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machtnix
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Beitragvon machtnix » 29.08.2007 06:24 Uhr

Wer in einem Neubau eine Elektroheizung einbaut oder einbauen läßt,gehört eigentlich sofort aus dem Verkehr gezogen.


"Marmorheizungen" sind primitive Widerstandsdraht E-Heizer.

Das E-Heizelement ist auf eine 20 mm Natursteinplatte geklebt.

Dabei ist es für die Funktion völlig unerheblich dazu Marmor zu verwenden.
Im Gegenteil hat der gegenüber z.B. Granit oder anderen Natursteinen höherer Dichte
nur Nachteile, ist aber am billigsten.

Für Messe-Vertreter hat sich jedoch gezeigt, dass mehr Leute mit Hilfe des Wortes
Marmor verschaukelt werden können.

In einer Musterhaussiedlung in Mittelfranken wurde in einem Haus ein Raum testweise
damit bestückt.
Marmorheizkörper mit der Leistungsangabe analog einem Konvektor.

Um den Raum im Winter auf 21° zu bekommen muss der E-Thermostat so hoch gedreht
werden, dass man die Steinplatte nicht ohne Schaden anfassen kann. (55-60°C Oberfläche)

Mit Strahlung hat das nichts zu tun. Das ist dann simpel Hochtemperatur Konvektion.

Allerdings über eine sehr ungeschickt kleine und schlecht verteilte Fläche mit sehr miesen
Wärmeübergängen gegen Raumluft.

Der Stromverbrauch in kWh liegt weit höher als die mit Werbung versprochene
"50%- Einsparung gegenüber normalen Heizkörpern" ,
nämlich in Wirklichkeit bei 0-Einsparung ,
im Gegenteil --
in Kosten der E-kWh sind gegenüber einem Heizkörper an der WW-Heizung wesentlich höher.

fdl1409
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Beitragvon fdl1409 » 29.08.2007 06:56 Uhr

Da ist absolut nichts geniales dran, es ist und bleibt eine reine Elektroheizung. Man kann die Fläche vergrößern, dann wird der Strahlungsanteil größer. Am Energieverbrauch ändert das nichts.
Und das wird furchtbar teuer. Die angegebenen Verbräuche sind nur mit extrem gut gedämmten Häusern möglich - Passivhaus oder KfW40.
Ein normales Haus, selbst ein Neubau, wird damit mehrere tausend Euro pro Jahr an Heizkosten haben. Punkt.

Wo bitte werden Durchlauferhitzer gefördert??? Kann sich nur um ein kleines Bestechungsgeld vom Stromversorger handeln. Warum wohl?
Eine öffentliche Förderung von DLE ( die mich nicht mal stören ) halte ich für ein Gerücht.
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Beitragvon Ruwer54 » 29.08.2007 07:16 Uhr

hallo
ich spreche doch gar nicht von einer Marmormorheizung, ihr zieht euch daran hoch, ebensowenig von Konvektionsheizung. Ihr müsst mal das Forum duchforsten, da sind doch etliche Hauseigentümer die ihr Heim mit Infrarotheizung ausgestattet haben und mit den Anschaffungs-und Unterhaltskosten sehr zufrieden sind. Und das sowohl bei Altbauten und bei Neubauten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle nur dummes Zeug schreiben.
gruss
ruwer54
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Beitragvon fdl1409 » 29.08.2007 07:28 Uhr

Doch, tun sie.
Eine Fußbodenheizung ist auch eine Infrarotheizung. Weil sie eine so große Fläche hat und niedrige Temperatur wird ein großer Teil der Wärme als ( Infrarot- ) Strahlung abgegeben, nicht durch Konvektion.
Das ist angenehm. Es spart aber keine Heizkosten, mal von den Wirkungsgradvorteilen bei Solaranlagen und Wärmepumpen abgesehen.
Die Fläche einer FBH ist vielfach größer als die Fläche dieser Infrarotgeräte. Deshalb ist zwangsläufig auch die Temperatur der Heizkörper höher. Die FBH ist die bessere Infrarotheizung.
Diese Infrarotgeschichte ist ein reiner Marketingtrick. Elektrische Ölradiatoren sind schließlich out - es hat sich herumgesprochen daß die Oma davon arm wird. "Infrarotheizungen" sind nichts anderes als der gute alte Ölradiator in neuem Gewand.
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Beitragvon fdl1409 » 29.08.2007 07:34 Uhr

Falls jemand wirklich meint, mit gutem Gewissen seine Hütte elektrisch heizen zu können dann möge er sich wenigstens eine elektrische Fußbodenheizung anschaffen.
Durch den Speichereffekt des Estrichs kann man die wenigstens mit Nachtstrom betreiben, spart also fast 50% der Betriebskosten der "Infrarotheizung". Wie lange diese günstigen Preise noch gewährt werden ist fraglich - RWE hat z.B. mehrfach in den letzten Jahren die Preise erhöht, von gut 6 auf fast 10 cent in 2 Jahren. Außerdem ist der Infrarotanteil wie gesagt höher bei der FBH.
Wegen der Verluste im Kraftwerk hoffe ich aber nicht daß irgend jemand heute noch auf die Idee kommt, elektrisch zu heizen. Wird wie gesagt demnächst gesetzlich verboten.
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Beitragvon Ruwer54 » 29.08.2007 08:28 Uhr

