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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Wärmerückgewinnung am Zentralstaubsauger

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Nebel - Kay

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Guten Tag, liebe Forengemeinde !


Ich hoffe hier auf Denkanstöße zu einer Thematik, die mich seit dem Erbe eines alten, kleinen Hauses umtreibt.

Wir haben vor, das geerbte Häuschen, das zur Zeit in jeder Hinsicht in etwa auf dem Stand " kurz nach dem Zweiten Weltkrieg" ist, komplett zu sanieren und dabei energetisch wie auch vom Wohnkomfort auf den Stand der Technik zu bringen.

Eingeplant ist unter anderem eine gesteuerte Lüftung mit einer Wärmerückgewinnung, andererseits auch eine moderne Zentralstaubsaugeranlage.

Genau an diesem Punkt treibt mich folgendes um : Die Einbindung einer Dunstabzugshaube in die Wärmerückgewinnung wird konzeptionell von verschiedenen Anbietern von Küchentechnik ebenso wie von Lüftungstechnik-Anbietern abgedeckt, mit ähnlichen Ansätzen, aber offensichtlich wohl schon durchdacht und erprobt.

Bei dem projektierten Zentralstaubsauger sieht das Ganze etwas anders aus - Sowohl auf der Staubsaugeranbietrseite als auch bei den Lüftungs-Leuten scheint man sich noch nicht allzu viele Gedanken über die warme Geräteabluft eines Zentralstaubsaugers gemacht zu haben, die - ganz im Sinne eines der Argument für ein solches Gerät - ja aus Gründen der Feinstaubentlastung aus dem gebäude geführt werden soll.

Ist hier jemandem diese Problematik schon begegnet ?


Gruß aus der norddeutschen Tiefebene, Kay

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roro

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1.) Die Dunstabzugshaube hat in der KWB nichts verloren. Die dadurch rückgewonnen Energie steht in keiner Relation zu den Problemen die dadurch entstehen könenn.

2.) Wie oft saugst Du? Auch hier ist die rückzugewinnende Energie zu gering.

Andere Frage: Wie schaffts Du es ein Haus Stand "kurz nach dem 2. Weltkrieg" so dicht zu bekommen, dass sich eine KWB überhaupt lohnt. Nur der Einbau einer KWB bringt nämlich keinen Energievorteil, sondern bewirken ein Anstieg des Energieverbrauchs.

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GMil

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Hallo Kay,

mit Verlaub: ein Haus der frühen 50-er dämmungs- und heizungstechnisch auf aktuellen Stand (also z. B. KfW 40) zu bringen, käme doch vom finanziellen Aufwand her dem Abriß und Neuaufbau gleich! Auch wenn das hier im Forum gelegentlich empfohlen wird, halte ich davon gar nichts. Standards wie KfW 60 oder besser sind etwas für Neubauten! Für Bestandshäuser sind sie m.E. kostenseitig völlig unrentabel; es sei denn, die Bausubstanz verlangt eine solche umfassende Renovierung (Fassade, Fenster, Türen, Dach, Keller, Heizung, Lüftung,..........). Dann müßte das Haus im aktuellen Zustand aber schon fast unbewohnbar sein Smile

Und: moderne Staubsauger halten doch durch Nachmotor-Hepafilter auch zumindest den angesaugten Feinstaub zurück, samt dem eigenen Bürstenabrieb. Einige Hersteller werben sogar damit, daß die Abluft deutlich sauberer sei als die Raumluft. Die Vorteile einer zentralen Staubabsaugung erschließen sich mir daher nicht recht, denn eine Feinstaubaufwirbelung durch die austretende Abluft des Saugers sollte durch passend gewählte Austrittsöffnungen minimal sein.

Wenn das aber heutzutage doch noch ein Vorteil sein sollte, würde ich die Saugeinheit einfach in einem (Keller-) Raum montieren, in dem die Wärme anderweitig nutzbringend verwendbar ist und der Krawall nicht stört (Hobbyraum? Werkstatt?)

