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Hallo
Ich interessiere mich für Photovoltaikanlagen, einerseits aus Umweltgründen aber auch andererseits wirtschaftlich.
Mein Dach hat eine Neigung von ca. 20° nach Süden, es stünden so ca. 50-60 m² an Fläche zu Verfügung, das sind schon einmal gute Voraussetzungen, denke ich. Es wäre also eine Anlage von mind. 5 kWp drin, die so um die 30000 Euro kosten würde, oder?
Meine Hauptfrage ist nun: "Lohnt" sich so eine Anlage in Norddeutschland (etwas weiter nördlich von Bremen) oder wäre das auf jeden Fall ein Verlustgeschäft (rein finaziell gesehen)? Das Geld dafür müßte ich nicht als Kredit aufnehmen und ich möchte gerne was für die Umwelt tun allerdings dabei nichtmeine Ersparnisse verpulvern
Gruß
Henning
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Die Herstellung von PV-Modulen ist so energieintensiv und der Wirkungsgrad dermaßen schlecht (bei max. 20 % nur für die Wandlung), dass deren Lebensdauer nicht ausreicht, die verbrauchte Energiemenge wieder "reinzuholen". Damit sind PV-Module die denkbar schlechteste Energiealternative.
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@ lmr
so ein schwachsinn was du redest informiere dich doch erstmal über die Fakten (gibt hier im forum genug beiträge darüber); Der User Heinz hat dazu eine schöne Aufstellung gemacht
zur eigentlichen frage:
derjenige der dir die Anlage verkauft sollte eine wirtschaftlichkeitsberechnung anhand der Daten ausstellen können.
Wenn nicht kannst du überschlgig auch selber rechnen:
Ihr dürftet da oben so um die 850-900 KWH/KWp erreichen
850 oder 900kWh*5kWp= 4500 kWh pro Jahr * derzeitige einspeisevergütung= Betrag den du jedes Jahr erntest
versicherung, Zählermiete und anteilig etwaige reparaturkosten (für die Wechselrichter) müssen abgezogen werden.
Hoffe ich konnte weiterhelfen
MFG
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Hallo Imr,
das ist mal wieder einer der äußerst dummen Kommentare, auf die man in diesem Forum verzichten kann.
1. Nicht nur der energetische Herstellungsaufwand sondern auch der materielle ist je nach Modultyp und Einsatzort nach ca. 4-7 Jahren wieder gedeckt. Hierzu gibt es reichlich Literatur.
2. Bei PV-Modulen von Wirkungsgrad zu reden ist Unsinn. Das nur ca. 15% aus der Einstrahlungsenergie in elektrische Energie umzuwandeln ist, liegt an der Physik der Photovoltaik. Einige Hersteller bieten aber hier auch schon Systeme, die durch Aufspaltung einzelne Spektralfarben nutzen und damit einen höheren Nutzen erzielen. Ebenso gibt es Systeme, die Photovoltaik mit solarthermischen Anlagen kombinieren.
3. Ob sich eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich rechnet, muß jeder mit sich selbst, seinem Geldbeutel und ggf. seiner Bank ausmachen. Bei einer Anlage mit netto 5000 Euro/kWp und 100% Fremdfinanzierung bei ca. 0,49 €/kWh hätte ich meine Bedenken, falls nicht noch steuerliches Interesse im Vordergrund steht.
Zur geplanten Anlage:
4. Auf 50 - 60 m2 passen schon problemlos 6,5 - 7 kWp.
5. Der hohe Norden bietet zwar nicht so viel Sonnenstunden wie Freiburg oder die Maingegend, ist aber im Frühling und Herbst durch mehr Wind nicht so verhangen.
Fazit:
Ich würde die Anlage mit mind. 6 kWp und max 40% Fremdfinanzierung bei netto 4800 €/kWp bauen.
Gruß
Hubert
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Danke für die Antworten! Hat mir langes Suchen nach den Fakten erspart.
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Wenn nichts mehr geht, hilft ..... na lassen wir das, es geht hier schließlich darum, ein Gerücht der PV-Gegnerschaft zu entkräften.
Folgende Liste gibt einige Informationen. Die Liste ist von http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.html...
Quellen:
Adam, T.; Schieferdecker, B.: Methodik im Rahmen produktorientuerter Betrachtungen. Energiewirtschaftliche Tagesfragen 47.Jg. (1997) Heft 11, S. 678-682
Adler, U.: Energetische Amortisation. Sonnenenergie 6/93, S. 10-12
Alsema, E.A.; Frankl, P.; Kato, K.: Energy pay-back Time of Photovoltaic Energy Systems: Present Status and Prospects. 2nd Word Conference and Exhibition on Photovoltaic Solar Energy Conversion. Vienna, 6-10 July 1998, S. 2125-2130.
Hagedorn, G.: Kumulierter Energieverbrauch und Erntefaktoren von Photovoltaik-Systemen. Energiewirtschaftliche Tagesfragen 39.Jg. (1989) Heft 11, S. 712-718
Weiterhin bietet das Fraunhofer-Institut reichlich Veröffentlichungen.
