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Roadrunner
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Beitragvon Roadrunner » 16.09.2007 18:14 Uhr

Hallo,

wir bauen gerade das alte Haus meiner Schwiegereltern (Baujahr 1961) ein bisschen um. Zum einen kommt ein Vollwärmeschutz drauf, zum anderen kommt das alte Dach (null (!) isoliert ) runter und ein neues (Isolierung aktueller Stand) drauf. Des weiteren kommt im Erdgeschoß und im 1. Stock ein kleiner Wintergarten (bzw. verglaster Balkon) auf die Westseite. Wir befinden uns bei Miltenberg (plz 63897)l, 6 Personen-Haus, Südausrichtung des Daches und 45 Grad Neigung.
Soo, nun mein Problem: Wir investieren da genug, so dass wir uns überlegt haben, die alte Ölheizung (Baujahr 1981) noch ein paar Jahre arbeiten zu lassen. Auf der anderen Seite wollte ich schon auch in eine thermische Solaranlage investieren.
Unser Heizungsbauer bietet uns nun eine Anlage mit 10 qm und 800 l Schichten-Pufferspeicher an, die auch noch die Heizung unterstützen soll. Was ich mich nun frage: Lohnt sich die Mehrinvestition in Heizuungsunterstützung oder ist das völliger Blödsinn? Ein Argument wäre noch die Hygiene: Bei reiner Brauchwassererwärmung hätte ich einen ca. 400 l-Tank, der halt dann wirklich das Baruchwasser erwärmt und evtl. ein bisschen sifft (Legionellen ...). Im anderen Fall würde das Wasser per Wärmetauscher im Durchlauf erwärmt.
Ich bin inzwischen auch auf dem Trip, in Richtung Solar erstmal nichts zu machen, denn am Haus werden ja ohnehin einige Parameter geändert (Dämmung, Wintergarten, Dach ...). So dass es vielleicht geschickter wäre, mal den Energiebedarf die nächsten 2-3 Jahre zu beobachten, um dann fundierter entscheiden zu können, was man in Richtung Solar macht.
Soo, genug gelabert, ich bin für Kommentare und Entscheidungshilfen jeglicher Art sehr dankbar (gerne auch Internet-Links, die herstellerneutral und fundiert weiterhelfen).

Volker

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Beitragvon bernhard geyer » 16.09.2007 21:56 Uhr

Nimm lieber etwas mehr Dämmung als "Stand der Technik" (wieviel wirds denn überhaupt?) und lass Solar nur Vorbereiten (Versorgungsrohre von Keller ins Dach) und schau in ein paar Jahren was überhaupt jetzt du für einen Verbrauch hast.
Roadrunner
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Beitragvon Roadrunner » 17.09.2007 00:18 Uhr

Hallo,

es wird wohl (stand heute), 10 cm PS-Hartschaum und Du bestärkst mich in der Tat, erstmal die Auswirkungen der baulichen Massnahmen abzuwarten.

volker
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.09.2007 08:20 Uhr

Priorität sollte die Dämmung der Gebäudehülle haben. Im Dachbereich empfiehlt sich ein Dämmstoff (Papier-Zellulose, Holzfaserplatte, etc.) der neben dem winterlichen Kälteschutz auch einen sommerlichen Wärme-/Hitzeschutz bietet.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/unsere_leistungen.html#Phasenverschiebung

Die Effizienz einer Warmwasser-Unterstützung mit einer thermischen Solaranlage ist eher gegeben. Die Unterstützung der Heizung mit einer Solarthermie ist i.d.R unwirtschaftlicher. Gerade bei älteren Gebäuden mit hohen U-Werten kann die Heizungsunterstützung nur wenige, kleine Zeitfenster mit Solarwärme versorgen.
Hochwärmegedämmte Gebäude begünstigen den Einsatz einer Solarthermie zur Heizungsunterstützung, die Deckungsrate der Solarwärme für die Heizung ist wesentlich besser.

Die Bildung von Legionellen ist unbegründet. Bei regelmäßiger Wasserentnahme kann eigentlich kein Legionellenproblem auftreten. Eine Intervalschaltung könnte vorsorglich den Speicher zum Schutz vor Legionellen aufheizen.
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
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qwertz
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Beitragvon qwertz » 25.09.2007 19:31 Uhr

Hallo,

habe selbst eine 10-qm-Solarthermieanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung. Die Heizungsunterstüzung bringt aber nur etwas im Sommer, wo ich sie für einen (großen) Raum im Souterrain nutze. Sonst lohnt sich Heizungsunterstützung meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Anders scheint mir das mit dem Baruchwasser zu sein. Da meine ich, dass man zwar vielleicht kein Geld spart, aber auch keins aus dem Fenster wirft.
Ich täte vielleicht die Verrohrung vom Dach in den Keller (oder wo der Solarspeicher und die Pumpstation stehen soll) vorbereiten - wenn das nicht zu schwierig ist - und noch warten, wie teuer das Öl nun wirklich wird.

Gruß qwertz
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Beitragvon Wasserwärmer » 02.11.2007 21:50 Uhr

Wenn man eh schon eine solarthermische Anlage hat, sollte sie auch nahezu immer für WW und Heizung nutzen. Alles andere ist meist (Ausnahmen gibt es immer) unsinnig.

Gruß

Wasserwärmer


Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)

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