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stebru
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Beitragvon stebru » 26.02.2007 15:07 Uhr

Hallo,

ich plane ein Haus in Nidersachsen, Grundstück 1200qm,
beste Ausrichtung nach Süden.
Das Haus baue ich wohl mit Heinz von Heiden, entweder
ein EcoStar 1 mit Luft-Wärmepumpe oder Erd-Wärmepumpe.
Fläche sind 130 qm, 20cm Dämmung, kontrollierte Be- und
Entlüftung, Fußbodenheizung. Evtl. noch eine Solaranlage für
die Wassererwärmung.
Welches System ist besser?

Alternative wäre noch ein Passivhaus, das ist dann allerdings mit
einer kleinen Erdgasheizung ausgestattet. Und das ganze kostet dann
rund 45000 Euro mehr.

windsurf
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Beitragvon windsurf » 26.02.2007 16:09 Uhr

hallo erstmal,
der größte vorteil bei der lwp ist das einfache erschließen der wärmequelle, ansonsten ist die effizienz nicht so hoch wie die von ewp da diese über das ganze jahr fast gleichbleibende quellentemperaturen erhalten. somit verbraucht eine lwp im winter nicht selten sehr viel strom.
fbh ist klar und kontrollierte wohnraumlüftung mit wärmerückgewinnung sollte immer drin sein. beim einbau einer ewp würde ich für ein efh von 130qm keine solaranlage einbauen da ich ja schon mit der ewp günstig warmwasser bereiten kann. eine amortation der solaranlage ist somit kaum möglich.
beim passivhaus ist das auch so eine sache. für 45000 euro kannst ja dein haus 100 jahre mit der ewp heizen. dazu kommen dann noch gaszähler und wartungskosten.
grüße
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Beitragvon gergenerdwaerme » 27.02.2007 08:13 Uhr

Hallo stebru.
Eine sehr interessante Lösung deines Heizproblems stellt eine Direktverdampfungs-Wärmepumpe dar (da das Brauchwasser auch über die gleiche Maschine gemacht wird kannst du auch die komplette Solarunterstützung sparen) Die Voraussetzungen bei dir sind ideal. Übrigens: eine Avenir-Direktverdampfung läuft seit zwei Jahren in einem von Heiden-Haus im Saarland (190 qm Wohnfläche, 3 Personen, abgerechnete Kosten für Heizung und Brauchwasser € 500!!!) In N'Sachsen kannst du dir auch Avenir-Referenzanlagen ansehen. Interesse? Du kannst dich auch per e-mail mit mir in Verbindung setzen: gergen_kurt@gmx.de
Gergen-Erdwärme
denkedran
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Beitragvon denkedran » 27.02.2007 20:24 Uhr

Da gibt es eine Reihe von Kollegen welche die Direktverdampfung bereits seit Jahren erfolgreich anwenden.

Delme Kälte-Klima GmbH Tel. 0422171087


Gruß Denkedran
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.02.2007 20:35 Uhr

Hallo strebu!

Mit welchem Jahresprimärenergiebedarf (kWh pro m² Jahr) ist denn das angebotene Haus gekennzeichnet.
Die relativ hohen Bohrkosten machen die Erdwärmepumpe momentan wenig interessant, mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe kannst Du ein gutes KfW 40-Haus ohne große Kosten beheizen.
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... _jahr.html
Um für die Zukunft gewappnet zu sein, würde ich mich für einen möglichst energiearmes Haus entscheiden.

Warum soll das Passivhaus 45.000 € mehr verbrauchen?


Gruß

Thomas Heufers
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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Beitragvon windsurf » 28.02.2007 09:03 Uhr

Hallo nochmal, hier mein Tip:

EWP mit Flächenkollektor (die fläche sollte ja aufzubringen sein), dazu eine kontrollierte Wohnraumlüftung aber keine Solaranlage. Dieses System sollte sich gut amortisieren.

Gruß

Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 01.03.2007 10:15 Uhr

Hallo Stebru,

wir haben das Jahr 2007, das Wärmepumpen/Solarkonzept wurde weiter entwickelt.

Obendrein bereitet das BAFA neue Förderungen für große Solarkollektoranlagen von 20-40 qm vor siehe www.bafa.de.

Möglicherweise kann man auch noch einen Innovationsbonus bekommen -steht dort auch.

Gruß

Eric
von www.******.de
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Beitragvon windsurf » 02.03.2007 10:28 Uhr

wenn ich doch ein system das mir kosten vermeiden soll in ein 130qm haus einbaue dann wäre ich doch schön blöd noch ein eine solaranlage zu investieren. das sind nur wieder riesige einbaukosten und dazu kommt noch der stromverbrauch durch pumpe und regelung. lieber eine gut geplante ewp-anlage für heizung und warmwasserbereitung.
bei einem objekt mit einem höheren warmwasserverbrauch sähe das wieder anders aus und wäre zu projektieren.
gruß
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 02.03.2007 10:47 Uhr

Hallo Windsurf,

wir liegen wohl nicht ganz falsch wenn wir das auf unsere Anlage bezogen sehen.

Nur zur Richtigstellung: Die großen Solarkollektoren die wir in unserem System benötigen dienen in erster Linie der Heizungsunterstützung. Das Warmwasser wird nebenbei mit erledigt - jedenfalls in der wärmeren Jahreshälfte.

Es ist das Besondere in unserem System das die Solaranlage - je nach solarer Einstrahlung ein Einschalten der Wärmepumpe komplett verhindert weil direkt in den Pufferspeicher geladen wird oder - wenn z. b. nur 10 oder 15 oder 25 Grad von der Solaranlage kommen - die Quellenseite der WP bedient wird.

Durch diese Fähigkeit die "kalte" Seite der WP zu beschicken arbeiten die Kollektoren im ****** System jeden Tag des Jahres heizungsunterstützend - auch im Winter wenn alle anderen thermischen Solaranlagen still stehen weil sie mit 25 Grad weder in einen Heizungsrücklauf einspeisen können noch in einen Pufferspeicher - es sei denn der ist noch 5 Grad kälter. Dann können Sie aber nicht mehr heizen.

Das ist der Grund warum unsere Kunden "mehr Sonne ernten als die anderen".

Und das ist der Grund warum wir auf einen Erdkollektor verzichten können. Stattdessen investiert man in die Solarkollektoren. Die liefern die KWh immerhin direkt und ohne weitere Kosten außer für den Stromverbrauch der Solarpumpe.

Der Stromverbrauch ist genüber dem Stromverbrauch einer WP die das ganze Jahr über laufen muß vollkommen vernachlässigbar. Hinzu kommt das die Pumpe die in unserem System das Wasser verrieselt höchstens halb so viel Leistung hat wie die, die Ihr EWP System benötigt um Ihre zähe Soleflüssigkeit durch hunderte Meter Erdrohr zu drücken.

Sie sehen also: Es könnte sich lohnen noch einmal nachzurechnen !

Gruß

Eric

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