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Heizwärmebedarf bei untersch. U-Wert von Außenwand

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Beitragvon holgerreichert » 22.01.2007 15:09 Uhr

Hallo zusammen,

wie wirkt sich folgender Unterschied auf den Heizwärmbedarf bzw. auf meine Heizkosten aus:

Unterschied Haus mit U-Wert Außenwand = 0,26 W/m²K oder U-Wert = 0,17 W/m²K.
Es ändert sich nur der U-Wert der Wand, der Rest (U-Wert Dach, Fenster, usw.) bleibt identisch.

Wie wirkt sich dies prozentual auf meinen Heizwärmebedarf aus?
Von U=0,17W/m²K auf U=0,26W/m²K ist eine Steigerung um 53%.
Der Heizwämebedarf erhöht j aber nicht um 53%, da die Außenwand nur ein Teil des Hauses ist, welches dafür verantwortlich ist.

Um wie viel % erhöht sich der Heizwärmebedarf letztendlich?

Gruß,
Holger
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Beitragvon LSKill » 22.01.2007 18:57 Uhr

Hallo
Pauschal kann man das nicht sagen, da es auf die Flächenverhältnisse ankommt. Um eine Aussage treffen zu können muss man einen ENEV-Berechnung machen (gehört eigentlich schon in der Planungsphase eines Gebäudes gemacht).

Dann sieht man schön wo sich die Energie aus dem Gebäude verabschiedet. (Und zwar in KWh pro Jahr für jedes Bauteil seperat angegeben)
Erfahrungsgemäß ist eine große Energieschleuder nicht die Wand oder das Dach, sondern der von vielen unerfahrenen Bauherren vernachlässigte Erdgeschossboden.
Dass man Wände(U-Wert auf jeden Fall kleiner 0,3) und Dach (U-Wert auf jeden Fall kleiner 0,2) gut dämmen muss leuchtet jedem ein, aber irgendwie vergessen alle immer die Bodenplatte bzw. Kellerdecke (mind. 8cm sind eigentlich vorgeschrieben, machen aber kaum welche).
Zeigt man dann den Bauherren dass durch dieses Bauteil mehr Energie verloren geht als durch die Außenwände sind manche ganz schön baff (klar, wenn man bedenkt dass man auf die Außenwand 12cm Styropor draufhaut, aber dann bei der Bodenplatte nur oft 5cm vorsieht).

Also lass dir eine ENEV-Berechnung machen, dann siehst du wo es bei dir fehlt. Eine super Wanddämmung hilft nix, wenn der Boden dann trotzdem kalt ist;

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Beitragvon holgerreichert » 22.01.2007 22:51 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Es geht bei mir um folgendes:
Habe in Aussicht ein Massivhaus mit Porenbeton zu bauen, der hat ohne extra Dämmung einen U-Wert von 0,26. Auf eine zusätzliche Aussenwanddämmung würde ich aus Kostengründen gerne verzichten.
Im Vergleich zu z.B. Holzständer-Hauser mit einem U-Wert von 0,17 erscheint dies aber recht hoch. Meine Tendenz geht aber, ebenfalls aus Kostengründen, zu dem Massivhaus.

In der Baubeschreibung steht "... im EG und DG schwimmender Zement- oder Fließestrich mit Wärme- und Trittschalldämmung entsprechend der DIN." Reicht das aus? Was schreibt die DIN vor?

Ich will meinen Keller auch dämmen, aber nicht direkt als Wohnraum nutzen. Vorgesehen ist eine Perimeterdämmung im kompletten UG und eine komplette Wärmedämmung unter dem Estrich im Keller. Wie stark die Perimeterdämmung und die Estrichdämmung sind steht aber nirgends. Sollte ich noch klären.

Diese Kombination müsste doch dann "recht gut" sein im gesamten, oder?
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Beitragvon bernhard geyer » 22.01.2007 23:42 Uhr

> Habe in Aussicht ein Massivhaus mit Porenbeton zu bauen, der hat ohne extra Dämmung einen U-Wert von 0,26. Auf eine zusätzliche Aussenwanddämmung würde ich aus Kostengründen gerne verzichten.
Im Vergleich zu z.B. Holzständer-Hauser mit einem U-Wert von 0,17 erscheint dies aber recht hoch. Meine Tendenz geht aber, ebenfalls aus
Kostengründen, zu dem Massivhaus.
Da ist schon einges an Unterschied vorhanden. Irgendwann ist bei jedem Monolitischen Wandaufbau mit einem Dämmstein schluss will man nicht 50 cm Wandstärke mit Stein haben (Ok. Hat man u.U. bei Passivhaus auch).