_________________
Gruß

Gerhard

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Nebel - Kay

Erfahrung:
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Moin, Danke für Eure Beiträge !

@roro:

Mit der Dunstabzugshaube hast Du wohl recht........

Auf die Energiemenge gehe ich weiter unten ein....

KFW40 wird gehen, sagt mein Architekt, von der Hütte werden nur Teile der Außenmauern als Bestandteil einer neuen Wandkonsruktion stehen bleiben.....die Zyniker um mich hin sagen zu recht, ein Neubau wäre billiger, aber aus genehmigungsrechtlichen Gründen ( steht unter Ensembleschutz ) und der Lage wegen wollen wir es trotzdem wagen.

Zur Info: statistisch wird in D und A pro Haushalt etwa 27 Minuten am Tag Staub gesaugt. Der Krisengipfel mit der Gattin ergab, das es bei uns schon jetzt etwa eine Stunde am Tag ist, die der Sauger bei uns im Schnitt läuft.

@GMil - schöner Sternmotor übrigens Wink

mit dem "unbewohnbar" bist Du recht dicht am Ist - Zustand Wink.

Zu Deinem Einwand mit den HEPA - Filtern folgendes: HEPA - Filter in dem Sinne, wie er von Staubsauger-Anbietern verwendet wird, kannst Du auch auf einen Löschpapiertrichter schreiben, die Unterschiede in der Filterwirkung sind wohl gewaltig. Hier liegt neben dem geringeren Energieverbrauch, den geringeren Folgekosten und der höheren Nachhaltigkeit ( Lebensdauer und Reparaturfähigkeit ) ein großer Vorteil einer "klassischen" Zentralstaubsaugerinstallation: alles, was für den Sauger filtergängig ist, wird mit der Abluft nach draußen befördert.


Schade ist es mir hier nur um die Energie, die ich zumindest an den etwa 265 jährlichen Heiztagen über hätte.

Wenn ich bei einer Stunde täglichem Saugen, 22°C Raumtemperatur und 8°C Umgebungstemperatur ausgehe, sinds pro Jahr schon mal etwa 265 kWh Wärme, die draußen landen

Nun hat ein Zentralstaubsauger in der Kategorie, wie ich ihn mir vorstelle,
ca. 1,5 kW elektrische Anschlußleistung, die letztenendes als Wärme in der Saugluft landet, die den Motor kühlt.

Macht meiner Ansicht nach überschlägig etwa 662,5 kWh Wärme, die ich schon gerne in der Hütte behalten würde, immerhin hab ich den teuren Strom zum Saugen schon bezahlt.....

Gruß Kay

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roro

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Beiträge: 946
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Ok das mit dem Dicht-Werden sollte gehen (Viel Vergnügen, ich möchte so ein Projekt nicht durchführen, mir hat schon mein Neubau gereicht).

Zitat:
ca. 1,5 kW elektrische Anschlußleistung, die letztenendes als Wärme in der Saugluft landet


Aber nicht vollständig. Der hoffentlich größte Teil wird wohl in Bewegungsenergie übergehen, sonst würde ich mir etwas anderes suchen.
E-Motoren haben einen Wirkungsgrad von bereits 60-98 % (Und je höher die Leistung umso besser ist der Wirkungsgrad an sich).
Rechnen wir mit 75% Wirkungsgrad dann bleiben da gerade einmal 140 kWh die Du rückführen kannst nach Abzug des Wirkungsgrades des WT werden da knapp 100 kWh übrig bleiben.

Die 265 kWh Energie stimmen recht gut.

Alles in allem würde ich sagen, Du kannst Dir ca 300 kWh pro Jahr ersparen und das aber bei sehr exzessiven Saugverhalten.
BTW: Eine Reduktion des Saugverhaltens von einer Stunde auf den statistischen Durchschnitt würde das selbe an Einsparung ergeben.

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GMil

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Beiträge: 671
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@Kay: danke für die Blumen zum Sternmotor Very Happy . Es ist übrigens ein 14 -Zylinder-Doppelstern-Modellflugmotor (voll funktionsfähig, ca. 355 ccm, ca. 20 PS, ca. 1.400 Einzelteile, Propeller ca. 1 m Durchmesser).

