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Smoll
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Beitragvon Smoll » 16.08.2007 19:33 Uhr

Hallo,

habe bei meiner neuen Solarthermieanlage (Frostschutz) folgendes Phänomen, dass ich noch nicht verstehe:

Wenn es wegen Erreichen der max. Puffertemperatur zum Stillstand der Solarpumpe kommt, schlägt die hohe Kollektortemperatur sehr schnell zur Solarstation durch (13,4qm CPC Kollektor; 18mm Solarrohr, ca. 12 m lang) An der Station habe ich dann auf der (linken) Vorlaufseite (ohne Pumpe) ca. 160 Grad C.

Ist dies ein Problem oder hält die Station dies aus? Wie ließe sich das evtl. einfach(!) vermeiden?

Danke für Eure Hilfe/euren Rat!

machtnix
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Beitragvon machtnix » 16.08.2007 20:12 Uhr

Ein Problem ist das sicher nicht,denn die Komponenten sind für solche Temperaturen ausgelegt.
Um dieses Zustand zu vermeiden müßte man die Wärme irgendwie abführen können,z.B Wandheizung im Keller um die Kellerwände trockenzulegen.
speicher größer bauen,PE-rohre ins Erdreich leiten als Erdkollektor für die Wärmepumpe oder oder ...
denkedran
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Beitragvon denkedran » 17.08.2007 11:11 Uhr

Erklärung:

Frostschutz Wasser Gemische, Sole, haben je nach Mischungsverhältnis einen Siedepunkt bis zu 160C.

Im Solarsystem wird heute üblicherweise ein Überdruckventiel von 6 bar und der Druck im Ausdehnungsgefäß ebenfalls so hoch genommen.
Damit erhöht sich der Siedepunkt in der Anlage bis zur Stillstandstemperatur des Kollektors.
Bei Kollektorstillstand wird dieser über die hohe Temperatur von selbst abgekühlt.

Der Solare Vorlauf sollte zuerst in den Wärmetauscher und im Rücklauf, der bereits abgekühlt ist, in den Kollektor mittels der Solar-Pumpe gebracht werden. damit nimm t die Pumpe keinen Schaden.

Es ist im Stillstand sowieso nur der Anteil im Kollektor so hoch, je nach Kollektortyp bis zu 3ltr. Sole, und wenn die Sole in die Rohrleitungen gelangt, kühlt diese sowieso recht schnell ab.

Gruß Denkedran
Smoll
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Beitragvon Smoll » 09.09.2007 09:55 Uhr

Ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, da ich den physikalischen Vorgang noch nicht verstehe. Also:

Wenn es aufgrund von erreichter SpeicherMaxTemperatur bei Sonnenschein zum Stillstand der Solarpumpe kommt, heizt sich die Vorlaufleitung innerhalb weniger Sekunden vom Kollektor herunter bis in die Solarstation und weiter in den Wärmetauscher auf, und zwar auf etwa 160 Grad!! Die Temperatur hinter dem Wärmetausche ist dann wieder soweit gesunken, dass die Pumpe keinen Schaden nimmt. Ich wüsste nun gern, was da passiert, und zwar:

1. Warum heizt sich die Flüssigkeit überhaupt so stark auf? Denn Flüssigkeit muss es ja wohl sein; heißes Gas würde sich ja wahrscheinlich sehr schnell auf dem Weg durch die Solarleitung abkühlen.
2. Auch nach längerer Stillstandszeit ist die Vorlaufleitung noch so heiß. Wo kommt jetzt noch die Energie her, um die Flüssigkeit in der Leitung noch so stark aufzuheizen, denn zirkulieren tut diese ja nicht mehr?
3. Warum drückt die Gasblase die heiße Flüssigkeit nicht auf der Rücklaufseite in den Ausgleichsbehälter (alles richtig angeschlossen, ca. 30 cm hinter der Pumpe)? Vordruck soll laut Installateur richtig sein. Stattdessen wählt die Flüssigkeit den Weg des höheren Widerstandes über den Wärmetauscher und durch die Pumpe. Wie hoch müsste eigentlich der Druck im Ausgleichsbehälter sein?
4. Der Installateur will mir zur Abhilfe die Kollektoranschlüsse so weit verlängern, dass diese als Siphon mit mindestens der Länge der Kollektorschlagen einen hohen "Widerstand" erzeugen. Dadurch soll "die Hitze im Kollektor verbleiben". Macht das Sinn?? Meiner Meinung nach verlängert er dadurch nur die sowieso 12 m langen Leitungen und erreicht höchsten mehr Pufferraum.

Freue mich schon jetzt, wieder was dazu zu lernen. :idea:

Gruß

Smoll

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