Hallo fdl1409

ja, was gibt es denn für Möglichkeiten ohne aufwendige und teure Umbaumassnahmen eine Nachtspeicherheizung zu ersetzen ?
Elektrische Fussbodenheizung ist teurer Unsinn, man müsste ja den Estrich herausbrechen. Warum erhielt denn die Firma Redwell für ihre Produkte den Innovationspreis 2007 des Mittelstandes für ihre Prokukte ?
Den bekommt man halt nur wenn man besonderes geleistet hat. RWE z.B. gibt beim Kauf eines sparsamen elektronisch gesteuerten DLE einen Zuschuss zum Anschaffungspreis. Eben die sinnvollste Art Warmwasser zu erzeugen !!!
gruss
ruwer54

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Beitragvon machtnix » 29.08.2007 10:15 Uhr

RWE z.B. gibt beim Kauf eines sparsamen elektronisch gesteuerten DLE einen Zuschuss zum Anschaffungspreis. Eben die sinnvollste Art Warmwasser zu erzeugen !!!
Ich glaub ich bin im falschen Film,das ja echt Wahnsinn hier.

Ja, was gibt es denn für Möglichkeiten ohne aufwendige und teure Umbaumassnahmen eine Nachtspeicherheizung zu ersetzen ?
Wenn man weiß wie es geht nimmt man Klimakonvektoren von aermec.
http://de.aermec.com/prodotti/default.a ... pe=fancoil
hier kan man mit einer Wärmepumpe heizen und kühlen.

Wie gesagt man muß eben wissen wie es geht.
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Beitragvon fdl1409 » 29.08.2007 11:07 Uhr

Eine billige Art Nachtspeicher zu ersetzen gibt es nicht. Diese Infrarotheizung spart aber keine Heizkosten, im Gegenteil. Der Stromverbrauch bleibt gleich, man benutzt aber statt Nachtstrom dann Tagstrom. Dazu kommen noch die Investitionskosten. Macht finanziell also gar keinen Sinn.
Wenn man Nachtspeicher ersetzen will kostet das viel Geld für Einbau von Heizkörpern und Verteilnetz und Umrüstung auf Gas, Wärmepumpe etc.. Möglichst vorher noch Dämmung des Hauses.
Diese Maßnahmen werden tatsächlich gefördert vom Staat über KfW-Darlehen mit billigen Krediten und Zuschüssen. Da die Heizkosten nachher viel billiger sind kann man den KfW-Kredit oft mit den Einsparungen tilgen - und hat ein erheblich aufgewertetes Haus.

Wenn man z.B. eine Nachtspeicherheizung durch Niedertemperaturheizkörper in Verbindung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ( als günstigste Variante )ersetzt dann sinkt der Stromverbrauch auf ein Drittel. Wenn man das Haus vorher energetisch saniert ein Sechstel.
Habe im letzten Jahr ein 8-Familienhaus von Nachtspeicher / Ölöfen
auf Radiatorheizung mit Sole-Wasser-WP umgerüstet. Das Haus wurde komplett gedämmt. Hat viel Geld gekostet, etwa 175.000 Euro für die ganzen Maßnahmen. Dafür sind die Heizkosten aber von über 10.000 Euro auf etwa 2.500 gesunken. Die Differenz reicht fast für die Tilgung.
Meine Mieter sind zufrieden, das Haus ist Top saniert, und bei Neuvermietung kann ich viel mehr Miete verlangen.

Mit einer Infrarotheizung hätte ich vielleicht nur 10-20.000 Euro ausgegeben, und die Leute hätten sich gefreut daß die klobigen Nachtspeicher weg sind, aber spätestens mit der ersten Jahresrechnung wären die mir aufs Dach gestiegen.
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Beitragvon MBTom » 29.08.2007 17:48 Uhr

Ganz schön viel Aufregung über die Infrarotheizung.
Gut, dass ich jemand kenne, mit den Kenntnissen aller möglichen Heizungsformen. Sobald ich die Antwort habe, gebe ich ne' Info.
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Beitragvon heizer129 » 31.08.2007 05:00 Uhr

Setz dich doch einfach mit einem Berater vor Ort in Verbindung oder frag deinen Schornsteinfeger. Die Jungs sind teilweise echt kreativ, was Energieerzeugung angeht.

Jeep zeige gerade meinen Lieblingsschorni was gute Anlagentechnik ist ;-)))

Solar kommt dann wohl auch bei ihm aufs Dach ;-)))

Aber jetzt zur Ausgangsfrage :

Baue mit einem Planungsbüro und hole dir die Angebote selbst rein

Das wird oftmals günstiger und Du bekommst genau was du möchtest.

Gruß Thomas Rawe

Die Planung und Ausführung der Hausinstallation wird

über die Energiekosten das ganze Häuserleben lang

bezahlt.
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