Mit den Filtern kenne ich mich nicht so aus. Dyson zumindest behauptet von seinen Hepas, die Ausblasluft wäre lebenslang deutlich reiner als die Umgebungsluft, und das sei von Instituten überprüft. Solche fixen Aussagen können, wenn sie falsch sind, heutzutage schnell zum Bumerang für eine Firma werden, also wird da schon was dran sein..... Confused

@roro: Das mit dem Wirkungsgrad des Motors stimmt zwar in etwa, dennoch muß ich Kay recht geben, denn auch die Bewegungsenergie des Motors landet letztlich über die Strömung der Luft und deren Bremsung durch die Rohranlage etc. wieder als Wärme im Haus. Nur die Ausblasenergie am Haus-Auslaß ist noch abzuziehen.

Übrigens ist der Wirkungsgrad eines Staubsaugers insgesamt gesehen lächerlich gering: ein 2000 W - Haushaltsmodell hat meist lediglich 200 - 300 W mechanische Saugleistung an der Düse; der gesamte Rest wird zu Ausblasenergie und eben Wärme.

_________________
Gruß

Gerhard

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Michael R.

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Nun geb ich meinen Senf auch mal dazu.

1. Ich bezweifel das deine Frau wirklich täglich 1h Staub saugt. Bei 1000 m² Wohnfläche vielleicht oder wenn du jeden Tag eine Schubkarre voll Sand in die Wohnung fährst. Wir haben 240 m² verschiedene Beläge, sind beide berufstätig und haben 2 Kinder, daher fällt bei uns schon zeitlich 1h Staubsaugen aus. Aber wenn ich unser ganzes Haus durchsauge, incl. Fliesen, das dazu gründlich mache, also mit Saugrohr jede Ecke und Kante und Winkel lang fahre, schaff ich das in ner Stunde. Also 1h/Woche und nicht 7h!

Was du bei deiner Energiebetrachtung noch gar nicht berücksichtigt hast (oder hab ich es überlesen?), wie viel m³ Luft saugt solch eine ZStA in 1h aus dem Haus? Das ist Luft die durch irgend einen Energieträger schon erwärmt wurde, da steckt bestimmt nicht weniger Energie drin, wie der Staubsauger selbst verbraucht. In 1h schafft so ein Ding bestimmt das komplette Gebäudevolumen.

Ich wäre für einen guten "normalen" Staubsauger. Durch die gefilterte Luft der KWB fällt eh spürbar weniger Staub im Haus an.

2. Dunstabzugshaube. Kauf dir eine Haube die im Umluftbetrieb einen hohen Fettabscheidegrad aufweist. Wir haben z.B. eine "Berbel" (darf man hier Werbung machen? Ich verdien auch nix dran Very Happy ) Zusätzlich habe ich in der Küche noch einen G3/G4 Filterflies auf der Auslaßöffnung der Haube (Hosenträger zum Gürtel) und das Abluftventil der KWB hat auch einen Filter vor. Gerüche werden durch die KWB nach draußen getragen.

Jede Ablufthaube zerstört bei täglicher Nutzung ( da würde ich die 1h/d eher glauben wenn mittags gekocht wird) dein teuer erkauften Energiestandard.

My 2 Cents.

PS: Grad noch das hier im HTD-Forum gefunden.
http://www.haustechnikdialog.d...ewinnung+am+Zentralstaubsauger

_________________
Gruß Michael

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Nebel - Kay

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Beiträge: 3
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Moin, moin,

@roro, @ GMil

Mein Archi sagt : " man wächst an seinen Aufgaben......"

Wenn wir weniger exzessiv saugen würden, könnte man die Werte hier halbieren.......wohl wahr.

Vom Wirkungsgrad her gebe ich roro für Seine Angabe mit den Resten, die aus meinem Studium hängengeblieben sind, in Bezug auf den E-Motor recht, wobei "Wegwerf-Motörchen" im Sinne der Produkte der Konsumgüterindustrie da wohl eher am untersten Ende anzusiedeln sind.

