Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Energie
Beiträge: 3
Registriert: 01.05.2007 22:45
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Energie » 03.05.2007 18:55 Uhr

Hallo,

Einfälle gibt es massenhaft, nur deren Umsetzung scheitert aus den verschiedensten Gründen...


Ich hätte vielleicht schreiben sollen das viele Ideen produziert worden sind, aber nichts zu einer Umsetzung geführt hat, jedenfalls nicht in den Größenordnungen die den Energiebedarf eines Durchschnittshaushaltes decken könnte.

Das ist aus meiner Perspektive umso schmerzlicher weil ja theoretisch alle Energie die man benötigt vorhanden ist. Es hapert an der Speicherung und gegebenenfalls der Wandlung.

Beispiel:

Normales Einfamilienhaus mit einem jährlichen Heizbedarf von ca. 1000 bis 1200 Liter Heizöl (dieses jahr war es erfreulich weniger).
Das entspricht einer Wärmemenge von ca. 35 GJ bis 42 GJ.

Strahlleistung der Sonne: ca. 144 GJ bei 50m² (ohne Verluste und 800kwh/Jahr angenommen)

Wo und wie packt man diese Menge, oder zumindest einen großen Teil der Menge, irgendwo hin? Wärmspeicher als Wasserspeicher? Unmöglich viel zu groß und viel zu verlustbehaftet.

Chemisch in beispielsweise Zeolithe, Salze oder ähnliches? Auch schwierig weil man die hohen Temperaturen die zur Beladung benötigt werden nicht so ohne weiteres mittels Wärmekollektoren bereitstellen kann. Eigentlich die charmanteste Idee weil bei geeigneten Maßnahmen (Luftdicht verschlossen) unbegrenzt lagerfähig.

Fotovoltaik? Unsinn. Viel zu wenig Leistung bezogen auf die erforderliche Fläche. Das funktioniert eigentlich sowieso nur weil durch staatliche Förderung begünstigt und das Speicherproblem ist auch nicht gelößt.

Druckspeicher? Kommt der Sache schon näher, aber in der Größenordnung nicht sinnvoll und zu groß, zu schwer und auch nicht unkritisch. (Drücke bis 400 bar). Eher etwas für die kurzfristige Überbrückung. (Im Bereich von Tagen).

Das waren nur wenige Beispiele was uns bisher eingefallen und von wenig praktischem Nutzen ist.

Für mich ist die Konzentration der Energie das eigentliche Problem. Darum arbeiten auch Kraftwerke auch mit so miserablem Wirkungsgrad. Ca. 43% bei modernem BOA-Kraftwerk. Prima, eine echte Leistung und das obwohl die Technik (die Grundlagen) schon geschätzte 100 Jahre alt ist.

Ich frage mich manchmal was denn unsere Ingenieure in all der Zeit gemacht haben? Immer nur nahezu das gleiche gebaut und immer und immer wieder die gleichen Fehler eingebaut? Wenig Verbesserung in all der Zeit. Lichtjahre vom theoretisch möglichen Wirkungsgrad entfernt.

Genau wie unsere Kraftfahrzeuge. Ich will ja nicht bestreiten das dort auch ordentliche Fortschritte gemacht wurden, aber warum fahren wir immer noch mit so Krüppelkonstruktionen durch die Gegend mit einem Wirkungsgrad zwischen 30 und 40% obwohl der Wikungsgrad bei 65% und meiner Meinung nach sogar noch höher liegen könnte?

http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad

Solange wir als Verbraucher alles bezahlen ist doch aus der Sicht der Energieversorger alles in Ordnung. Solange man das alles verkaufen kann, mit Fortschritt in kleinsten Häppchen, dann gibt es doch nichts zu meckern. Dann verkauft man uns auch teure Wärmepumpen die im Wirkungsgrad, wenn man den Wirkungsgrad bei der Erzeugung berücksichtigt, noch unter dem liegt als würde man , eigentlich müsste die Energietransporteure und -vernichter (natürlich nicht im physikalischen Sinn) heißen, den Primärenergieträger in einem guten BHKW direkt verbrennen. Technisch und energetisch ist das nicht so leicht vom Tisch zu wischen, aber die Sache hat einen Haken: Die Energieversorger verdienen dann nicht mehr so viel bzw. fast nichts mehr!

Grüße,

Energie


Vorherige

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Viele Fragen zur Wärmepumpe, ab Beitrag 10