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Aneu
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Beitragvon Aneu » 27.12.2007 00:15 Uhr

Hallo,

ich möchte heute meine Leidensgeschichte vortragen und hoffe dass mir jemand helfen kann.

Die Fakten im Überblick:

Neubau unseres Hauses im Jahr 2004 mit Einbau einer Wärmepumpe Ochsner GMLW 9. Die Anlage wurde seitens des Heizungsbauers (seit 2005 Insolvent) in Betrieb genommen. Mir war damals nicht bekannt (wurde auch nicht gesagt) dass Ochsner selbst die Anlagen in Betrieb nimmt.
In den Wintern 2005 und 2006 trat ein Pfeifen an unserem Splittverdampfer auf. Da ich noch Kontakt zum ehemaligen Heizungsbauer hatte beauftragte ich ihn zunächst mit der Fehlersuche. Er fand jedoch keinen. Im März 2007 wandte ich mich dann direkt an Ochsner. Der Techniker fand heraus, dass das Pfeifen durch ein falsch eingebauten Expansionsventil ausgelöst wird (Ein und Ausgang des Ventils waren vertauscht). Darauf hin baute mir Ochsner das Ventil auf Kulanz richtig ein.
Nach dem Umbau im August 2007 stellte sich bei mir immer wieder der ERR 36 zunächst nur bei der Brauchwassererwärmung, später dann auch ab und zu beim Heizbetrieb ein. Ein erneuter Besuch des Technikers brachte keine Verbesserung. Nach einem weiteren Monat mit Fehler traf der erneut gerufene Techniker die Aussage es läge wohl an der kompletten Hydraulik da ERR 36 bedeutet die Wärme die die Anlage produziert wird nicht abgenommen. Daraufhin habe ich die komplette Hydraulik gem. Schema von Ochsner umbauen lassen und einen neuen Pufferspeicher integriert. Ergebnis: kein Erfolg.
Jetzt sei, so die Aussage des zum dritten Mal gerufenen Techniker wohl der interne Wärmetauscher und die interne Umwälzpumpe defekt. Der Wärmetauscher wurde darauf hin gespült. Die Pumpe wird am Freitag eingebaut. Wenn das nichts bringt muss wohl der interne Wärmetauscher gewechselt werden.

Soweit die Geschichte. Mein Problem:

Heizungsseitig funktioniert die Anlage. Erst ab einer Rücklauftemperatur von ca. 35 Grad (-3 Grad Aussentemperatur) kommt ab und an ERR 36.
Brauchwasserseitig funktioniert die Erwärmung manchmal auf 34 Grad, dann gehen mal wieder 39 Grad, mal läuft die Anlage problemlos durch und dann kommt wieder ERR 36. (Temperaturen Brauchwasser = Fühlertemp. im Speicher).

Meine Nerven sind futsch, denn ich weiss nicht mehr was ich glauben soll. Den Austausch des Wärmetauschers, ca 1.500 Euro kann und will ich mir nicht leisten.

Die Anlage lief vor August 2007 zwar nicht optimal und brachte scheinbar noch nie die volle Leistung aber wer ist eigentlich jetzt verantwortlich dass die Wärmepumpe einwandfrei funktioniert (rein rechtlich ? OCHSNER Schiebt auf den damaligen Installateur)

Kann die Fehlerursache wirklich der Wärmetauscher sein und warum geht es manchmal und manchmal nicht ?

Am Kältekreis sei alles in Ordnung. Der Scroll Kompressor läuft aber scheinbar bei der Brauchwassererwärmung mit zu viel Druck und wird ab 27 Bar abgeschaltet.

Vielen Dank für viele Antworten.

Gruß
ANeu

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Beitragvon Aneu » 27.12.2007 00:40 Uhr

Hallo,

hab ich noch vergessen:

Mein geliebter ERR 36 bedeutet Hochdruckstörung.
Ganz gravierend ist es sobald der Splittverdampfer abgetaut wurde. Dann muss ich ca. 1 Stunde warten bevor ich die Heizung überhaupt mal wieder zum Laufen bringe.

Könnte das ganze auch event. mit der Elektronik (fehlerhaftes Teil, falsche Steuerung) zu tun haben ?

Gruß
Aneu
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Beitragvon machtnix » 27.12.2007 12:48 Uhr

Vielleicht ist ja auch nur ein Fühler defekt?

Wende dich doch einmal an einen Kälte-Fachbetrieb der auch Wärmepumpen einbaut,den findest hier; http://www.vdkf.de/ unter Kälte-Klima dann Fachbetrieb in deiner Nähe.
Manchmal habe ich den Eindruck das die Hersteller selbst nicht mehr wissen was sie einbauen und an was es liegen könnte.
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Beitragvon bernhard geyer » 27.12.2007 15:08 Uhr

Aneu hat geschrieben:Die Anlage lief vor August 2007 zwar nicht optimal und brachte scheinbar noch nie die volle Leistung aber wer ist eigentlich jetzt verantwortlich dass die Wärmepumpe einwandfrei funktioniert (rein rechtlich ? OCHSNER Schiebt auf den damaligen Installateur)

Dein Vertragspartner ist der Heizungsbauer. Solange der Hersteller dir nicht im Rahmen von erweiterter Garantie noch zusätzliche Leistungen (u.U.direkt) anbietet) hast du mit dem Herstellur nur dann was zu tun wenn serientechnische Sicherheitsmängel vorliegen würden.
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Beitragvon stefan-mv » 27.12.2007 20:57 Uhr

Hallo Aneu,

deine Problemschilderung deutet für mich auf 2 mögliche Hauptfehlerquellen hin.
1.) Die Wassermenge, die über den Wärmetauscher (Kondensatorseitig) fließt ist zu gering. Hier wäre eine neue größere Umwälzpumpe notwendig. Allerdings wäre dann das Problem von Beginn an vorhanden gewesen.
2.) Wenn bei der beschriebenen Reparatur des Ventils unsauber gearbeitet wurde, könnte Luft im Kältekreislauf die Problemursache sein.
Mit unsauber meine ich, das kein Vakuum gezogen worden ist. Eingedrungene Luft "sammelt" sich mit der Zeit im Kondensator. Dieses Luftpolster führt dann dazu, das die nutzbare Wärmetauscheroberfläche geringer wird, was dann auch zu dem Schluß führen kann, das der Wärmetauscher verschmutzt ist.

