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Surfy
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Beitragvon Surfy » 24.05.2008 20:23 Uhr

Hallo,

wer kann uns vielleicht einen Tipp geben?

Seit einem guten Jahr (Feb. 2007) läuft in unserem Neubau eine Viessmann Vitocal 200 Wärmepumpe, 9,7 kW (TypBWP110). Es ist zur Energiegewinnung im Garten einen Erdkollektor verlegt.

Unser Haus hat eine Wohnfläche von ca. 150 qm und einen komplett mit FBH ausgestatteten Keller mit ca. 80 qm. Der Keller wird natürlich nicht ständig auf Raumtemperatur gehalten.

Die Wärmepumpe lief von Anfang an mit ständigen Störungen. Leider hat die Heizungsfirma die die Anlage eingebaut hat nicht viel Ahnung von dem was sie tut. :(
Somit war auch der Viessmann Werkskundendienst schon etliche Male bei uns. Es wurde schon die Steuerung ausgetauscht usw. usw. Die ganze Auflistung würde hier den Rahmen sprengen.

Ein Problem konnten sie bis jetzt nicht beheben und so wie es aussieht, weiß auch niemand warum es auftritt.
Es wurde ein Elektro-Heizstab eingebaut, der eigentlich nur das Warmwasser zuheizen soll, wenn die Wärmepumpe es „nicht schafft“. Dieser Heizstab schaltet sich aber in unregelmäßigen Abständen ohne dementsprechender Programmierung zu. Warum??? Da ist, so wie es aussieht, selbst Viessmann ratlos. Der Kundendienst hat schon jede Menge Einstellungen verändert, das Problem tritt trotzdem auf. Eigentlich wollten wir den Heizstab gar nicht, aber da er nun mal drin ist, soll er auch richtig funktionieren.
Wer weiß, ob die Steuerung der Wärmepumpe generell nicht richtig funktioniert?!

Wer hatte mit einer Vitocal 200 auch dieses Problem? Und was ist der Grund?

Des Weiteren haben wir vor kurzem die Stromabrechnung für das vergangene Jahr bekommen und wir fanden sie mit 875,- € sehr hoch. Kann es sein, dass die Pumpe nicht sehr effizient läuft? Wie viel darf/sollte eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus dieser Größe verbrauchen?

Wir würden uns über ein paar Tipps sehr freuen.

Vielen Dank
Surfy

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Beitragvon machtnix » 24.05.2008 23:05 Uhr

Das Heizstabproblem liegt eindeutig an der Regelung.Die ist einfach nicht intelligent genug.
Zum Verbrauch:
Wenn das Häuschen aus den 70er oder 80er jahren ohne Dämmung stammt und womöglich im noch mit Radiatoren (außer Keller) betrieben wird dann ist der Verbrauch gar nicht mal soooo schlecht.
Man müßte wohl noch hier und da ein paar Dämmmaßnahmen durchführen(Fenster,Dach..)und die Anlage mal sauber einstellen und abgleichen dann wird das auch was.
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Beitragvon Gerstlauerseppe » 25.05.2008 10:43 Uhr

Beobachtet doch mahl die Temperatur des Erdwärmekollektors mit dem einschalten des Heizstabes da die Wärmepumpe ja nur Energie entziehen Kann wenn Genügend Energie zu Verfügung Steht dass heißt dass die Wärmepumpe dann nachfeuern muss wenn nicht Genügend Energie nachkommt

also vielleicht kein Problem mit der Regelung sondern vielleicht Kollektorfläche zu klein
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Beitragvon GMil » 25.05.2008 21:50 Uhr

machtnix hat geschrieben:........Zum Verbrauch:
Wenn das Häuschen aus den 70er oder 80er jahren ohne Dämmung stammt und womöglich im noch mit Radiatoren (außer Keller) betrieben wird dann ist der Verbrauch gar nicht mal soooo schlecht.........


Aber Surfy schreibt doch von "seinem Neubau"! Der sollte gut gedämmt sein, und eine Fußbodenheizung hat er doch auch. Dafür spricht auch, daß der Heizstab "nur für die Erwärmung des Brauchwassers" gedacht ist.

@ surfy: Wenn die Heizungssteuerung tatsächlich zu "dumm" ist, den Stab nur bei Brauchwasserbereitung zu schalten (?), dann mach das doch selbst: eine Temperatursensorplatine samt Netzteil gibt's beim Elektroriesen mit dem "C" für rund 15 €, den Fühler für nochmals 10 € und ein Schalterchen kostet kaum was. Der Fühler kommt an den BW-Puffer (Mitte) und läßt eine Wunschtemperatur von 0 bis 100 °C einstellen, da dürfte für jeden was dabei sein.. :wink: . Jetzt noch das Ganze über den Ausgang "Brauchwasser-Speisepumpe", "Speicherladepumpe" der WP (oder wie immer das bei der Vitocal heißen mag) mit Saft versorgen, damit der Stab auch wirklich nur dann angeht, wenn heißes BW benötigt wird, und gut isses :D

