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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Wally, der Häuslekäufer
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Beitragvon Wally, der Häuslekäufer » 02.01.2008 22:51 Uhr

Hallo,

wir sind gerade am überlegen, ein Reihenmittelhaus zu erwerben (Baujahr 1983, 140 qm Wohnfläche, versetzt auf 2 Ebenen).

Bisher wird dieses Haus mit Nachtspeicheröfen beheizt, die noch aus dem Baujahr 1983 stammen. Diese würden wir gerne durch eine modernere Heizungsanlage ersetzen, allerdings sind wir diesbezüglich unschlüssig.

Die alten Nachtspeicheröfen durch neue zu ersetzen kommt für uns aus ökologischen Gründen eigentlich nicht in Frage oder gibt es doch etwas, was dafür spricht ?

Gas liegt lt. Verkäufer bereits in der Straße, könnte also vermutlich relativ problemlos angeschlossen und genutzt werden. Es müsste also aber die ganze bisherige "Anlage" komplett ausgetauscht werden.
Mit welchen Kosten (Gesamtkosten inkl. Installation, Kessel, Heizkörper usw.) ist dabei (grob) zu rechnen?

Gibt es sonstige "finanzierbare" Alternativen / Ideen?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten und guten Ratschläge.

Viele Grüße
Wally, der Häuslekäufer :)

machtnix
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Beitragvon machtnix » 02.01.2008 23:42 Uhr

Nachtspeicheröfen raus.Wandheizung und Fußbodenheizung rein.
Wenn es geht Wärmepumpe.
Ansonsten Wandheizung mit Gasbrennwertherme und Solar.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 03.01.2008 00:17 Uhr

Bei Nachtspeicheröfen raus gibt es eine komfortable Lösung.
Da das Heizsystem ja neu eingebaut werden muss, gleich das Haus mit Klimakonfektoren bestücken.
Vorteil im Winter heizen im Sommer kühlen.
Dazu eine Luft Wasser WP, in Split Ausführung.
Ein weiterer Vorteil, die Maschine, steht im Keller, das Verdampferteil/ gleich Umweltwärmenutzung, mit den Ventilatoren außen aufstellen. dafür benötigt man auch keine Luftkanäle.
Es kann nichts einfrieren, es wird ja kein Heizwasser nach außen geführt sondern nur die Kältemittelleitungen, Elektroleitungen für den Verdampfer.
Je nach Anlagenauslegung, Klimazohne ist es jederzeit möglich bis -20CAußentemperaturen zu heizen und an den wenigen Tagen unter dieser tiefen Außentemperaturen mit einer Elektrozusatzheizung die Wärmlieferung ergänzen.
Es gibt dazu jetzt auch eine staatliche Förderung sowie weitere günstige Darlehen von der KFW. Unter www.foerderdata.de sind diese auch regional abzufragen.
Unter www.heatpump-systeme.de oder www.aermec.com findet man die technischen Geräte dazu.

Gruß Denkedran
Wally, der Häuslekäufer
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Beitragvon Wally, der Häuslekäufer » 03.01.2008 19:08 Uhr

@ denkedran

Vielen Dank für den Tip.

Kannst du mir so ganz grob sagen, mit welchem Investitionsvolumen (ohne Berücks. evtl. Fördermittel o.ä.) zu rechnen ist (inkl. aller Geräte, Arbeitskosten), wenn man es vom "Fachmann" installieren lässt?
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.01.2008 20:32 Uhr

1. Grundsätzlich hat das Reihenmittelhaus einen wesentlichen energetischen Vorteil. Es hat relativ wenig zu beheizende Außenfläche. die beidseitig nebenstehenden Baukörper dienen als Kälteschutz.

2. Vor einer Sanierung der Heizungsanlage ist eine energetische Sanierung der Gebäudehülle zu prüfen. Von 1983 bis 2008 hat sich beim Materialeinsatz viel getan:
Fenster - Wärmeisolierglas mit 0,9 W/m²K bei 2-Scheibensystem, 6-Kammerprofile
Wärmedämmung der Außenwände - Perlite, Wärmedämmverbundsystem etc.
Kellerdämmung - von unten mit Perimeterdämmung, von oben unterhalb des Fußbodenaufbaus
Dachdämmung - volle Zwischensparrendämmung, Holzweichfaserdämmplatte, Untersparrendämmung, etc.

