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mangeluc
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Beitragvon mangeluc » 20.11.2007 11:03 Uhr

Hallo - wir müssen uns jetzt bald entscheiden, welche Art von Heizung wir in einem Anbau (ca. 100 m2 - Fußbodenheizung) installieren - Geplant war eine Wärmepumpe Luft - nunmehr wird uns mehrfach zu einer Erdwärmeheizung geraten - wer hat entsprechende Erfahrungen - DANKE für eine Antwort - mangeluc -

roro
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Beitragvon roro » 21.11.2007 08:31 Uhr

Schwer zu sagen.

1.) Welche Heizlast hat Dein Haus und wie ist Deine FBH ausgelegt. (Je geringer die Haizlast und je geringer die maximale RL-Temperatur umso eher eine LWP).

2.) Bei eine Erdwärmepumpe: Kollektor oder Bohrung? Wie sehen Deine Bodenverhältnisse aus?

Ich selbst habe mich für eine LWP entschieden (7 kW für 185 qm und WW für 4 Personen) und ich habe bisher diese Entscheidung nicht bereuht.

Verbrauch
2005/2006: 3500 kWh
2006/2007: 2500 kWh

Für das Geld, dass mit eine Sole-WP inkl. Bohrung mehr gekostet hätte, kann ich die nächsten 10-15 Jahre heizen, dass sich eine Sole-WP bei mir rechnen würde, werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.11.2007 11:14 Uhr

Hallo mangeluc!

Die Luft/Wasser-Wärmepumpe ist durchaus zu empfehlen, wenn der Energiebedarf entsprechend niedrig ist.
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Screenshot_-_Energieverbrauch_THZ_303.gif[/img]
Grundsätzlich sollte unabhängig vom Heizsystem immer eine niedertemperaturgeführte Wärmeübergabe (Fußboden-, Wand-, Decken-Flächenheizung) bei energiesparenden Bauweisen zum Einsatz kommen, um den besten energetischen Wirkungsgrad zu erzielen.

Es handelt sich doch in Deinem Fall um einen Anbau. Warum versorgst Du Deinen Anbau nicht über das bestehende Heizsystem aus dem Bestandsbau mit einer Abzweigung? Wenn Du dann den Anbau (nur 100 m²) gut gedämmt ausführst und eine zentrale kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher) integrierst, dann könnte der Energiebedarf so niedrig ausfallen, dass Du kein eigenes Heizsystem benötigst. Die Mehrkosten für den besseren Gebäudestandard und die Lüftungsanlage könnten über die Einsparung bei der Heizungsanlage kompensiert werden.


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 21.11.2007 20:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon jojo40 » 21.11.2007 16:52 Uhr

hallo,

wie von den Vorgängern schon gesagt, beide Systeme haben Vorteile oder Nachteile ...

Luftwärme in der Anschaffung preiswerter --- im Verbrauch teuerer , da die "Ausbeute" bei der Luft nicht so effizient ist wie bei der Sole ... und gerade dann wenn die Wärme gebraucht wird ist die "Quelle" auch kalt ... Ich denke es kommt auch ein wenig auf die Gegend an ... im Rheintal ist eine Luftwärepumpe ertragreicher als in Mittelgebirgen oder im Allgäu ...
wenn es ein dicht bewohntes Gebiet ist event. auf Geräuschentwicklung achten ...

Solewärme (Erdwärme) gibt es als Flächensonde oder als Tiefensonde. Beides bedeutet Erdarbeiten ... Der Raumbedarf für die Fläche ist ca. 2 x zu beheizende Fläche, die tiefe der Bohrungen kommt auf den Untergrund an ...

Bohrungen sind teuer in der Investition, aber durch die gleichmäßigere Wärmeabgabe sind sie das ganze Jahr über gleich effizient...

Du schreibst Anbau ... lohnt es sich nicht die Heizanlage für das ganze Haus zu erneueren, dann wäre wahrscheinlich die Erdwärme die bessere Lösung ... gibt z.Zt. sehr günstige Kredite bei Sanierung ...

Jürgen
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mangeluc
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Beitragvon mangeluc » 22.11.2007 12:21 Uhr

Danke für eure Antworten-es ist zwar ein Anbau,aber doch (kombiniert mit einem schon bestehenden Teil)eine eigene (Miet-Wohnung, die heizungsmäßig von der Hauptwohnung getrennt werden soll. (Bauherrin: Meine Tochter) Ich denke, sie wird Luftwärme nehmen (Bohrung zu kom-pliziert (?) - viel Schmutz ?) Aber bezüglich Luftwärme habe ich doch gewisse Bedenken bezüglich des Lärmes in Rtg. Nachbar - wir wohnen schließlich in einem relativ dicht bebauten Gebiet. Hat jemand Erfahrungen ?
Schönen Tag noch wünscht mangeluc

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