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Toralf Roggenbuck
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Beitragvon Toralf Roggenbuck » 31.03.2008 12:12 Uhr

Hallo,

in unserem Haus ist eine Abluftwärmepumpe von Elektro Standard, Typ ES 480D (Vertrieb damals über Stiebel Eltron) eingebaut. Natürlich nach "fachkundiger" Beratung durch den Hausanbieter. Diese ist nun schon zum zweiten Mal defekt (Verdichter blockiert). Von den horrenden Stromkosten will ich gar nicht reden (ca. 1700 bis 1900 Euro/Jahr, je nachdem, ob Winter mild oder eher frostig).

Die Reparatur soll jetzt ca. 2300,- Euro kosten.

Nun fragen wir uns, ob es an dieser Stelle nicht gleich besser wäre, eine ordentliche Anlage zu installieren. Ich gebe mal die Daten zum Haus und derzeitiger Pumpe:

Winkelbungalow (Baujahr 1999/2000), 1,5 geschossig, voll unterkellert, FBH überall (errechnete Grundfläche 160qm), ausser Keller.
3 Personen, die morgens und abends duschen. Temperatur während der Heizperiode ca. 20 bis 21 °C, Bad etwas wärmer. Das Haus ist innen und aussen mit Styrodur (jeweils 62,5mm, Wolf Thermomodule) gedämmt, dazwischen 180mm Beton. Zwischensparrendämmung 160mm mit Styropordämmkeilen. Laut Wärmeschutznachweis von 1999 liegt der berechnete Jahresheizwärmebedarf bei 40,8 kWh/(qm*a), Jahresheizwärmebedarf insgesamt 11880 kWh/a. Allerdings wurde hier auch der Keller mit einberechnet (den wir ja eigentlich gar nicht heizen, weil keine Heizkörper bzw. FBH)

Ich finde unsere Stromrechnung ausgesprochen hoch.

Daten der Pumpe:
Leistung bei 35°C VL, Abluft 20°C: 2,1kW
Leistung Elektrokessel 9kW, Heizmäntel WW 2kW, 180l WW-Speicher

Ich denke, dass die 2,1kW etwas zu "wenig" für unser Haus sind. Das hat mittlerweile auch Stiebel so gesehen, obwohl die damals die Planung erstellt haben!

Jetzt meine Frage: Welches System sollen wir nehmen? Die Kosten bleiben da momentan noch unberücksichtigt.

Hatte jetzt einen Heizungsbauer da, der hat folgendes Angebot gemacht:

Getrennte Versorgung von Heizung und WW durch zwei Geräte
Heizung: Tecalor TTF 7 (Sole/Wasser); 7,8kW
WW: Lüftungsgerät TVD 250 mit WW Bereitung 1,4kW
Sondenbohrung ca. 160m mit Doppelsonde

Alternativ auch die baugleichen Geräte von Stiebel.

Würden uns über die eine oder andere Auskunft freuen.

Grüße

Toralf Roggenbuck

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Beitragvon roro » 31.03.2008 15:49 Uhr

Bei diesen Daten gehe ich von einer Heizlast von 5,5 kW (ohne WW) bzw. 7 kW mit WW aus. Du brauchst daher eine WP welche diese Heizlast ohne E-Stab schaffst. Ob Du nun eine LWP, Sole oder Grundwasser nimmst hängt jetzt vor allem von Deinen örtlichen Möglichkeiten und Deinem finanziellen Budget ab.
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Beitragvon machtnix » 01.04.2008 20:06 Uhr

Sondenbohrung ist viel zu teuer.Ich würde den Garten umgraben und eine DV-Anlage einsetzen.Kommt immer noch günstiger als bohren.
Ist klar,natürlich ohne Heizstab.

Dann würde ich mal die Energiekosten pro Jahr auf ca. 600-800€ schätzen.
Gegenüber den jetzigen Kosten,ist die Anlage bald bezahlt.
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Beitragvon Toralf Roggenbuck » 02.04.2008 13:07 Uhr

Danke für Eure bisherigen Antworten. Bislang haben wir die reinen Kosten noch nicht in unsere Planung mit einbezogen. Wir wollen das optimale System haben, selbst wenn ich eine Armotisierung der Sondenbohrung nicht mehr erleben sollte.
Klingt vielleicht etwas arrogant, ist es aber nicht (so nach dem Motto "Geld spielt keine Rolle...). Die Kosten behalten wir natürlich auch im Blick. Aber was ich hier so in den letzten Tagen alles gelesen habe, scheint mir doch die Geschichte mit der Sole/Wasser-Pumpe mehr oder weniger am effektivsten zu sein. Oder sollte man das nicht so pauschal ausdrücken?

Insgesamt soll das uns vorliegende Angebot 18.000,- Euro kosten, inkl. der zwei Pumpen sowie der Bohrung. Ein wenig "Feintuning" mit dem Heizungsbauer hinsichtlich des Preises wäre noch drin.
Ist eine Auftrennung in zwei Geräte zu empfehlen? Was haltet ihr von einer Kühlung mittels der Sole/Wasser-WP? Das soll laut Heizungsbauer auch möglich sein.

Zu der Sache mit den Direktverdampfern: Wieviel Platz wird denn da im Garten benötigt? Wir haben zwar ca. 660qm Grundstück, aber davon ist das Meiste schon mit dem Haus, Garage und sonstigen "Kram" bebaut.

Danke und Grüße

Toralf Roggenbuck
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Beitragvon machtnix » 02.04.2008 17:55 Uhr

Platz für DV-Anlage sollte ca. Wohnfläche x 1,2 sein.
Beispiel:100m² Wohnfläche x 1,2 = 120m² Kollektorfläche.

In welchem PLZ-Gebiet wohnt denn das Häuschen?
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Beitragvon Toralf Roggenbuck » 02.04.2008 19:43 Uhr

machtnix hat geschrieben:Platz für DV-Anlage sollte ca. Wohnfläche x 1,2 sein.
Beispiel:100m² Wohnfläche x 1,2 = 120m² Kollektorfläche.

In welchem PLZ-Gebiet wohnt denn das Häuschen?


Das macht dann bei 160qm Wohnfläche mal eben 192qm Kollektorfläche. Da ist dann tatsächlich Umgraben angesagt. Wird aber eher schwierig.

Sind die Bohrkosten das Einzige, was gegen die Sole Pumpe spricht?

Vertrauen zu einer Luft-Pumpe haben wir nicht mehr. Dazu ist unser Haus wohl auch nicht so gut geeignet.
Ausserdem wollen wir nicht noch einmal einem sog. "Fachberater" aufsitzen und dann nach 8 Jahren (wie jetzt) draufzahlen. Die Mehrkosten an Strom in den letzten 8 Jahren sind ja schon locker die Bohrkosten...

Das Häuschen wohnt im PLZ-Gebiet 149**, südl. Berliner Umland, ca. 10km hinter dem Autobahnring.

Grüße

Toralf Roggenbuck

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Beitragvon machtnix » 02.04.2008 20:30 Uhr

Bei der Sole-WP kommen natürlich noch die Kosten für die Sole hinzu,und dann auch noch die zusätzliche Umwälzpumpe die die Sole immer im Kreis pumpen muß also zusätzliche Stromkosten.
COP ist etwas weniger,als bei DV.

In deiner Nähe wäre vielleicht diese Firma etwas für dich:
SÖK
Verantwortlichen : WOLFGANG SIMON
NUTHESTR 71A
12307 BERLIN
Telefon :030 7468 3014

Kommt von www.sofath.com haben auch beides Im Programm (Sole/DV).

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