Man mußt m.E aber - in GMils Sinne - den systemischen Gesamtwirkungsgrad der ganzen Mimik betrachten, und ich denke, da wird es beim Bodenstaubsauger bitter. Genau hier liegt ja für mich auch eines der pro-Argumente für den Zentralsauger: Wenn ich als Techniker einen Bodenstaubsauger mit Innereien versehen soll, muß ich mich nach dem Gehäusedesign richten und klein bauen, damit die weibliche Kundschaft das Gerät nacher "süß" findet. Deshalb werden alle Komponenten zusammengepfercht, ohne auf Strömungswiderstäne u.Ä. Rücksicht zu nehmen.

Bei Zentralstaubsaugern, die als solche entworfen sind, folgt - soweit ich sie mir angesehen habe, die Form der Funktion, ich denke, das daher hier
oben genannte Faktoren eher Einfluß auf die Gestaltung haben.

Hier liegt für mich auch die Begründung dafür, das objektiv der Zentralstaubsauger trotz des Rohrleitungssystemes - wenn dieses vernünftig ausgelegt ist, ich hab mir da auch schon einiges angesehen, da ist auch schöner Blödsinn an Material und einbau unterwegs - bei weniger elektrischer Aufnahmeleistung deutlich mehr Saugleistung an der Düse hat.

BTW siehts wohl auch so aus, das ein Zentralstaubsauger in der Gesamtlebensdauer einige Bodenstaubsauger überleben wird..... das sollte auch in die Überlegung einfließen.

Dyson nimmt übrigens nicht nur bei den Filtern mit nachvollziehbaren Daten, sondern wohl auch bei der Lebensdauer - ebenso nachvollziehbar - und dem Preis - nicht mehr so ganz nachvollziehbar - eine Spitzenstellung ein.

Sonst ist da m.E ziemlicher Bockmist auf dem Markt, irgendwann am Anfang des Jahrzehnts waren da wohl mal Versuche der Schaffung eines Standards, wurde aber gleich wieder abgewürgt, es ist halt werblich schöner, wenn jeder behaupten kann, was er will - Analogie: das Energieeffizienzlabel - nimmt man Teststandards aus dem letzten Jahrhundert, ist auch der letzte Mist in der Energieeffizienzklasse A.....

@Michael R.

Zunächst vielen Dank für den Dunstabzugshaubenlink und Deine Argumentation, da sind wir ziemlich im Einklang, ich konnte da aber noch Schützenhilfe brauchen. Ich habe eine kurzen Blick auf die Seite geworfen, da muß ich am Wochenende mal genauer schauen, macht einen soliden und durchdachten Eindruck !

Vermutlich hast Du überlesen, das ich durchaus von zwei Wärmeteilströmen ausgegangen bin.

Mit dem geringeren Staubanteil in der Raumluft mit KWL hast du wahrscheinlich Recht, wobei ja auch ein ganz schöner anteil im Haus durch dessen Nutzung entsteht.

Der Thread im HTD ist auch spannend......

Gruß Kay

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mhaede

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Hallo Kay,
zu Deinem ZS habe ich noch etwas gerechnet:
Statistisch 0,5h je Tag an 265 Tagen macht 133 h im Jahr.
Luftleistung beim Saugen ca. 50 m³/h! Die Katalogwerte von 150 - 200 m³/h gelten frei saugend. Eine gute Bodendüse sorgt für einen hohen Differenzdruck und dadurch für die niedrige Luftleistung. Bei einer mittleren Temperaturdifferenz von 15° an 100 Tagen ergibt das eine Wärmemenge von 13,5 kWh /Jahr. Dazu noch der Stromverbrauch von 130 kWh/Jahr.
Das bedeutet, dass eine Wärmerückgewinnung beim ZS max. 100 kWh/Jahr bringen kann.
Gruß
Michael

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Die beste Heizenergie ist die Eingesparte.
www.haede.eu...

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