> In der Baubeschreibung steht "... im EG und DG schwimmender Zement- oder Fließestrich mit Wärme- und Trittschalldämmung entsprechend der DIN." Reicht das aus? Was schreibt die DIN vor?

Ich denke bei DIN ist mehr die Bausausführung (Randstreifen für Fließestrich etc. ...) gemeint als die Wärmedämmung. Hier schlägt eher für das gesamte Gebäute die EnEV zu. Welche Höhe Fußbodenaufbau ist denn im Keller/EG angedacht? Welche Bodenbeläge und ist Fußbodenheizung geplant: Bei Fußbodenheizung und "normalen" Belägen kann man 6,5 cm Estrich und 1,5-2 cm Fußbodenbelag abziehen. Der Rest ist Dämmung bzw. 2,5-3,5 cm Trittschall bzw. Rollmatten für Fußbodenheizung.

> Ich will meinen Keller auch dämmen, aber nicht direkt als Wohnraum nutzen. Vorgesehen ist eine Perimeterdämmung im kompletten UG und eine komplette Wärmedämmung unter dem Estrich im Keller. Wie stark die Perimeterdämmung und die Estrichdämmung sind steht aber nirgends. Sollte ich noch klären.

Falls Du ein paar € einsparen willst verlege doch die Dämmung in Eigenleistung. Ist primär eine Zeitfrage und nicht die Arbeit mit den höchsten Ansprüchen an Ausbildung oder Erfahrung.
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Beitragvon LSKill » 23.01.2007 08:10 Uhr

hallo holger

Also mit dem Porenbetonhaus bist du nicht schlecht bedient, ist ja alles wie du sagst eine Kostenfrage (man kann übrigens auch ein Porenbetonhaus mit 36,5er Wandstärke und nem U-Wert von 0,176 haben).
als Dämmstärke für die perimeterdämmung würde ich dir mind. 8cm besser 10cm vorschlagen (falls du doch noch mal den Keller ausbaust); macht preislich nicht so viel aus (sollte es zumindest nicht). Die meisten Baufirmen haben sandardmäßig allerdings nur 6cm ausgeschrieben; ist schon wenig. Die 2cm mehr bringen recht viel.

Für den Fussbodenaufbau gilt:
mind 5cm Wärmedämmung; darauf 3cm trittschalldämmung und danach ca. 6cm Estrich (bei Fussbodenheizung) oder nur 4cm (ohne Fussbhzg) plus je nachdem 1cm (bei fliesen) oder bis zu 2cm (Holzbelägen) ergibt eine Aufbauhöhe von 15cm.

Aber lass dir ne Berechnung machen mit unterschiedlichen Aufbauten (wand, Boden, Dach), dann kannst du es besser beurteilen. Die 100-300€ sollten dich nicht umbringen und für eine anständige Heizlastberechnung braucht man es eh. Falsch ausgelegte Heizungsanlage oder Schwachstellen in der wärmedämmenden Hülle kosten oft sehr viel mehr Heizenergie als die Kostenersparnis für eine anständige Energieberechnung.
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Beitragvon Jens der Heizer » 23.01.2007 12:04 Uhr

Kennst Du auch die Nachteile von Porenbeton, bzw. Holzständerbauten, oder achtest Du nur auf den U-Wert?

Gruß Jens
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Beitragvon holgerreichert » 23.01.2007 12:22 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten.
Werde mir mal den Aufbau der Böden, Wände, Decken genauer definieren und berechnen lassen.

Im Endeffekt zählt dann der Transmissionswärmeverlust des gesamten Hauses und der Heizwärmebedarf. Der muss halt stimmen.

Oder was muss noch beachtet werden?

@LSKill:
Wie bekommt man mit Porenbeton ohne zusätzliche Dämmung einen U-Wert von 0,176? Sind das dann spezielle Steine? Die sind dann aber sicher einiges teurer?

