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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Fertighaus Bj 76 zu NE-Haus / Passivhaus umbauen?

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grampf

Erfahrung:
Anmeldedatum: 07.02.2008,
Beiträge: 1
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Hallo,
ich bin neu hier, will auch erstmal überhaupt eine grundlegende Einschätzung, was machbar ist und wo man anfangen sollte.
Haus ist ein Fischer-Fertighaus Bj 76, an dem seitdem nichts groß gemacht wurde (Farbe dürfte ja nicht soviel bringen an Dämmwirkung).
Ich würde, nachdem ich bei Freunden verschiedene Euphorien und Depressionen miterlebt habe (Pellets, Solar etc.), die dann teils auf Preisschwankungen bei Heizstoffen bzw. Ausführung der Umbauten zurückzuführen waren, am liebsten wenn, dann gleich eine Modernisierung in Richtung wenig-null-heizen machen wollen.
Da ich im Forum schon ein wenig quergelesen habe, würde ich z.B. den Dachboden, der mittels zerrissener Plastikfolien 'gedämmt' ist, gar nicht groß miteinbeziehen, sondern lieber die Zwischendecke mit Aufstieg luftdicht dämmen.
Also am liebsten in jeder Beziehung einfache Lösungen.

Anstehen würden dann ja auch Außenwand und Fenster und Kellerräume (Hanglage, also eine Seite kalt lassen, Talseite ausgebaut).

Mich würde interessieren, ob ein Umbau in ein Passivhaus überhaupt möglich ist (in einem menschlichen preislichen Rahmen) und ob jemand irgendwo eine Referenz hätte, bei der man evtl. ein wenig studieren könnte, habe im Internet nun schon einige Zeit gelassen, aber "Umbau von älteren Fertighäusern" gehört anscheinend nicht zu den größten Rennern....

Ich wäre begeistert, wenn mir jemand kurz ein paar Sätze schreiben könnte, wie gesagt, soll das ja nur eine erste Orientierung sein, damit ich nicht den ersten Energieschub gleich in die falsche Richtung setze, das kann man ja dann bei Hausmodernisierung noch in genügend anderen Bereichen machen, oder? Wink
Danke!

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Michael R.

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 01.01.2007,
Beiträge: 135
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Hallo grampf,

ein "altes" Haus in ein Passivhaus umzubauen ist nicht einfach, aber sicherlich möglich. Nur ob sich der technische und materielle Aufwand lohnt, ist fraglich. Dann eher Richtung KfW 60/40 versuchen.
Grob gesagt, musst du dein Haus von allen Seiten gut einpacken. Dämmung der Fassade ist da sicherlich das einfachste. Interessanter wird es beim Dach und beim Keller / Bodenplatte.
Deine Idee, die Decke im Dach zu dämmen, veringert die zu dämmende Fläche, jedoch wird es schwierig, die Dachluke kältebrückenfrei zu dämmen und dann luftdicht zu verschließen. Der Boden ist dann nicht mehr nutzbar und auch nicht mehr kontrollierbar. Will man das?

Ich habe ein Passivhaus gebaut und mich gute 7 Jahre im Vorfeld mit der Thematik beschäftigt, bevor ich angefangen habe zu bauen. Die Flächen zu dämmen ist ein Kinderspiel, entscheidend sind die Details / Kältebrücken. Bei einem Neubau kann man da in der Planung schon einiges vermeiden. Im Bestand braucht das viel Erfahrung.

Aber vernünftiges Dämmen bringt eine Menge.

Achso, ich heize das bischen was ich brauch mit Holz und Solar. Somit bin ich nur noch von etwas Strom abhänig, der die Pumpen bewegt. Mich interessieren Öl-, Gas- oder Pelletpreise nicht.

Gruß Micha

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Man muss sagen, dass in 1970er Jahren im Fertighaus-Bereich viele Details schlecht gelöst waren. Wir haben schon häufig von solchen Sanierungmaßnahmen abgeraten, weil der Kostenrahmen nicht zu rechtsfertigen ist.

Zu der Zeit (1970) sind Materialien verwandt worden, die heute nicht mehr zulässig sind. Beispielsweise lungengängige Mineralwolle. Entsorgungsproblem!

Im schlimmsten Fall muss der alte Dämmstoff und die Beplankung, die Fassade komplett entfernt werden, um nach heutigen technischen Standards einen einwandfreien Wandaufbau herzustellen.

Neue Fenster etc. sind i.d.R. auch fällig.

Die Dämmung gegen Erdreich und Keller muss auch technisch gelöst werden.

Die Erneuerung der Elektro- und Heizungsinstallation ist wesentlich teuer als in einem Neubau.

Die Lohnkosten lassen sich nicht genau vorhersagen. I.d.R. lohnt sich solch eine Sanierungsmaßnahme nur, wenn man das Vorhaben in Eigenleistung durchführt.


Auf jeden Fall einen unabhängigen Fachmann konsultieren. Evtl. sollte ein Berater für Baufragen der Verbraucherzentrale hinzugezogen werden, dieser berät unabhängig von Gewerken und ist zu Neutralität verpflichtet.


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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