3. Es ist durchaus interessant, um den Fußbodenaufbau niedrig zu halten, eine Wandheizung einzusetzen. Wandheizungen sind Flächenheizungen. Flächenheizungen ermöglichen mit niedrigem Temperaturniveau zu heizen. Das niedrige Temperaturniveau harmoniert besonders gut mit der Wärmepumpentechnik. Das ist energetisch besonders effizient und energiesparend.

4. Auf jeden Fall solltest Du Dir einen unabhängigen Rat einholen. Ich empfehle, mit einer Verbraucherzentrale Kontakt aufzunehmen und dort gegen geringes Entgelt eine Gebäudeenergieberatung durchführen zu lassen. Und zwar bevor, das Haus gekauft wird. Eine Begehung des Objekts mit einem unabhängigen Fachmann ist auch sehr empfehlenswert.

Informationen zu diesen Schwerpunkten kannst Du unter folgendem Link herunterladen oder auch als Infobroschüren kostenlos zusenden lassen.
http://energie-effizientes-haus.de/html/infos_prospekte__versandservic.html
Wie erfolgreich man diese technischen Möglichkeiten umsetzen kann, ist in der Broschüre "Besser als eine Neubau" an Beispielen aus der Praxis erläutert. http://energie-effizientes-haus.de/html/infos_prospekte__versandservic.html#dena-Bessera lseinNeubau


KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
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Beitragvon Franky71 » 05.01.2008 11:36 Uhr

Hallo,

wie ist das bei diesem Reihenhaus mit der Heizung?
Gibt esdie Möglichkeit eine gemeinsame wie bei Mehrfamilienhäusern zu Installieren, oder kocht jeder sein eigenes Süppchen?
Ist es überhaupt möglich in einem Reihenhaus einen Teil zu sanieren, oder braucht man die Zustimmung der Nachbarn im Aussenbereich.

Folgendes dürfte ohne große Schwierigkeiten machbar sein: Das Heizungssystem, also die Heizungsrohre in Sockelleisten zu integrieren, musst mal danach googlen, da findet sich sicher etwas
Da kannste dann ganz normale Radiatoren anschliessen, Wandheizungen oder etwas aufwendiger Fussbodenheizungen, ja nach Geldbeutel und/oder eigenem Können.

Ein Beispiellink noch zu dem Thema:

http://www.leistenkontor.de/index.php?x=0&itemgr=11870

Aber wie gesagt, Suchmaschinen, oder Baumärtke hierzu aufsuchen.

Viel Erfolg und bericht uns dann mal wenn's funktioniert. Ich wohne hier nämlich auch in einem Haus mit (noch) Nachtspeicherheizung aus den 70'ern.

Franky

Kaum macht man's richtig, schon geht's.
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Beitragvon skeletore » 07.01.2008 16:50 Uhr

sehr interessantes Thema, denn auch wir haben vor ein Haus zu kaufen das mit Nachtspeicheröfen ausgestattet ist. Gas müsste auch von der Straße her angeschlossen werden; Welche Kosten werden da ca. anfallen? trage ich diese oder eventuell sogar der Gaslieferant?

Es wäre bei uns möglich das Erdgeschoss mittels Festbrennstoffofen zu heizen. Soll ich dann im restlichen Haus bei den Nachtspeicheröfen bleiben? Sind übrigens nicht die neuesten Geräte, also diese müssten sowieso irgendwann ausgetauscht werden.

Wie sieht es hier aus mit einer Infrarotheizung wäre dass eine ökonomische Alternative?
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Beitragvon experte-j » 07.01.2008 17:09 Uhr

Hallo Wally,

Kosten sind höher als bei einem Neubau, da ja im fertigen Objekt gearbeitet werden muß.
Bei Bekannte hat der Vermieter ein Fertighaus aus den 70érn umgerüstet mit einer Luft-WP und Klima-konvektoren( können im Sommer auch kühlen). Kosten der Wp lagen bei knapp 10T€ und pro Konvektor zwischen 450 und 700 €. Dazu kam dann noch der Einbau und ein Puffer.

Ich hoffe das hilft dir weiter
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Beitragvon Schmart » 08.01.2008 16:17 Uhr

Hallo Wally ich bin Fachberater bei der Firma Lüumel und wir Bauen seit 10 Jahren Erdwärmeheizungen das ist die beste Alternative und bringt wirklich was für den Geldbeutel!!!

Gern steh ich Ihnen unter der Nummer 03420/704997 für weitere Fragen zur Verfügung!!!
MfG Martin

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