene » 30.07.2008 10:13 Uhr

Hallo,

Ich bin neu und kenne mich auch nicht wirklich gut aus...

Wir bewohnen ein RMH, ca. 130 m² Wohnfläche. Und brauchen im Jahr ca. 1700L Heizöl- bei 3 Personen. Das Haus ist Baujahr 1992, die Heizung auch - Viessmann, Fußbodenheizung im gesamten Haus.
Wasserverbrauch ist ziemlich sparsam.

Nun haben wir mit dem Gedanken gespielt die Sonne zum Heizen zu nutzen. Mit heizungsunterstützung. Wir haben nur leider nicht viel Platz auf dem Dach wegen einer Gaube. ca. 10 m², 42° Dachneigung volle Südlage.
Kann man damit was anfangen?

Zusätzlich wollten wir einen Pellets-Schwedenofen mit Wassertasche ins Wohnzimmer stellen, der dann über einen Speicher (Puffer oder Schichten? was ist besser?) die Heizung auch noch unterstützen soll.
Die Ölheizung bleibt auch vorhanden und soll dann zur Not mitheizen bzw. einspringen wenn vom Dach nicht genügend runterkommt und wir den Schwedenofen nicht anmachen wollen/können.

Sind das halbwegs vernünftige Pläne? Wir wollen natürlich hauptsächlich Öl einsparen, aber auch was für die Umwelt tun...
Ein paar Angebote haben wir schon eingeholt und die haben sich alle im Rahmen von 16.000 -20.000€ bewegt (mit aufdach-flachkollektoren, Pelletsofen und Speicher).

Was würdet ihr an unserer Stelle machen?

VG

biosolix
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Beitragvon biosolix » 30.07.2008 10:29 Uhr

Bei Südlage und 10qm kannst du locker den WW Bedarf ab April bis etwa September decken. Da die Neigung 42 Grad ebenfalls schon recht gut ist, würde ich versuchen, Röhrenkollektoren unterzubringen, dann hast du, je nach Wetter, auch in der Übergangszeit Oktober, Februar,März, noch etwas Beitrag zur Heizung zu erwarten. Irgendwo muss dann ein Puffer hin, min. 600l, der dann aus Solar, per Wassertasche oder Ölheizung nachgeladen werden könnte. Vielleicht kannst du RK's unterschiedlicher Röhrenlänge einsetzen, wegen der Gaube. Puffer oder Schichten ? Beide schichten. Das Wasser bildet nach kurzer Zeit diese aus. Hast du einen zweiten Zug im Kamin für den Ofen ?
Mit den angegeben Kosten muss man schon rechnen.
Michael R.
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Beitragvon Michael R. » 30.07.2008 10:45 Uhr

Die Idee an sich ist schon mal gut. Würde ich eventuell genauso machen.
Ich möchte nur folgende Punkte zu bedenken geben, die zu berücksichtigen wären:

- 10 m² Flachkollektoren sind nicht wirklich eine Heizungsunterstützung. Was darüber ist schon eher. Es sollte geprüft werden, ob Röhrenkollis in eurem Fall nicht sinnvoller sind. Ich würde auch zu einer Aufständerung auf 60-70° raten, das da auch Erträge im Winter sind und im Sommer die Anlage nicht so oft in Stillstand geht.
- Puffer sollte ca. 1000l haben, so ein Ding braucht Platz, mit Isolierung etwa 1m Durchmesser.
- in den Puffer dann solar, Öl und Pelleter einbinden.
- Pellets per hand einfüllen staubt, vorher am besten solch ein Ofen anschauen und die Befüllung zeigen lassen.
- Schichtenspeicher sind quatsch.
- WW-Erzeugung über eine Frischwasserstation aus dem Puffer wäre ideal
Mit 20k müssten man etwa rechnen.

PS: Mein Vorredner war schneller.
Gruß Michael
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Beitragvon machtnix » 30.07.2008 15:54 Uhr

Plöne sind vernünftig,versuchen Röhrenkollies zu nehmen.
Beim Pelletskaminofen aufpassen wenn dieser am gleichen Zug wie der Öler drankommen soll.Unbedingt den Schorni fragen,denn sonst kann es sein das du noch extra einen Außenkamin für teures Geld hochziehen mußt.
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Beitragvon beene » 01.08.2008 07:16 Uhr

Da bin ich ja schonmal beruhigt, dass die Idee anscheinend kein totaler Humbug ist.
Mo. kommen 2 Firmen vorbei und schauen sich das nochmal an.

Platz für den Puffer wäre im Waschkeller, also das sollte kein Problem sein. Mehr als 10m² Kollektorfläche ist leider gar nicht drin, auf der anderen Seite der Gaube ist nämlich Beschattung durch den Dachüberstand vom Nachbarhaus...

Der Schornstein hat 2 Züge, also ist der Pelletsofen gerettet ;-)

Danke nochmal!
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Beitragvon biosolix » 02.08.2008 13:13 Uhr

Vergiss nicht, dir auch darüber Gedanken zu machen, was du im Sommer mit eventuellen Überschüssen machst. Ein HB wird dir sagen: "Es garkein Problem, die Pumpe schaltet dann ab (Stagnation) und im Kollektor bildet sich Dampf, der dann im Ausgleichsbehälter bleibt". Problem dabei: das Frostschutzmittel (Glykol oder Tyfocor LS bei RK's) mag das auf die Dauer nicht, und nach wenigen Jahren muss die Suppe dann evtl. getauscht werden Besser ist es, wenn irgendein Raum (Bad, Waschküche) dann zum abheizen der Überschüsse genutzt werden kann.

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Beitragvon machtnix » 02.08.2008 13:28 Uhr

Bei nur 10m² würde ich auf jeden Fall Röhrenkollektoren verwenden.
Dann hast du Leistung wann du sie brauchst.

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