@Jens der Heizer
Ja ich habe mich vorher schon ausführlich über Vor- und Nachteile der versch. Bauarten erkundigt. Es gibt da natürlich viele schöne Sachen, aber man muss sie auch bezahlen können!!!

Gruß,
Holger
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Beitragvon LSKill » 23.01.2007 22:50 Uhr

Hallo

Es handelt sich hierbei um Steine der Fa. Greisel. Das Konzept ist sehr interessant, aber in der Verarbeitung noch nicht ganz ausgereift.
Der Stein ist zweiteilig: 24cm normaler porenbeton mit angeklebter 12,5cm Porenbetondämmstein. Und da liegt das Problem. der Dämmstein ist während der Verarbeitung auf der Baustele zu empfindlich; die Dämmsteine sehen nach der Verarbeitung aufgrund der vielen Beschädigungen nicht mehr sehr professionell aus (man kann sie selbst mit dem Finger eindrücken).
Ist alles erst einmal verputzt sieht man es jedoch nicht mehr und es eigentlich egal. Aber naja.
Preislich musst dir ein Angebot machen lassen.
Vorteil der Bauweise: man kann ähnlich einem WDV system fast Wärmebrückenfrei arbeiten. Jetzt wo es fertig ist find ichs eigentlich super. Massive Wände und eine gegenüber WDV höhere Fassadenfestigkeit gegenüber mechanischen einwirkungen.
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Beitragvon solarconstruct » 24.01.2007 18:40 Uhr

Berrechnen kann mann nicht wieviel wärme ein Haus verbraucht das hängt von der Konstruktion, der Lage, der Nutzung, Bauweise und der Dämmung zusammen ab :

als beispiel Haus A Südhang Fenster nach Süden Passive Sonnenenergienutzung über Fensterfläche als Kurzzeitspeicher dient die Massive Baukonstruktion sie speichert die tagsüber aufgenomme Wärme und gibt sie nach Sonnenuntergang an die Raumluft wieder ab.

Bispiel B: Nordhang Fensterfläche nach norden große Wärmeenergieverluste denn auch dreifachglas hat eine Dämmwirkung wie eine 20 cm Betonwand mit 2cm Dämmung!

Also ein U-wert kann nicht sagen wieviel Energie verbraucht wird sondern nur wieviel Wärme bei soviel Temperaturunterschied (Innen-Aussen) hindurchgeht! Also nur Theorie für Experten solche die mit 5000 formeln errechnen wieviel Energie Sie verbrauchen :lol:
Experten sind Menschen die anderen daran Hindern den Gesunden Menschenverstand zu gebrauchen!

Sie können sich ein Passivhaus Bauen und mehr Energie verbrauchen wie in einem Standarthaus! ( Hängt vom nutzverhalten der bewohner ab)

Einige Tipps zum Hausbau:

Lage des Grundstücks
Günstig ist eine leichte Hanglage mit der Möglichkeit, die Hauptfensterflächen nach Süden zu orientieren - hier auch Festlegungen im Bebauungsplan beachten!
Der gewählte Standort sollte die Nutzung der Solarenergie in der kalten Jahreszeit ermöglichen
Trotz winterlich tiefstehender Sonne sollte diese auch die Fenster im Erdgeschoss erreichen.
Die jahreszeitlichen Sonnenstände berücksichtigen
Verschattungen der Südfensterflächen durch Nachbarbebauung oder Nadelbäume sollten vermieden werden
Verschattungen durch laubabwerfende Bäume können die sommerlichen Klimabedingungen
im Haus verbessern.
Der ideale Standort wäre ein leicht nach Süden geneigtes, verschattungsfreies Grundstück ohne behindernde Gestaltungseinschränkungen durch bauordnungs- rechtliche Festlegungen.
Grundstücke ohne "Idealmaße" müssen allerdings nicht zwangsläufig ungeeignet sein ...


Solarares Bauen ist das Resultat der Fähigkeit, Gebäude zu schaffen, welche mit adäquatem thermischen Komfort für die Benutzer, mit möglichst kleinem Heizenergiebedarf und keinem Kühlenergiebedarf und unter Berücksichtigung der täglichen und jahreszeitlichen Klimabedingungen des Gebäudestandortes (Lufttemperatur, Sonnenstrahlung, Niederschlag) und mit Einbeziehung des Energiepotenzials des passiv solaren Strahlungsanteiles dauerhaft betrieben werden können.

mehr auf www.solarconstruct.de
Mehr Informationen unter www.solarconstruct.de
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.01.2007 21:40 Uhr

Hallo!

