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maxkolwe
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Beitragvon maxkolwe » 21.02.2008 20:37 Uhr

Hallo zusammen!
Ich möchte eine Luft-wärmepumpe an meine Ölheizung anschliesen ,da ich bereits eine Warmwasserwärmepumpe in betrieb habe , ist an meiner Heizung der Warmwasserspeicher(155l) frei. Den wollte ich als Pufferspeicher für die Luftwärmepumpe benutzen! Ist das eigentlich mit entsp. Mischermodulen möglich? Bei Dimplex habe ich mal eine online Beratung durch geführt,da komme ich mit meinem Haus Bj.1996 ,36cm Gasbeton, allgemein gut gedämmt,125m2 Wohnfläche ,aber nur 95 m2 beheizt und den entsprechenden Verbrauchswerten 1000 l Öl (nur Heizen) mit eine ca.9 kw WP zurecht und die Ölheizung würde sich erst bei -12 Grad zuschalten!
Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen oder kann mir weiter helfen?
mfg

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Beitragvon GMil » 29.02.2008 15:17 Uhr

Vor kurzem habe ich meine Ölheizung durch eine L/W-WP ersetzt. Dabei habe ich die alte Ölheizung per extra Wärmetauscher an den neuen Puffer anschließen lassen, so daß ich beide Heizungen im Notfall getrennt oder auch parallel benutzen kann. (Der WT war im Puffer bereits enthalten).

Allerdings bin ich der Meinung, daß 155 l Puffervolumen nicht ausreichen. Entweder man hat Fußbodenheizung, dann kommt man völlig ohne Puffer aus, oder man hat -wie ich- nur Radiatoren, dann sind wenigstens 400 - 500 l erforderlich, speziell, wenn man Sperrzeiten überbrücken muß.
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Beitragvon maxkolwe » 29.02.2008 18:42 Uhr

Hallo Gmil!

Ich habe mir bisher einige Angebote machen lassenund muss feststellen das jeder Installateur etwas anderes empfielt! Einmal ein kleiner Puffer ca.10% vom wp -wasserdurchlauf ( damit die WP nicht taktet) der andere einen grossen Puffer damit die WP auch nicht taktet! War das bei Dir auch so? Ich bin momentan etwas irritiert! Beim Strom ist das ähnlich: einmal brauche ich eine Genehmigung,separaten Zähler usw. vom EVU, einmal nicht! Weis einer was richtig ist?
MfG
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Beitragvon GMil » 01.03.2008 14:27 Uhr

Nun, zum Puffer habe ich ja inzwischen praktische Erfahrungen, die sind besser als jede Theorie. Nochmal: ich habe keine Fußbodenheizung. Hätte ich die, wäre der erwärmte Estrich (vermutlich) absolut ausreichend zur Überbrückung der Sperrzeiten. Die Radiatoren sind es definitiv nicht! Auch mit meinen 400 l Puffer ist das Wasser nach einer Stunde Sperrzeit wenigstens 5 K kälter als vorher. Im Raum selbst macht sich das nicht so stark bemerkbar, aber immerhin muß ich ja auch bis zu 2 Std. Sperrzeit überbrücken können. Da ist auch der 400 l Puffer nicht zu groß.

Meine Wärmepumpe ist eine modulierende (=drehzahlgeregelte) L/W-WP. Die ist schnell warm (ca. 5-7- Min), nach dem Abschalten aber auch schnell wieder kalt. Ohne Puffer würde da nix gehen, ganz abgesehen davon, daß der auch das Brauchwasser warm hält. Wegen einer evtl. Taktung wäre ein Puffer bei einer modulierenden Anlage nicht zwangsweise nötig; immerhin kann die ihre Leistung direkt an den Bedarf anpassen.

Die Wärmepumpe ist bei uns seitens des EVU genehmigungspflichtig (wie alle Geräte über 2 kVA Anschlußwert!!); wenigstens ist das offiziell so. Praktisch interessiert das bei uns aber niemanden, weil man dann ja jede Waschmaschine etc. anmelden müßte. Natürlich muß ein Zweitarifzähler getrennt beantragt werden, wenn man einen Wärmepumpentarif haben will. Der Tarif ist dann auch nur vom örtlichen EVU zu beziehen, weil dieses die Rundsteuersignale eines anderen Anbieters nicht durch sein Netz lassen müßte / würde. Das schränkt die Tarifauswahl doch sehr ein, und man tut gut daran, genau nachzurechnen, ob sich das lohnt (von Ort zu Ort verschieden; ich habe einen installieren lassen). Zusätzlich zur 2. Zählergebühr müssen ggf. die Zählervorsicherungen erhöht werden, was höhere Bereitstellungsgebühren kostet und manchmal auch die Umrüstung aller FI-Schalter im Haus nach sich zieht (von 40 A auf 63 A). Achtung: soll ein BAFA-Zuschuß beantragt werden, MUSS ein eigener Zähler für die WP installiert werden.

Natürlich kann man bei der elektrischen Installation der WP auch sehr viel selbst machen und richtig dabei sparen, wenn man sich auskennt. Andernfalls würde ich die Finger davon lassen.

Zu den Installateuren: meine Erkenntnis ist, daß nur sehr wenige bislang fundierte Erfahrungen mit WPn haben. Will man als Kunde das Optimum für seinen Anwendungsfall, bleibt einem nix anderes übrig, als sich selbst mal in die Materie zu versenken. Jedenfalls ist das meine Methode, aber ich habe als Rentner auch die Zeit dazu.
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Beitragvon OskarInDerTonne » 02.03.2008 07:54 Uhr

also ich würde die WP nur bis 0 - +5 Grad laufen lassen - ansonsten deine Ölheizung. Die Firma wo ich meine WP (Technibel) her habe, ist eine Fa. für Kälte - Klima Technik. Die haben weit aus mehr Erfahrung als ein Heizungsbauer.
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Beitragvon GMil » 02.03.2008 12:20 Uhr

Bivalenzpunkte zwischen 0 und -7°C finden sich auch in manchen Herstellerangaben, Expertenforen und der Literatur. Ich bin mittlerweile nicht mehr dieser Meinung: es hängt offenbar sehr von der individuellen Pumpe / Anlage ab! Fakt ist ja, daß die Standalone-WPn prinzipiell für eine Komplettversorgung des Hauses bis -15°C oder gar -20°C ausgelegt sind. Je nach Hersteller wird aber ab ca. -7°C ein Heizstab zugeschaltet oder eben nicht.

Hat man eine Heizstabanlage, ist die Sache klar: auf jeden Fall sollte vor dem Heizstab der Öler anspringen, so daß der Heizstab gar nicht benutzt wird. Öl ist nach wie vor deutlich billiger als Strom, wenn der nur 1:1 in Wärme umgewandelt wird.

Anders ist die Sache, wenn man wie ich eine WP hat, die für -20°C ohne Heizstab ausgelegt ist. Da hilft nur das Ausmessen des Wirkungsgrads bei jeder Temperatur, wenn man den exakten Break-even ermitteln will. Nach ersten empirischen Erkenntnissen liegt der bei mir bei rund -10°C, aber genau kann ich das mangels WMZ nicht ermitteln.


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