habe leider Teil 3 zweimal gepostet!
Hier der letzte Teil
Ab 2006 wird vor allem die Offshore - Windenenergie stark an Bedeutung gewinnen(27). Zurzeit stehen ca. 300 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 600 MW in den europäischen Meeren.
Bis 2050 sollen sich ca. 10.000 Windkraftanlagen in der Nordsee sowie der Ostsee drehen, die eine Gesamtleistung von. ca. 30.000 MW aufweisen.
Dann wird die Windenergie ca. 30% des deutschen Stromverbrauchs decken können(2

.
Wasserkraft:
Die deutschen Wasserkraftwerke haben im Jahr 2003 ca. 20 Milliarden KWh Strom produziert, bei einer installierten Kapazität von ca. 4.600 MW. Das Potential der Wasserkraft ist in Deutschland schon fast komplett ausgeschöpft. In Zukunft werden vor allem die Reaktivierung stillgelegter Anlagen sowie die Modernisierung alter Anlagen für einen kleinen Aufschwung im Bereich der Wasserkraft. Wasserkraft wird, dann etwa 5% des deutschen Stromverbrauchs decken können(29).
Solarenergie:
Photovoltaik:
In Deutschland waren bis Ende 2003 400 MW installiert. Schon Ende dieses Jahr werden es ca. 700 MW sein. Seit 1990 hat sich der Photovoltaik Zubau in Deutschland um 50.000% (!) erhöht. An diesem Beispiel merkt man, dass zurzeit ein Photovoltaikboom in Deutschland herrscht. Ende dieses Jahres wird die Photovoltaik ca. 0,1 des Stromverbrauchs decken. Das hört sich zwar nach wenig an, doch schon 2050 könnte sie ca. 19% des deutschen Stromverbrauchs decken und dazu müssen noch nicht einmal alle Dächer bebaut werden(30) (werden noch Flächen für die Solarthermie reserviert). Wie oben schon gesagt haben sich die Kosten der Photovoltaik in den letzten Jahren steil nach unten bewegt. So betragen die heutigen Kosten der Photovoltaik nur noch 1/3 des Wertes von 1985. Bis 2010 wird sich dieser Wert nochmals halbiert haben(31).
Solarthermie:
Die Solarthermie wird in Deutschland vor allem für die Heizungsunterstützung sowie der Erwärmung von Wasser benutzt. Bis Ende 2003 waren bereits 5,5 Millionen m2 installiert. Dadurch können jährlich ca. 250 Millionen l Heizöl eingespart werden. Jahr für Jahr werden ca. 850.000 m2 neu installiert(32).
In Zukunft könnte die Solarthermie ca. 20% der deutschen Wärmeerzeugung stellen(33).
Mit der Solarthermie kann man aber auch mithilfe Solarthermischer Kraftwerke Strom produzieren. In Deutschland würde sich ein Bau nicht lohen, dafür aber in südlichen Regionen. So sollen bis 2006 in Spanien zwei Parabolrinnenkraftwerke mit jeweils 50 MW installiert werden(34).
In Kalifornien produzieren solche Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 354 MW seit den achtziger Jahren sauberen Strom. Seit ihrer Inbetriebnahme produzieren sie jährlich genug Strom für 150.000 Haushalte.
In der australischen Wüste sollen in den nächsten Jahren 1.000 m hohe Aufwindkraftwerke gebaut werden. Diese sollen jeweils eine Leistung von 200 MW haben.
Die Parabolrinnenkraftwerke und die Aufwindkraftwerke können auch nachts Strom produzieren, da die Wärme durch spezielle Behälter gespeichert werden kann.
Die Kosten solarthermischer Kraftwerke produzieren schon heute zu Spitzenlastzeiten wirtschaftlichen Strom und in einigen Jahren werden sie sogar billigeren Strom produzieren, als konventionelle Kraftwerke(35).
Biomasse:
Auch die Biomasse ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Es stehen ca. 4,2 Millionen Hektar Landfläche zu Verfügung, die nicht benötigt werden und daher als Anbaugebiete von Energiepflanzen in Frage kommen. Wenn die auf ihnen angebauten Energiepflanzen verfeuert werden, produzieren sie etwa 10% des deutschen Stromverbrauchs(36). Dabei sind die Biomassekraftwerke CO2 neutral. Denn bei der Verbrennung von Biomasse entsteht nur so viel CO2, wie die Pflanzen vorher für ihren Wachstum benötigt haben.
Geothermie:
Die Geothermie steht in Deutschland noch am Anfang, während sie in Island z.B. schon fast den kompletten Energiebedarf liefert. Während es schon zwei dutzend Kraftwerke zur Erhitzung von Wasser gibt, ging 2003 das erste Kraftwerk in Betrieb, dass auch Strom produziert(37). Das Potential für die Geothermie ist in Deutschland sehr hoch: Sie könnte bis 2050 ca. 34% des deutschen Stromverbrauchs decken und außerdem ca. 22% des deutschen Wärmeverbrauchs decken.
Wenn man alle Erneuerbaren Energie betrachtet sieht man, dass es noch große Potentiale gibt. Bis 2050 könnten die EE ca. 94% des deutschen Stromverbrauchs decken und ca. 55% des Wärmeverbrauchs (könnte in 50 Jahren schon 100% sein, da Passivhäuser immer mehr an Bedeutung gewinnen, die gar keine Heizung brauchen). Und alle oben genannten Potentiale sind eher eine Untergrenze des technisch erschließbaren Potentials. Es ist also noch weit aus mehr möglich(3

. Die Politik hat den Weichen auf die EE, durch das EEG (das übrigens nur 1€ pro Haushalt und Monat kostet(39)), gestellt, dagegen kommt die Atomkraft auf das Abstellgleis, denn von Rot-Grün wurde der schrittweise Ausstieg beschlossen