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loco
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Beitragvon loco » 17.09.2007 13:10 Uhr

Hallo zusammen,

habe ca. 25 ha Ackerland und jemand möchte auf mein Land 12 Windkraftanlagen(100m hoch) hinstellen.
Wieviel Miete bzw. was soll oder kann ich dafür verlangen?

Vielen Dank

insi
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Beitragvon insi » 19.09.2007 12:54 Uhr

Das müßten ca. 3.000 Euro je Rad sein. Die hälfte frißt dir die Steuer, weitere 800 sind für die Wirtschaftserschwernis (mehraufwandsabgeltung) und ca 700 bleiben dir danach für Schattenwurf, Eiswurf, und dafür das nach einer eventuellen Liqitation das Fundament stehen bleibt. Es ist weiters nicht möglich dort ein Gebäude zu errichten. zb. Halle, Stall, ...

Nur Optionen würde ich nicht unterschriben.

Also gut verhandeln

MfG insi
sma SI 4248 Bat 48 V 650 AH Gen 230 V 6,8 kw
loco
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Beitragvon loco » 19.09.2007 20:41 Uhr

Danke für die Antwort Insi,

also, wenn den das so viel Wert ist, was verdienen sie daran? bzw.wie verdient man damit? Nur mit den Verkauf an Energieversorger?
Hab zwar viel darüber gelesen aber immer noch nicht schlau geworden.
Vieleicht kann ich selber welche aufstellen... Aber ich denke es wird sehr teuer werden.

Grüße
Loco
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 19.09.2007 22:08 Uhr

loco hat geschrieben:also, wenn den das so viel Wert ist, was verdienen sie daran? bzw.wie verdient man damit? Nur mit den Verkauf an Energieversorger?

Ein wichtiger Aspekt ist die Abschreibung von Investitionen. Ein gutverdiener Investiert 100 k€ und kann x% davon jedes Jahr als "Verlust" für seine Steuererklärung ansetzen.

loco hat geschrieben:Hab zwar viel darüber gelesen aber immer noch nicht schlau geworden.

Ist das deutsche Steuerrecht einfach? Man kann sich auch damit "verspekulieren" und auch real verlust machen.

loco hat geschrieben:Vieleicht kann ich selber welche aufstellen... Aber ich denke es wird sehr teuer werden.

Wenn du ein Bank findest welche dir genügend Geld Zinsgünstig zur verfügung stellt bei praktisch fast 0% Eigenkapital?
cerco
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Beitragvon cerco » 22.09.2007 08:21 Uhr

Moin! Dazu habe ich gehört: IN TSCHECHIEN WURDE soeben EINER kommune 4800euro PRO windrad iGEBOTEN:(FREIE PRESSE,LOKAL TEIL ANNABERG GESTERN.) MAL DEM UNTERNEHMEN zeigen. Und NOCH WAS-WINDENERGIE kann WIRKLICH co 2 Emissionen SPAREN helfen. Also Mal nicht zu kritisch sein-aber gut prüfen auch bei den eigenen STEUERN.
Albatross
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Beitragvon Albatross » 14.03.2008 00:16 Uhr

loco hat geschrieben:habe ca. 25 ha Ackerland und jemand möchte auf mein Land 12 Windkraftanlagen(100m hoch) hinstellen.
Wieviel Miete bzw. was soll oder kann ich dafür verlangen?


Hallo Loco,

die Profis hauen die "armen" Bauern damit übers Ohr,
dass sie in den Vertrag eine größere Anzahl WEA schreiben (rechtlicher Passus: "bis zu x-Anlagen"), als sie später realisieren.

Zudem verfahren sie bei der Nabenhöhe ebenso übertreibend, also 100m zum Beispiel.

Wenn im Genehmigungsverfahren sich eine nur geringere Nabenhöhe als zulässig ergibt, machen sie auch Pachtabschläge.
Also: Wenn im Vertrag 100m Nabenhöhe stand, 65m jedoch "nur" genehmigt wurden (wegen Landschaftsansicht o.ä.), wollen sie auch nur 65% (von 3.000.-) zahlen. Gönnerisch einigt man sich auf 75-80%.

(Sag' jetzt nicht, das gibt es nicht! Habe ich als Landbesitzer mit einem sehr bekannten "Entwickler" im Jahr 2002 erlebt.)

Und (wie oben) das gleiche Spiel mit der Grundstücksfläche resp. Anzahl der möglichen WEA:

Selbst wenn Dein Flurstück ein schmales (aber ausreichend breites) Handtuch sein sollte und Doppelreihen vermieden werden können (sie brauchen größere Abstände) und die EINE Achse auch noch gut zur Hauptwindrichtung steht (Nord-Süd-Aufstellung), bräuchtest Du für 12 WEA eine Fläche von mehr als 100 ha. Im günstigen Fall.
(Normarweise braucht man für 7 Anlagen 100 ha.)

Natürlich will jeder die höchsten und stärksten Anlagen, weil "oben" der Wind nicht von Geländerauhigkeiten gestört wird und der Ertrag am besten ist. (Und kleine Anlagen sind relativ teurer.)
Aber großé Anlagen brauchen auch viel Platz - wegen der Störungen, aber auch wegen der Kipphöhen-Abstandsflächen (ca. 115% der GESAMThöhe).

Ohne die Verhältnisse vor Ort genau zu kennen, kann man aber wohl sagen, dass auf Deinen 25 ha maximal 4 und günstigstenfalls 5 große WEA Platz finden. Alle anderen Aussagen ......... ;) ;) :roll:

Als rechne Dich nicht reich, lieber Loco! (Denn so wird's sicherlich nicht.)

Zum Pachtvertrag: 3000.- p.a. pro Anlagenstandplatz:

Das kommt sehr auf den Standort (und dessen Güte) und die Größe der WEA an. Die Summe ist schon mit einer E40 (600) mit 50-65m Nabenhöhe im Windgebiet 2 gut erwirtschaftbar.
Für höhere Anlagen mit einer Leistung >1,8 MW würde ich 5.000.- p.a. oder mehr (je nach mittlerer Windgeschwindigkeit) ausgeben/verlangen.

Den Vertrag kannst Du als Bäuerlein vom Landvolk prüfen lassen.
Inzwischen müssten die die Masche der Profis gut kennen.
(Aber vielleicht gibt es neue Fallgruben.)

Das Dilemma insgesamt ist, dass man heute nicht so einfach selbst eine WEA errichten kann. Allein im Planungsprozeß werden mit ungewissem Ausgang (!) sechsstellige Summen fällig. Die kleinen WEA sind zu teuer, für die großen gibt die Bank nur den "Großen" das notwendige Kapital. Der "ganze" Markt ist heute völlig kommerzialisiert und gibt den Pionieren/Öko-Freaks keinen Raum mehr. Und ich bin kein Zahnarzt. ;)

Viel Glück (aber nicht übertreiben) ;)

Albatross


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