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Hallo Volker Keks,
Tja, das ist das Problem, mit dem sich unsere Heizungsbauer schwer tun. Nähmlich eine WP so knapp auszulegen, daß sie im Winter bei Normaußentemperatur den ganzen Tag durchläuft (Ausnahme Sperrzeiten).
Dann taktet sie ja auch in der Übergangszeit weniger.
Bei einem Neubau, den man vernünftigerweise auch auf die WP abstimmt, taktet sie noch weniger (großer thermischer Speicher durch Massivbauweise, Estrichmasse, evtl. großer WW-Boiler für Nachtladung).
In der Praxis wird dann ein ordentlicher Angstzuschlag eingeführt und die WP zu groß dimensioniert.
Umgekehrt wird bei der Wärmequelle und der Heizungsanlage gespart, d. h. Soletemp. zu niedrig und Heizungsvorlauftemp. zu hoch.
Resultat: Heizleistung und Leistungszahl gehen in den Keller.
Sonden
Bei manchen Bohrfirmen muß man aufpassen. Diese Firmen bieten nicht eine Sondentiefe nach VDI(bezogen auf Kälteleistung) oder schweizer Norm (bezogen auf jährl. enzogener Energie)an, sondern rechnen nach der Wärmeleistung der WP ab. Die Firmen überbieten sich dann mit utopischen spezifischen Entzugsleistungen ihrer Sonden, bohren daher dann weniger tief. Die Sonde liefert dann während ihrer Betriebs- oder Lebensdauer aufgrund ihrer niedrigen Soletemp. schlechte Arbeitszahlen.
Mein Typ: Beim geologischen Landesamt kann jeder ein Gutachten (Gebühr hält sich in Grenzen) über sein Grundstück einholen und damit die spez. Entzugsleistung abschätzen...
Bei vielen Heizungsbauern herrscht noch oft die Meinung vor, wenns kalt wird, dreh die Vorlauftemp. hoch.
Diese haben oder wollen die WP nicht verstehen.
Wird bei der FBH mit den Heizkreisen gespart, so wird es auch mit höherer Vorlauftemp. nicht warm, weil damit die Heizleistung sinkt. Eine überdims. WP heizt natürlich die Bude ein, natürlich auch dem Stromzähler...
Bivalente Betriebsweise, aus betriebswirtschaftlicher Sicht bestimmt eine Alternative.
Wenn Heizstab, dann im WW-Boiler. Dem Heizstab ist es im Gegensatz egal, ob er Wasser von 20 auf 40°C oder von 40 auf 60°C erwärmt.
Kurz zum Boiler. Die herkömmlichen Boiler, wie man sie zum Öl- oder Gaskessel verwendet, taugen nicht für die WP. Die Wärmetauschflächen der Heizregister sind zu klein und die WP muß unnötige Übertemperatur und somit unnötigen Strom für die WW-Erwärmung aufbringen. Heizregisterflächen sollten sich in der Größe derer von Solarregistern bewegen, jedoch gibt es dafür nur sehr wenige Hersteller.
Gruß H. Frank