Gruß
Hubert
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Hallo Henning, hallo Hubert,
„Das Geld dafür müßte ich nicht als Kredit aufnehmen und ich möchte gerne was für die Umwelt tun allerdings dabei nichtmeine Ersparnisse verpulvern“
Das tätest Du aber. Rechne einfach mal:
Mit 5 KWp erreichst Du bei 900 kWh je KWp einen Jahresertrag von 4.500KWh, erhältst also 2.205,-- € Einspeisevergütung p. a., in 20 Jahren also rd. 44.000,-- €, dann ist die Anlage fertig.
Nimmst Du aber Deine 30.000,-- und legst sie für 20 Jahre fest nur zu 3% an, hast Du in 20 Jahren rd. 54.000,-- €.
Rechnest Du auch noch Reparaturen, Versicherung, Degradation usw. dazu, sieht es schlecht aus, was die Anlage betrifft (etwa Minus 15.000,-- im Vergleich zur Geldanlage)
Selbst wenn Du die Einspeisevergütung auf der Bank anlegst, wird es nicht viel besser. Deswegen laufen die Anlagen auch in aller Regel KfW-kreditsubventioniert.
Geld also, dass man den anderen abgezogen hat. Wundere Dich also nicht über Verteuerungen des Strompreises, denn PV ist ein (kleiner) Grund dafür.
Zitat Hubert:
„1. Nicht nur der energetische Herstellungsaufwand sondern auch der materielle ist je nach Modultyp und Einsatzort nach ca. 4-7 Jahren wieder gedeckt. Hierzu gibt es reichlich Literatur.“
Dann belege mal diese Aussage.
Zitat Hubert:
„2. Bei PV-Modulen von Wirkungsgrad zu reden ist Unsinn. Das nur ca. 15% aus der Einstrahlungsenergie in elektrische Energie umzuwandeln ist, liegt an der Physik der Photovoltaik.“
Wenn im Durchschnitt in Deutschland 1000 KWh auf den Quadratmeter eingestrahlt werden und eine 1 KWp-Anlage mit 10 m² Fläche 850 KWh liefert, ist der Wirkungsgrad = 8,5%! Selbst eine 100% Steigerung der Energieumwandlung ergäbe Deine 15%! Dann dürften nur 4 m² PV-Zellen für 1 KWp nötig sein.
Deine genannten 6,5-7,0 KWp bei 50-60 m² ergeben optimistischerweise ((7*900)/(1000*50)*100) = 12,6% Wirkungsgrad (also trotzdem grottenschlecht).
Mit Deiner 15%-Angabe hast Du um realiter 100% übertrieben!
Viele Grüsse
Heinz
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Hallo Heinz,
bzgl. des energetischen Aufwands zur Herstellung gibt es nun reichlich Literatur auf die ich bereits hingewiesen habe.
Zum Wirkungsgrad der Photovoltaik:
Ich streube mich dagegen, den technischen Begriff Wirkungsgrad bei PV-Anlagen zu verwenden, daher meine Formulierung "Unsinn".
Die von mir angegebenen ca. 15% beziehen sich nicht auf den Wirkungsgrad - ich sagte es bereits - sondern auf den Anteil, der an elektr. Energie direkt gewonnen wird. Um einen sofortigen Einwand zu vermeiden: der Wert liegt je nach Material zwischen 12% und 18%. Dieser Wert beschreibt auch nicht den Jahresdurchschnitt, sondern den max. möglichen Wert.
Deine Berechnung bzgl. des Jahresertrages geht in die richtige Richtung, verwendet aber unterste Bezugswerte.
Ein Vergleich mit meiner Anlage: 48 m², 6 kWp, im Mittel 5450 kWh/a
ergibt 11 .. 12 % (ich vermeide das Wort Wirkungsgrad)
Zu deiner Finanzmathematik:
Eine 5kWp-Anlage für 30 T€ ist zu teuer, das sich so eine Anlage auch bei Eigenfinanzierung nicht mehr rechnet ist klar.
Vor drei Jahren lag die Einspeisevergütung ca. 15% höher und zumindest meine Anlage lag mit 4430€/KWp ca. 25% günstiger. Die Rechnung geht da schon besser auf.
Gruß
Hubert
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Also 900 kWh/kWp und Jahr sind realistisch? Bei einem mittleren Energieaufwand von 20.000 kWh/kWp für mono-Si (Quelle: http://www.energieportal24.de/forum/cgi-bin/outbound.pl?url=http%3A%2F... - Alsema, Frankl, Kato 1998) ergibt sich rein rechnerisch ein Energieamortisationszeit von 20.000 kWh/kWp : 900 kWh/kWpa = 22,2 a und das ist schon deutlich mehr als die angegebenen 55 Monate. Man darf also getrost gewisse Zweifel hegen...
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Hallo,
ja, Zweifel darf man hegen! Ist denn der gefundene Wert jetzt glaubwürdiger und richtiger, weil er höher ist oder ins Konzept passt?
Gruß
Hubert
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Er ist auf jeden Fall näher an der leider traurigen Realität...
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Imr du solltest lieber aufhören auf solchen Seiten deine ungebildeten Beiträge zu verbreiten , den so werden böse Gerüchte in die Welt gesetzt die dir selbst mal schaden könten !
