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Piwi
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Beitragvon Piwi » 14.06.2007 11:55 Uhr

Hallo zusammen,

ich werde im kommenden Jahr die Außenfassade bei meinem Neubau machen. Hier mal die Daten........

- Bungalow Haus
- Dachdämmung Zwischensparrung 20 cm / 035
- Fussboden 10 cm 035 (FBH)
- Außenwand Poroton Plan Stein T12 / U-Wert 0,301 (wenn fetig verputzt)
- Fenster U-1,2
- Wärmepumpe mit Tiefenbohrung

Nun überlege ich mir, ob eine evtl. zusätzliche Fassadendämmung nicht doch noch besser wäre?

Überlegung wäre hier, 40-50 mm Dämmung inkl. Putz. Das würde dann auch noch gut mit meinen Fensterbänken hinhauen.

Frage:
- Ist dies zu empfehlen?
- Was kosten ca. 1 m2 kompl. fertig?
- Kann sich hierbei Kondenswasser zwischen Stein und Dämmung bilden?
- Was muss/solle ich ggf noch beachten?
- Lese auch viel über "Fassadendämmung ist immer optimal"???

DANKE an alle.........

machtnix
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Beitragvon machtnix » 14.06.2007 20:33 Uhr

Wenn es irgenwie geht würde ich auf ein KfW 40 Haus gehen.
Zum Dämmstandard und bauweise kann dir sicher Thomas Heufers mehr sagen.
Tiefenbohrung für die Wärmepumpe würde ich nicht machen,lieber eine Direktverdampfung mit Erdkollektoren.

Wenn die Pläne fertig sind und alle Daten vorhanden,dann unbedingt eine Heizlastberechnung machen lassen.
Wer mehrere hunderttausend Euro für ein Haus ausgibt,der sollte auch noch 300-400 Euro für eine heizlastberechnung übrig haben.

Auch würde ich ein Kontrollierte Wohnraumlüftung mit einplanen.
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Beitragvon bernhard geyer » 15.06.2007 06:35 Uhr

Entweder Wärmedämmender Stein oder Vollwärmeschutz. Und wenn Vollwärmeschutz dann richtig.

Also entweder ein Dämmender Stein (wobie der T12 nicht gerade das Maß aller Dinge ist. Bei Ziegel gibt es auch 42er bzw. 50er Steine mit erheblich besseren Dämmma0

Wenn Fassadendämmung dann einen 24er oder 17er Stein (KS) und am besten gleich 20 cm Dämmung Denn wenn schon der Aufwand mit Dämmung getrieben wird dann richtig.

Für Fussbodendämmung gibt es für die untere Lage 024-Dämmaterialien (Alukaschiertes PU). Und für die Fenster gleich 3fach-Verglassung einplanen (kostet nicht mehr die Welt mehr) und mindestens einen Rahmen der für sich schon 1,1er-Werte hat.
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Beitragvon G. Simon » 15.06.2007 09:01 Uhr

Sobald etwas an der Fasade geändert wird oder gar ein Gerüst gestellt wird, lohnt sich eine zusätzliche Außendämmung.

Für die optimale Dämmstoffstärke und andere bauphisikalische Fragen, sowie Fragen zu Kosten und Amortisation, würde ich einen Gebäudeenergieberater oder Energieausweisaussteller zu Rathe ziehen.

Die Gefahr von Kondensatbildung zwischen Dämmung und Stein besteht hauptsächlich bei Innendämmung.
Wenn bei der Fasadendämmung keine abdichtende Abschlussschicht drauf kommt, kann nichts passieren. Lässt sich alles berechnen.

(www.dena-energieausweis.de)
Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 15.06.2007 11:17 Uhr

Selten rate ich Isolierung, aber wer dünne Wände hat der braucht sie!
Mit jeder unter 36 cm dicken Außenwänden profitiert dabei, darüber nur noch langsam.

Es bildet sich nicht direkt Kondenswasser zwischen Stein und Styropor, aber der Taupunkt liegt nun mal in der Wand und kann nicht weiter nach außen wandern. Das heißt deine Wände werden feuchter, wie ohne Isolierung. Das macht aber erstmal nichts, da der Poroton ein Zieglstein ist und das auch verträgt. Jedoch setzt die erhöhte Feuchtigkeit auch die Wärmeleitfähigkeit höher. Dies solltest Du berücksichtigen, denn 4-5 cm Dämmung inkl. Putz ist viel zu wenig!

