Hallo König Erwin !
Nochmals: Wiederaufarbeitung vermindert zu 80% den anfallenden radioaktiven Abfall. Kernenergienutzung ist ganzheitlich und im internationalen Kontext zu betrachten, und nicht wie derzeit in der BR Dtl. als "Stückwerk" einzeln betrachteter Reaktoren. Die Endlagerfrage war längst geklärt. Warum ist Ihrer Meinung nach Gorleben so ungeeignet ? Stellen Sie sich mit ihrem Wissen und Verstand über denjenigen von Geologen nund Atomphysikern ? Sie stellen eine Behauptung nach der anderen auf, das können Kinder genauso wie Greise. Wie wäre es zumindest mal mit dem Ansatz einer Begründung ? Ich frage mich immer: Wenn radioaktiver Abfall so gefährlich ist, warum hocken sich dann tausende Demonstranten permanent auf oder neben die Gleise ?
Stichwort Terroranschlag: Welchen rationalen Grund hätte ein Terrorist, sich mit einem Flieger ausgerechnet auf ein dt. KKW zu stürzen? Siehe Nationaler Notfallplan: Bei akuter Bedrohung werden die KKW ohnehin runtergefahren. Daneben wäre ein Anschlag mit B- oder C-Waffen wesentlich effizienter, da sich Tausende risikoloser und "preiswerter" töten ließen. Und warum haben Mohammed Atta & Co. am 11.09.`01 nicht US-KKWe attackiert ?
Damit dürften Endlagerung und Terrorangst die letzten noch nicht abhaden gekommenen Argumente der KK-Gegner sein. Ich kann genau so behaupten: Das gebündelte Risiko von Diskoeffekt (Schattenwurf), Geräuschemissionen, Eisabwurf, Bruchgefahr, Landschaftsverbrauch usw. durch mittlerweile 15.000 WEA herzulande ist zusammengefasst genauso schädlich wie das der momentanen Kernenergienutzung.
Hinsichtlich der Abnutzung (Besser: Lebensdauer) und Rendite von Windenergieanlagen empfehle ich einschlägige Studien z.Bsp. vom Deutschen Windenergieinstitut in WHV oder des IWR in MS, dem Zuspruch von Erneuerbaren wohl unverdächtig: Max. 20 Jahre beträgt die Lebensdauer einer WEA, jährliche Wartungen vorausgesetzt. Ob sich die Planungs-, Herstellungs-, Betriebskosten u.v.m. bis dahin amortisiert haben, ist insbesondere durch die jahrelang geförderten windschwachen Standorte (> 6,5 m/sec p.a.) mehr als fraglich. Der eingespeiste Windstrom ist gar dermaßen "gratis", dass er ohne die Hilfe des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG, seit 2000) mit festvergüteten Einspeisetarifen gar nicht wettbewerbsfähig wäre. Hierfür werden, wie schon beim Ende 1995 durch das BVerfG verbotenen "Kohlepfennig", die priv. und öffentl. Endverbraucher ZWANGSWEISE in Anspruch genommen. Fielen die Strompreise bis zur Jahrtausendwende dank der Liberalisierung zunächst kontinuierlich, steigen sie seit 2000 permanent: Von 40,- monatl. in 2000 auf nunmehr 52,- monatl. in 2004, gemessen an einem 3-Personen-Haushalt - dem "grünen" EEG sei dank. Den Beweis, das Windstrom ab 2012 (oder so...) wettbewerbsfähig sein soll, sind sämtliche WE-Befürworter noch schuldig. Auf welchen Annahmen beruht diese Prognose ?
Auch beim Hinweis auf Erdgasturbinen ist wohl der Vater Wunsch des Gedankens: Stromspitzen müssen landesweit und unmittelbar ausgeglichen werden, lediglich 18% des Verbrauchs werden aus inländ. Gasförderung beigesteuert: Der Löwenanteil kommt aus Russland und Norwegen sowie Holland - und ist tagelang unaufbereitet unterwegs. Wasserkraft hätte ich mir noch gefallen lassen - ist aber in Dtl. schon an seine geolog. Grenzen gestoßen und damit zur Kompensationen leider nicht ausreichend.
"Nach mir die Sintflut" paßt genau so auf Energienaivität nach dem Motto: "Sollen nachfolgende Generationen doch sehen, wo sie Wärme und Elektrizität herbekommen."
Übrigens strahlt nicht nur radioaktiver Abfall: Auch Tor- und Dummheit, von Anbeginn der Menschheit an.