Sollte der Pumpentausch nichts bringen, würde ich Dir raten eine qualifizierte Kältefirma damit zu beauftragen:
a) das Anlagenkältemittel abpumpen
b) Vakuum ziehen (mindestens 3 -4 Stunden!!)
c) Anlage mit neuem Kältemittel befüllen.

Wenn dann nach dieser Prozedur die Anlage läuft, wurde bei der Reperatur geschlampt.

MfG Stefan
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Beitragvon machtnix » 27.12.2007 22:08 Uhr

Daraufhin habe ich die komplette Hydraulik gem. Schema von Ochsner umbauen lassen und einen neuen Pufferspeicher integriert.

Vorsicht!
Bei Wärmepumpen kann man nicht einfach einen Puffer nehmen.
Wie ist die Hydraulik angeschlosssen?Fährt die Wärmepumpe über einen Wärmetauscher in den Puffer,könnte dieser eventuell zu klein sein.

Wärmepumpen immer direkt in den Puffer führen wenn möglich/nötig.

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Beitragvon Aneu » 28.12.2007 23:25 Uhr

Hallo Stefan-mv,

kann man eventuelle Lufteinschlüsse im Kältekreislauf in den beiden Schaugläsern in denen man auch event. Feuchtigkeit ablesen kann, erkennen ?

Gruß
ANeu
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Beitragvon stefan-mv » 29.12.2007 13:52 Uhr

Hallo Aneu!

Um Deine Frage direkt zu beantworten : Nein!´

Ich tippe mal der Pumpentausch hat keine Besserung gebracht, daher ist die Wahrscheinlichkeit von Fremdgasen sehr hoch.

Wenn Luft im Kältesystem ist, hat dies mehrere negative Folgen, die leider nur indirekt nachweißbar sind.
Fremdgase (Luft) sammeln sich nach und nach im Kondensator. Hier führen sie zu einer Verringerung der Wärmeübertragungsfläche, was dann zu einem höheren Kondensationsdruck führt. Ein Nachweis für Fremdgase ist ein Anstieg der Temperaturdifferenz zwischen dem Heizungswasser- und dem Kältemittelaustritt aus dem Wärmetauscher. Normalerweise darf diese Differenz 6°K nicht überschreiten. Liegt sie bei 6°K oder höher, ist die Wahrscheinlichkeit eines Lufteinschlusses sehr hoch.
Die Krux ist aber, das auch verschmutzte Wärmetauscher dieses Verhalten zeigen.
Da Deine Anlage aber sehr neu ist, der Wärmetauscher schon gespült wurde, und das Hochdruckproblem erst seit der Reparatur auftritt, geht meine Vermutung eher in die Richtung Fremdgase.

MfG Stefan

PS.:
Da Du von einem eventuellen Wärmetauscherwechsel geschrieben hattest, denke ich, gehen die Überlegungen des Monteurs von Ochsner auch in die gleiche Richtung. Allerdings läßt sich ein Wärmetauscherwechsel besser verkaufen. Sollte der Wechsel zu 100% auf Ochsners Kappe gehen, lass sie gewähren. Andernfalls gehe den schon beschriebenen Weg.
Aneu
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Beitragvon Aneu » 30.12.2007 20:19 Uhr

Hallo Stefan-mv,

danke für die klare Antwort.

Zum Stand Pumpentausch:
Mein Heizungsbauer hat noch eine ältere, aber leistungsmäßig bessere (besser als die bisher eingebaute) Pumpe von Grundfoß am Lager gehabt. Diese Pumpe hat die geforderte Watt Leistung von 93 Watt, Umdrehungen und Volumen sind aber aufgrund des Alters der Pumpe nicht mehr zu ermitteln. Diese Pumpe haben wir jetzt einfach mal ausprobiert.

Ergebnis:
Heizungsseitig läuft die Anlage jetzt auch mit höheren Rücklauftemperaturen (bin mir allerdings nicht sicher ob dies am besseren Wetter, jetzt nachts + 2 Grad hängt).

Aber was noch besser ist, im WW-Bereich kann ich jetzt wieder einigermaßen problemlos auf 36 Grad (in der Mitte vom Kessel) erhizten, meist sogar bis 37 Grad. Erst dann taktet die WP. Wenn ich dann die WP gleich wieder auf den Heizbetrieb umstelle läuft der Heizbetrieb wieder problemlos ohne Takten beim erstmaligen Einschalten weiter.

Ich hoffe daher sehr, dass es wirklich an der Pumpe gehangen hat. Ich werde aber den Techniker beim Einbau der neuen Pumpe mal auf die Fremdgase im Wärmetauscher ansprechen und ausdiskutieren. Vileicht probieren wir ja diesen Weg nochmal aus.
Da ich nicht denke, dass OCHSNER nochmal so kulant ist und den Wärmetauscher kostenlos tauscht, kann ich ja schon mal beim nächsten Kältebetrieb vorfühlen was das dort kostet und ob dieser in der Lage ist neu zu befüllen.

Vielen Dank. Werde im neuen Jahr wohl ca. Mitte Januar nochmals über den Stand der Dinge berichten.

Gruß
ANeu

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