Wenn dann mindestens 10 bis 12 cm und mehr!
Es gibt auch Dämmungen die einen niedrigeren Diffusionswiderstand haben und einen kleinen Teil der Feuchtigkeit entweichen lassen. Jedoch bedeutet Diffusionsoffen nicht Kapillar, d.h. Du brauchst auch Energie um deine Wände trocken zu heizen, am besten mit einem Wandheizungssystem oder mit Heizleisten!

Empfohlene Innendämmug:
Putz, Heizungsrohre, Vormauerung 12cm (z.B. schwerer Ziegel), 7cm Luftschicht, Außenwand.

Da die Vormauereung beheizt wird bekommt auch die AUßenwand genug Energie ab um Feuchtigkeit abzuleiten.

Wenn lieber Außendämmung dann informiere dich über alternativen zu styropor, wenn es doch Styropor sein soll dann mach min. 10 cm
Piwi
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Beitragvon Piwi » 18.06.2007 11:06 Uhr

Hallo zusammen,

danke für die vielen Antworten...................

Da das Haus ja bereits steht, habe ich nur bedingt die Möglichkeit für Änderungen...................

Ich möchte hat im kommenden Jahr das Haus von außen machen und überlege hier halt, ob ich da noch was verbessern kann.

Der 36,5 / Poroton T12 / Stein hat inkl. 2 cm Außenputz einen U-Wert von 0,30. Meine Überlegung war halt, ob ich diesen Wert nicht mit z.B. 4-5 cm Außendämmung, anstatt 2 cm Außenputz, z.B. auf 0,25 oder so bekommen würde?

Würde das denn nicht funktioniern?

Gruß...........


Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 18.06.2007 11:16 Uhr

Rechnerisch vielleicht, praktisch bringt Dir das bisschen kaum was, denn wie gesagt: Deine Wand kann nicht mehr so leicht trockenen und verliert etwas von der Isolationsfahigkeit, das machst Du nur wieder weg mit den paar cm Außendämmung, aber ob Du am Ende was gut machst, vor allem wirtschaftlich, bezweifle ich schon!

Mit 36 cm stehst Du gar nicht so übel da, wie bereits erwähnt könntest Du mit der Vormauerung im Innernbereich mehr erreichen.
Oder von Heizkörper auf Strahlungswärme setzten, oder den Einbau einer neuen Heizungsanlage, Warmwasserkollektoren, Wärmepumpen und Kachelofen usw.
da wäre Dein Geld etwas besser angelegt.

Warum willst Du keine dickere Dämmung? Wenn es nur um Fensterbänke geht, die kosten doch auch nicht die Welt! Wenn dann richtig!
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Beitragvon Piwi » 18.06.2007 16:09 Uhr

Hallo,

eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und FBH hab ich ja. Denke, dass das in Summe schon ganz OK ist, was ich da so hab.

Da ich jetzt kaum noch größere Änderungen vornehmen kann, aber in Kürze (bzw. in kommenden Jahr) die Außenfassade ansteht, kam mir halt diese Idee mit der Dämmung.

Dann werde ich mich mal um einen Außenputz ohne Dämmung kümmern. Gibt es hier vielleicht noch ein paar Tipps? Evtl. ein spezieller Dämmputz o.ä.? Werde demnächst eh mal einen Vorort Termin mit meiner Putzerfirma machen, aber wenn man sich im Vorfeld informiert hat, steht man nicht immer so dumm da ;-)

Ansonsten an alle vielen Dank,
Gruß
Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 21.06.2007 10:50 Uhr

Ein Dämmputz hat ähnlich negative Eigenschaften auf das Austrocknungsverhalten Deiner Mauern.

Ich empfehle Gipsputz:
Erste Lage Gober Putz, dann mittlere etwas feinerer, außen dann ganz feiner Putz und Farbanstrich.
Die Feuchtigkeit die sich zwischen dem goben und feinem Putz befindet kann über die Kapillarwirkung nach außen gesaugt werden. Da die äußere Putzschicht feiner ist kann Regen nicht eindringen, weil dieser Kapillarzug nur in eine Richtung funktioniert. Zwar wird Deine äüßere Putzschicht durchnässt und evtl. auch die Mittlere, aber sie trocknen dafür auch schnell wieder.
Ein Dämmputz kann das nicht, er läßt nichts rein und nichts raus. Die Gefahr besteht außerdem darin das er absolut Dicht sein muß. Ein kleinster Riss im Putz wirkt sich wie ein Loch im Luftballon aus, also der gesamte Dampfdruck im Haus versucht an dieser Stelle dann zu entweichen.

Mit einem normalen Putz hast Du einen gleichmäßigen Dampfdruckabbau!

Gruß Jens

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