Professor Kolin gibt für die Berechnung der Leistung seines Flachplattenmotors folgende
Näherungsformel an (Quelle: Stirling-Maschinen, Werdich/Kübler):
P = V x (delta T)^3 / 2 / 10^5 V in Liter oder dm^3, P in Watt
*edit!: heißt natürlich daß nicht der Wirkungsgrad mit der 3. Potenz ansteigt sondern die Leistung!
Die obige pragmatische Formel ist wohl durch Versuche ermittelt worden (mit Absicherung aus der Theorie...) und gilt laut Buch auch nur für niedrige Temperaturen.
In dem delta T^3 steckt natürlich alles mögliche mit drin...
Aber trotzdem steckt darin wohl das größte Potential bei dieser speziellen Bauart. *
Meine Kolin Maschine läuft in der Sonne mit ca 120 U/min.
Ich hab wohl zuviel Stahlwolle in den Regenerator gepackt, das kostet durch das Gewicht Leistung.
War auch der erste Prototyp.....
Mit einfachen Spiegeln könnte ich die Solarfläche verdreifachen was einen deutlichen Leistungsschub bringen sollte und man könnte sogar was kleines antreiben.
Mit einem optischen System wäre sogar noch mehr Fläche drin.
Da schöne am Kolinsystem ist auch daß man fast die gesamte Maschine aus Holz bauen kann. Nur die Front/Rückfläche aus Stahlblech, die Lager und noch ein bißchen was mehr....
Bei der geringen Wärmelast und Dicke ist das Material bzw Wärmedurchgangskoeffizient desselben der warmen und kalten Seite nicht so wichtig.
Der Unterschied zwischen Stahl und Kupfer bewegt sich im 1/10tel Gradbereich Unterschied auf der Innenseite des heißen Frontblechs.
Interessant wäre ein Alpha-Ringbom-Motor mit einer (Gas)Feder statt dem Triebwerk.
Bei geschickter Auslegung könnte man so vielleicht einen Stirlingmotor bauen der aussieht wie ein geschlossenes Stück Rohr.
Davon abgehend 2 Wasseranschlüsse und ein Stromanschluß.
Stromerzeugung über den Kolben als Lineargenerator, Kühlung zB durch den Heizungsrücklauf.
Im Prinzip 2 bewegliche Teile. Sollte nicht zu teuer werden
Da keine Wärme verlorengeht kann auch auf das letzte Quentchen Wirkungsgrad zugunsten des Preises verzichtet werden.
Wärmequelle: jede beliebige Heizung in die der Erhitzerkopf geschoben wird.
So könnte man auch mit einem Kachelofen Strom erzeugen.....
Jede Heizung ein bezahlbares Blockheizkraftwerk.
Dann müßten nur noch die Stromversorgungsunternehmen dieses ein- und ausschalten dürfen wenn sie Strom brauchen für die Spitzenlast etc.
Sie verpflichten sich einmal am Tag eine Wärmespeicher vollzuladen.
Bei ein paar hunderttausend solcher Kraftwerke wären einige Probleme gelöst.
*edit: also zusätzlich nochmal zurück zum Ausgangsthema: das wievielfache an Leistung würde wohl eine PV-Zelle bei der Bestrahlung mit der dreifachen Sonnenstrahlung abgeben?*