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lmr
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Beitragvon lmr » 18.04.2007 07:53 Uhr

Hierzu ein Artikel aus einer Zeitung von heute:

"Forscher fangen Windenergie ein

Kräftiger Wind an Wochenenden oder Feiertagen ist ein Problem für die Energiewirtschaft. Denn dann laufen die bundesweit rund 17 000 Windkraftanlagen zu Höchstleistungen auf, und keiner weiß wohin mit der Energie. Oft besteht kein Bedarf für den zusätzlich zur Verfügung stehenden Windstrom. Zudem sind die Netze zu schwach, um die Windspitzen auffangen zu können. Überschüssige Energie, die einfach verpufft, bereitet auch der Enertrag AG Sorgen, die in der Uckermark etwa 70 Windkraftanlagen betreibt. „Ideal wäre es, wenn man den Energieschub speichern würde, um ihn in Zeiten höherer Nachfrage abrufen zu können“, sagt Enertrag-Sprecher Stefan Wagner.

Eine solche Speicherstation will Enertrag nun mit Hilfe von Forschern der Fachhochschule Stralsund bauen. Nordöstlich von Prenzlau lässt der Konzern für mehrere Millionen Euro einen 500-Kilowatt-Elektrolyseur errichten, mit dessen Hilfe voraussichtlich ab 2008 überschüssiger Strom zur Produktion von Wasserstoff genutzt werden kann. Der als zukunftsträchtiger Energieträger geltende Wasserstoff soll in Tanks gespeichert und bei Bedarf in einer Brennstoffzelle wieder zerlegt werden. Dabei entsteht Energie, die eingespeist wird. Im Labor der Fachhochschule testen Forscher bereits seit Jahren, wie so effektiv wie möglich der Strom von einer Windkraftanlage am Strelasund in Wasserstoff umgewandelt und später wieder abgerufen werden kann.

Regenerative Energien seien in der Regel nicht speicherbar, sagt Laborleiter Thomas Luschtinetz. Aber mit Wasserstoff biete sich die Chance, die umweltfreundlichen Energiequellen einer kontinuierlichen Nutzung zuzuführen. Die Forschungseinrichtung hat inzwischen eine Studie erstellt, die auf den Aufbau eines ganzen Wasserstoffnetzes in MV zielt. In das Projekt „Wind-Wasserstoff-Land“ sollen bis 2015 eine Milliarde Euro investiert werden. Ähnlich wie in der Uckermark soll auch im Müritzkreis Wind- und Wasserstofftechnologie gekoppelt werden. Bei Plauerhagen werde ein Windpark erweitert, doch die Netzanschlusskapazitäten dort reichten nicht mehr aus, um den Strom aufnehmen zu können, sagt Luschtinetz. Deshalb werde die Errichtung einer Produktionsanlage für Wasserstoff geprüft."

Elcapone
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Beitragvon Elcapone » 17.06.2007 19:58 Uhr

Dann ist es doch am sinnvollsten, wenn man nicht gleich ganze Windparks anlegt, sondern vor Ort an Industriegebiete installiert, wo der Strom in der Regel immer gebraucht wird!
lmr
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Beitragvon lmr » 18.06.2007 09:16 Uhr

Der erzeugte Strom wird in ein Verbundnetz eingespeist. Dadurch sind die WKA lokal entkoppelt und können dort plaziert werden, wo die Windverhältnisse optimal sind.
WKA als alleinige Stromversorgung für Industriegebiete scheitert an der Diskontinuität der Erzeugung, deshalb ist eine Netzanbindung zwingend erforderlich.
Es gibt auch Entwicklungen zur Windenergiespeicherung auf Basis von Wasserstoff, Druckluft und Geothermie.
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Beitragvon Elcapone » 18.06.2007 17:34 Uhr

Das ist mir schon klar, aber wenn man den Strom von den Windparks aufgrund mangelnder Netzkapazität nicht wegbekommt, ist es sinnvoller da WKW hinzustellen, wo der Strom sicher benötigt wird!!!

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