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JKraemer
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Beitragvon JKraemer » 21.05.2008 19:51 Uhr

Hallo,

wir planen eine Doppelhaushälfte mit ca. 140m² Wohnfläche. Nun sind wir am Grübeln wie wir unser Haus heizen sollen. KfW60 sollte erfüllt werden.

Zur Debatte stehen:

Erdgas-Brennwertgerät mit Solarunterstützung
oder eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Lüftungsfunktion

Wir haben da mal die Stiebel-Eltron LWZ303 auf ner Messe gesehen.
Erdwärme ist bei uns wegen Wasserschutzgebiet nicht möglich, und für den Flächenkollektor ist unser Grundstück zu klein.

Frage ist, womit hat man die geringsten Energiekosten. Rechnen sich die höheren Investitionskosten für die Wärmepumpe?

Ich hätte eben gerne mal einen direkten Vergleich für ein und dasselbe Haus, einmal mit Wärmepumpe beheizt und einmal eben mit Erdgas/Solar.

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Gruß
Jörg
Wir wollen bald bauen und freuen uns schon auf dieses Abenteuer...

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.05.2008 19:57 Uhr

Es ist ja ganz klar rauszuhören, dass ein niedriger Energieverbrauch an erster Stelle steht. Dann sollte natürlich ein Energiesparhaus KfW 40 erstrebenswert sein.

Ein direkter Vergleich kann mit einer EnEV-Auswertung angestellt werden. Die EnEV-Auswertung ist ein zertifiertes Verfahren für eine energetische Bewertung des Gebäudes mit der eingesetzten Heizungs- und Lüftungsanlage nach der aktuellen Energieeinsparverordnung.


Welches Heizsystem auf lange Sicht das Richtige ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Je nach Argumenten und Rechenwegen stellt sich das eine oder das andere System als das Bessere heraus.

Unsere Verbrauchsstatistik für eine LWZ 303 SOL ist unter folgendem Link veröffentlicht. >>
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
Mit einem gesamten Energiebedarf von unter 2.500 kWh pro Jahr (Strom) für Warmwasser und Heizung sind wir durchweg zufrieden, unsere Energiekosten betragen in 2007 unter 30 € pro Monat inkl. Zählerkosten und Mwst..


Wir haben seinerzeit auch eine gemeinsame Wärmeversorgung für beide Doppelhaushälften angestrebt, das hat leider nicht geklappt. In dem Fall hätten wir eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit einem gemeinsamen Heizung- und Technikraum geplant und die Verbräuche über Wärmemengenzähler, Stromzähler und Wasserzähler selektiv erfasst.

Folgende Argumente sprechen für diese Lösung:
- geringere Investitionskosten
- nur ein gemeinsamer Hausanschluss für Strom und Wasser
- nur eine Heizungsanlage, Einsparung der zweiten Heizungsanlage
- geringerer Wartungsaufwand
- Raumgewinn durch Wegfall der zusätzlichen Komponenten
- nur eine Solarstrang zur Dachhaut
- keine zweite Solarsteuerung
- etc.


Wenn man das gemeinsame Energiekonzept konsequent umsetzt, sind bei der Investition der Wärmetechnik Einsparungen von bis zu 10.000 bis 15.000 € möglich. Die Einsparungen gegenüber separaten Wärmesystemen über die Nutzungsdauer sind ein weiterer Bonus.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon machtnix » 22.05.2008 08:02 Uhr

Erdwärme ist bei uns wegen Wasserschutzgebiet nicht möglich, und für den Flächenkollektor ist unser Grundstück zu klein.

Natürlich ist das machbar.
Mit einer Direktverdampferwärmepumpe und die Flächenkollektoren werden dann doppelstöckig verlegt.

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