Zum Verbrauch: die Höhe ist schon grenzwertig, wenn die kWh so um 15 ct oder weniger kostet. Allerdings müßte die Baufeuchte schon draußen sein, bevor man exakte Werte bekommt. Auch dürften die Störungen so einiges an Wirkungsgrad gekostet haben. Außerdem ist derzeit noch periodisch der Heizstab dabei. Daher kann es gut sein, daß die Pumpe "netto-netto" schon wie vorgesehen funktioniert, wenn man sie läßt. Ich kenne den Typ nicht näher, aber es dürfte sich um eine herkömmliche (nicht modulierende) Bauart handeln. Wenn die ohne Baufeuchte und Heizstab dann vllt. 600 € Kosten /Jahr verursacht, dürfte das OK sein. WPn sind i.d.R. doch etwas weniger effizient als Prospekte..... :wink:
Gruß

Gerhard
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Beitragvon klimahansel » 26.05.2008 06:14 Uhr

Hat schon mal ein Kälteanlagenbauer die Anlage überprüft?
Grundsätzlich ist es so das der Heizstab zuschaltet wenn die gewünschte Solltemperatur nicht in einer gewissen Zeit erreicht wird. Ich bin zwar kein Viessmann Spezialist aber ich gehe davon aus das das bei denen nicht anders ist.
Sollte als ein Fehler an der Wärmeentzugsseite (Solekollektor ) vorliegen, so schaltet in aller regel der Elektroheizstab automatisch zu (Böse Falle).
Deshalb sollte ein Kälteanlagenbauer die Anlage prüfen ob die Anlage kältetechnisch (Kältemittelmenge, Solefüllstand, Solepumpe usw. ) in Ordnung ist.
Aber bitte nur in Absprache mit dem Heizungsbauer um die Garantie nicht zu gefährden.

Gruß Klimahansel
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Beitragvon Surfy » 26.05.2008 12:35 Uhr

Danke für die Antworten. Hier noch ein paar Dinge dazu:

@machtnix
Heizstab: Was heißt: „die Regelung ist nicht intelligent genug“ Das Problem ist nicht abzustellen???

Verbrauch: Unser Haus ist ein Neubau aus dem Jahr 2007.
Laut Energiepass haben wir einen Energiebedarf von 58 kWh/(m²a).
Im ganzen Haus ist eine FBH verlegt, nicht nur im Keller. Wir haben keine Radiatoren.

Für dieses „Häuschen“ ist der Verbrauch wohl eher schon schlecht bis miserabel!?

Da liegt es wohl eher daran, dass die Anlage nicht richtig eingestellt ist.. Die Frage ist nur, wie macht man's richtig?

@Gerstlauerseppe
Leider stellen wir immer nur in der Statistik fest, dass der Heizstab gelaufen ist. Er läuft auch nur kurz, so dass es unmöglich ist „dabei“ zu sein.
Wir haben im Winter schon eine Zeitlang immer wieder die Kollektoreingangstemperatur abgelesen. Selbst wenn die Pumpe schon 1 Stunde und mehr gearbeitet hatte, lag sie nie unter +0,2 Grad. Der Heizstab ist so programmiert, dass er sich erst unter -6,0 Grad zuschalten soll.

@ GMil
Grundsätzlich ist zu sagen, dass unsere WP es locker schafft die FBH und das WW ohne den Heizstab ausreichend zu erwärmen. Theoretisch könnten wir ihn ausschalten und gut ist es. Aber nachdem die WP schon so viele Macken hatte, befürchten wir eben, dass das Einschalten des Heizstabes ein Zeichen für einen Fehler ist. Wer weiß ob dieser nur die Steuerung des Heizstabs betrifft, oder die ganze Pumpe.

Der Verbrauch lag in den 12 Monaten exakt bei 6845 kWh (3838 HT & 3007 NT).
Mit 600,- € im Jahr wären wir schon zufrieden, aber davon sind wir ja wohl noch weit weg. Das wären ja ca. 2300 kWh, also ein Drittel weniger als jetzt.


Also noch mal, unseres Erachtens schaltet sich der Heizstab nicht zu, weil es nötig ist, sondern weil „etwas anderes nicht stimmt“.
Er läuft auch nur ganz kurz (ca. 7-9 min). Mal ist 2 Monate nichts, dann wieder an zwei Tagen hintereinander. Wir hatten das Problem auch schon im September, wo die Temperatur sicher nicht das Problem war. Er schaltet sich z.B. nicht zu, wenn wir in unserer großen Eckbadewanne viel Warmwasser verbraucht haben (was vielleicht einzusehen wäre). Dafür läuft er dann mal wieder, auch wenn wir gar nicht da sind und überhaupt kein Warmwasser entnommen haben.
So wie die Heizung programmiert ist, dürfte er sich überhaupt nicht zuschalten, das ist ja das Problem. Es wurde weder die Eingangstemperatur vom Kollektor so weit unterschritten, noch ist die Temperatur im WW-Kessel jemals so niedrig gewesen, dass es ein Zuschalten des Heizstabs gerechtfertigt hätte. ,


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