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Tachy
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Beitragvon Tachy » 16.03.2007 22:25 Uhr

Hallo,

mich würde mal interessieren, wieviel denn der Staat von den 50+X Cent Einspeisevergütung wirklich zahlt?!

Wieviel würden die Stromkonzerne denn für die kWh eingespeisten Strom zahlen, wenn der Staat keinen Cent zuschiessen würde?

Weiss das jemand genau?

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Beitragvon bernhard geyer » 16.03.2007 22:47 Uhr

Zahl den der Staat etwas dazu?
Diese Subventionen holen sich doch die Stromkonzene Doppelt und Dreifach vom normalen Verbraucher zurück.

Der "reale" Einkaufpreis für ein kWh wird so im Bereich 3-5 Cent liegen.
Heinz
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Beitragvon Heinz » 17.03.2007 18:58 Uhr

Hallo Tachy,

mich würde mal interessieren, wieviel denn der Staat von den 50+X Cent Einspeisevergütung wirklich zahlt?!

Der Staat (das sind alle Bürger) zahlte z. B. im Jahr 2006 rd. 5 Milliarden Euro für sogenannte Erneuerbare Energien. (http://nature2000.tripod.com/naturstrom/wkr86.htm) Das sind in etwa 60 Euro pro Kopf oder bei einer vierköpfigen Familie 250 Euro. Für 5 Milliarden, die alleine in einem Jahr privaten Interessen zugeschanzt wurden, hätte man 2 moderne KKW oder noch mehr Kohlekraftwerke bauen können.

Wieviel würden die Stromkonzerne denn für die kWh eingespeisten Strom zahlen, wenn der Staat keinen Cent zuschiessen würde?

Keiner zahlt, wenn er nicht gezwungen wird. Der Staat schiesst nicht zu, sondern holt sich das Geld bei seinem Wahlvolk, um es an Ausgewählte zu verteilen. Das nennt man Politik.

Viele Grüsse
Heinz
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Beitragvon Tachy » 17.03.2007 19:43 Uhr

Hallo Heinz,

leider beantwortet das meine Frage nicht, schade....

Ich frage deshalb, weil es auf lange Sicht hin sicherlich interessante dezentrale Hausanlagen auf Solar/Wasserstoffspeicherung/Brennstoffzellenbasis geben wird, die den Energiebedarf eines Haushalts decken können und es aus Effizienzgründen besser ist, den momentan erzeugten Strom auf Nennlast der Brennstoffzelle ins Stromnetz einzuspeisen und den eigenen Strom, den man gerade verbraucht, aus dem Netz zu holen anstatt aufwendige dezentrale Laststeuerungen mit der eigenen Anlage je nach Strombedarf zu fahren.

Idealerweise sollte es keine Subventionen mehr geben müssen, die Technik sollte wirtschaftlich genug werden, um die konventionelle Energieerzeugung abzulösen. Da würde mich doch mal eine reale Einspeisevergütung im Vergleich zu Bezugskosten in diesem neuen Stromnetzwerk interessieren. Wenn die Einspeisevergütung zu niedrig sein sollte, lohnt sich die vollständig dezentrale Speicherung in H2 und die teurere Laststeuerung wieder, um so autark zu fahren.

Aehm,... Heutzutage KKWs und Kohlekraftwerke bauen, bist Du irre?
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Beitragvon silvia schmidt » 19.03.2007 08:52 Uhr

Tachy hat geschrieben:Hallo,

mich würde mal interessieren, wieviel denn der Staat von den 50+X Cent Einspeisevergütung wirklich zahlt?!

Wieviel würden die Stromkonzerne denn für die kWh eingespeisten Strom zahlen, wenn der Staat keinen Cent zuschiessen würde?

Weiss das jemand genau?



Der Staat hat das Gesetz geschaffen, Erneuerbare Energien Gesetz(EEG) von 2004. Darin wird garantiert, das der jeweilige Netzbetreiber wie RWE, Eon, Stadtwerke verpflichtet ist 20 Jahre lang + dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage eine Einspeisevergütung zu zahlen. Die Höhe der Einspeisevergütung beträgt im Jahr 2007... 49,21 Cent. Das Heißt wer diese Jahr in eine PV Anlage investiert bekommt 20 Jahre diesen Betrag, so bezahlt sich eine Anlage allein durch die Einspeisevergütung. Mehr Info auch unter www.regiowatt.de . Mit freundlichen Grüßen
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Beitragvon Tachy » 22.03.2007 16:21 Uhr

silvia schmidt hat geschrieben:Der Staat hat das Gesetz geschaffen, Erneuerbare Energien Gesetz(EEG) von 2004. Darin wird garantiert, das der jeweilige Netzbetreiber wie RWE, Eon, Stadtwerke verpflichtet ist 20 Jahre lang + dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage eine Einspeisevergütung zu zahlen. Die Höhe der Einspeisevergütung beträgt im Jahr 2007... 49,21 Cent. Das Heißt wer diese Jahr in eine PV Anlage investiert bekommt 20 Jahre diesen Betrag, so bezahlt sich eine Anlage allein durch die Einspeisevergütung. Mehr Info auch unter www.regiowatt.de . Mit freundlichen Grüßen
S.Schmidt


Ja, das mit der Einspeisevergütung ansich weiss ja jeder ;)

Nur hilft mir das immer noch nicht weiter. Ich würde zu gerne wissen, wie hoch der Anteil des Staates an dieser Vergütung ist. Berechnen die Stromkonzerne dem Staat die Differenz zum marktüblichen Tageseinkaufspreis des Stroms oder wie läuft das? Ich nehme stark an, dass der reale Markteinkaufspreis von einem Endkunden bzw. eines kleinen Kraftwerks sowieso unter den sonstigen Einkaufspreuisen liegt. Gibt es da Zahlen?


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