Ich habe mir selber eine Anlage machen lassen ca. 5 kWp Südlicher Ausrichtung und kann mich nicht beklagen!
Die firma die mir diese PV-Anlage angebracht hat, hat mir eine super Leistung sowie Preis gemacht
an die interessenten: www.boerde-solar.de...
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@lolo
Die Zahlen sprechen doch wohl eine eindeutige Sprache und die stammen nicht von mir!
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Hallo miteinander,
Habe folgenden Artikel gefunden. (Stand 1 / 2006)
Energy payback
Wie der Bund der Energieverbraucher meldet, haben Fotovoltaikanlagen nach 2,6 bis 4,4 Jahren so viel Strom erzeugt, wie zu ihrer Herstellung erforderlich war. Das belegt eine neue Studie der Ruhr-Universität Bochum und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft München. Betrachtet man sogar nur die Module so liegen einige Typen bereits heute bei Energierücklaufzeiten von nur einem Jahr. Die vergleichsweise längeren Rücklaufzeiten errechnen sich nämlich unter anderem aus einem als eher „realitätsfern“ definierten Studienfaktor. Für die Studie wurde angenommen, dass die Wechselrichter der Fotovoltaikanlagen alle fünf Jahre ausgetauscht würden. Wird dieser Rechenfaktor zugrunde gelegt, schlagen Wechselrichter mit rund einem Drittel des gesamten Energieaufwandes zu Buche. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die energetische Amortisation.
Bereits 2004 wies der Bund der Energieverbraucher (BdE) darauf hin, dass es sich bei der Aussage, die Fotovoltaik würde für ihre Herstellung mehr Energie verbrauchen, als sie während ihrer Lebensdauer einbringt, um eine Legende handelt. Selbst Kritiker wie ExxonMobil, so der BdE, gäben mittlerweile zu, dass eine Fotovoltaikanlage in zwei Jahren die Energiemenge produziert hat, die für ihre Herstellung notwendig war.
Die Legende selbst stammt möglicherweise aus den 1960er Jahren, als die Herstellung eines Fotovoltaik-Moduls noch nahezu astronomische Summen verschlang, vermutet der BdE. Inzwischen aber sind die Module Massenartikel und entsprechend haben sich die Relationen geändert. Im Moment geht man davon aus, dass ein Fotovoltaik-Modul im Laufe seiner Lebenszeit 15-mal so viel Energie erzeugt, wie für die Herstellung der Anlage vonnöten war.
Dazu kommt, dass die aus der Sonne gewinnbare Energie sich quasi nicht verbraucht, jedenfalls nicht in einem für Menschen vorstellbaren Zeitraum. Bis zum 16.000-fachen des Weltenergiebedarfs schickt uns die Sonne jeden Tag aufs Neue. Jeder Deutsche könnte allein von der Menge, die die Sonne pro Jahr auf einen Quadratmeter Deutschland schickt, ein Jahr lang seinen Energiebedarf decken.
Der häufig als Referenz herangezogene Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks zum Beispiel hinkt in diesem Zusammenhang, weist der BdE hin. Zwar erzeuge ein Kohlekraftwerk eine große Menge an Energie, tatsächlich aber eben auf sehr ineffiziente Weise. Nur etwa ein Drittel der über Jahrmillionen in der Kohle gespeicherten Energie wird durch Verbrennung in Strom verwandelt, der Rest ist Abwärme. Und: Diese Energieform ist endlich. Wir verbrauchen sie, indem wir sie verbrennen. Und was weg ist, ist weg. Die Sonne dagegen steht uns – auch wenn wir sie nutzen – weiterhin zur Verfügung.
Quelle: Bund der Energieverbraucher
Autorin: Petra Forberger
Gruß
Hubert
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Hallo Hubert,
Wie der Bund der Energieverbraucher meldet, haben Fotovoltaikanlagen nach 2,6 bis 4,4 Jahren so viel Strom erzeugt, wie zu ihrer Herstellung erforderlich war.
und
Die Legende selbst stammt möglicherweise aus den 1960er Jahren,
Da sind nur Statements basierend auf Ideologie zu lesen! Die auf der Pro-Solar-Seite von Quaschning angegebenen Studien sind wohl nicht aus den 60ern.
Fakt ist aber, dass PV gerade mal 0,2% zur deutschen Stromproduktion beigetragen hat. In fast allen Statistiken werden die Zahlen mangels Nichtigkeit nicht einmal gelistet.
Nichts desto trotz haben allerdings die deutschen Bürger (bei gerechnet 5.000,-- € je 1 KWp) für die Nichtigkeit von 0,2% rd. 3,5 Milliarden Euro verpulvert.
(700 MW: http://www.businessportal24.com/de-ch/Photovoltaik_OEsterreich_Zug_813...
Für das selbe Geld hätte ein einziges KKW mindestens 10 mal so viel Strom produzieren können, und auch dann, wenn die Sonne nicht scheint, und das auf ca. 40 Jahre hinaus.
PV ist rausgeschmissenes Geld!
Grüsse
Heinz
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