Der U-Wert von 0,26 W/m²K spricht nicht für den Porenbeton, die jetztigen Ausgaben für den scheinbar günstigen Werkstoff werden in Zukunft die Betriebskosten nach oben treiben.

Aus eigener praktischer Erfahrung kann ich dir den Holzrahmenbau wärmstens empfehlen.
[img]http://ecotec-energiesparhaus.de/img/Verbrauchsmessung-EM-1000-1.jpg[/img]
Siehe Verbrauchswerte >> http://ecotec-energiesparhaus.de/energieverbrauch.php


Gruß

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Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 15.03.2010 12:24, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon holgerreichert » 26.01.2007 08:30 Uhr

Hallo,

>Der U-Wert (0,26) spricht nicht für den Porenbeton, die jetztigen Ausgaben >für den scheinbar günstigen Werkstoff werden heute und in Zukunft die >Betriebskosten nach oben treiben.

Das ist mir bewusst. Deshalb war ja meine ursprüngliche Frage auch, wass ich im Vergleich zu einem Holzrahmenbau (U-Wert ca. 0,17) mehr an Heizkosten benötige.
Die Aussenwand ist ja nur ein Bestandteil des Hauses, der Rest des Hauses hat ca. identische Werte mit dem Holzrahmenbau.

Gibt es einen groben Anhaltswert??????
Sind es 1% mehr Heizkosten?
Sind es 10% mehr Heizkosten?
Sind es 50% mehr Heizkosten?

Vielleicht kann doch jemand eine Aussage darüber machen???

Eine Andere Möglichkeit ist ja, dass die Porenbeton-aussenwand zusätzlich gedämmt wird und ich KfW40 Förderungen bekomme. Hat jemand Erfahrung ob der Mehrpreis durch die zusätzlichen Förderungen ausgeglichen werden??

Danke Euch!!!
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.01.2007 11:09 Uhr

Hallo!

Man kann einen Sachverständigen für Wärmeschutz beauftragen und die Gebäudeparameter mit der Wärmetechnik in eine Bewertung einfließen lassen. Dies kann einerseits mit Porenbeton und andererseits mit Holzrahmenbau berechnet werden.
Am Ende siehst Du in Deiner Auswertung den Jahresprimärenergiebedarf kWh/m²a, das ist eine objektive Entscheidungsgrundlage.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bhkwsachsen » 31.03.2007 10:00 Uhr

:D
mann kann auch ein bhkw nachträglich installieren, wobei der wärmebedarf dann eine nicht so große rolle spielt, denn je mehr das bhkw läuft, wird auch strom produziert, welcher dann ins netz einfließt und bezahlt wird.
also, mal drüber nachdenken.
tschüß bhkw sachsen
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Beitragvon machtnix » 31.03.2007 11:10 Uhr

Denk lieber nicht drüber nach.
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Beitragvon bernhard geyer » 31.03.2007 21:10 Uhr

bhkwsachsen hat geschrieben::D
mann kann auch ein bhkw nachträglich installieren, wobei der wärmebedarf dann eine nicht so große rolle spielt, denn je mehr das bhkw läuft, wird auch strom produziert, welcher dann ins netz einfließt und bezahlt wird.
also, mal drüber nachdenken.
tschüß bhkw sachsen

Und dabei hoffen das der Energieträger nicht zu stark verglichen mit der garantierten Einspeisevergütung steigt.

Energietechnisch ist das dann alles andere als Ökologisch und falls das viele machen würde hoffe ich das der Gesetzgeber hier eine entsprechende Klauses einführt. Ein BHKW kann/sollte nur dann gefördert werden (über Einspeisevergütung) wenn es nicht wie jedes 0815-Stromkraftwerk mit seiner überschüssige Energie die Umwelt verschmutzt.




mann kann auch ein bhkw nachträglich installieren, wobei der wärmebedarf dann eine nicht so große rolle spielt, denn je mehr das bhkw läuft, wird auch strom produziert, welcher dann ins netz einfließt und bezahlt wird.
also, mal drüber nachdenken.
tschüß bhkw sachsen

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