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mawo4
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Beitragvon mawo4 » 12.01.2007 17:18 Uhr

Hallo

ich würde mal gerne wissen ob eine thermische Solaranlage
im Winter an kalten aber sonnigen Tagen (kommt alle paar Tage immer wieder mal vor)
die Temperatur in einem Pufferspeicher nennenswert erhöhen kann.
Sagen wir mal der Pufferspeicher wäre ca 4000 bis 6000 Liter groß
und die Solaranlage ist ca 8 bis 10 m² groß.
Neigung und Ausrichtung der Anlage ist günstig( SSW 45°kein Schatten)
Gibt es da eine Faustformel zu Dimmensionierung des Speichers im Verhältnis
zu der Kollektorfläche ?
Sind Vakuumröhren-Kollektoren besser im Winter als Flachkollektoren ?
(die Hersteller wiedersprechen sich da oft)
Wäre ein Selbsbaukollektor (billiger, dann aber etwas überdimmensioniert)
mit den anderen Kollektor-Typen konkurenzfähig ?

gruß mawo4

Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 12.01.2007 17:50 Uhr

Hallo Mawo4,

wir (www.******.de) installieren solche Speicher laufend. Allerdings mit wesentlich größeren Kollektorflächen (ab 16 qm aufwärts, für 5000 Liter etwa ab 24 qm).

Trotzdem kann eine Solaranlage einen so großen Pufferspeicher im Winterhalbjahr nicht wesentlich erwärmen. Mit Deiner kleinen Fläche schon gar nicht.

Bis auf wenige glückliche Tage schaffen Solarkollektoren im Winter oft nur 15 - 35 Grad und damit ein Wärmetauscher das überhaupt noch abliefern kann müßte die Puffertemperatur mindestens 6 Grad darunter liegen - es muß ja ein Wärmegefälle da sein.

Das ist jetzt kurz und pauschal, stellt die Wirklichkeit aber korrekt dar. Deshalb schicken wir diese Temperaturen in einen Niedertemperaturspeicher wo eine Wärmepumpe auf diese Energie "lauert" und die auf nutzbare Temperaturen hochpumpt.

Deshalb bringen die Kollektoren in unserem System auch an den dunkelsten Tagen Leistung, abgepumpt wird schon ab etwa 7 Grad am Kollektor - je nach Wetter reichen dafür meist schon 15 W/qm Strahlung.

Gruß

Eric
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Beitragvon machtnix » 12.01.2007 20:01 Uhr

Mit solch einer kleinen Kollektorfläche kannste da vergessen.
Aber clever wie wir nun mal sind nimmt man eine gute Regelung und einen Zortströmverteiler.www.zortea.at
Wenn man jetzt im Winter geringe Temperaturen hat,sagen wir mal 35°C,dann reicht das ja noch nicht mal für nen 1000er Puffer,aber es reicht immer noch für die Fußbodenheizung.Also kann man das regelungstechnisch so in den Griff bekommen das man über den Zorti direkt in die FBH einspeist.
Muß natürlich über Trennsystem gemacht werden.
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Beitragvon denkedran » 13.01.2007 11:22 Uhr

Mein Heizungspuffer weist 750 ltr. auf. Damit lade ich über einen 10qm große thermische Solaranlage die Vorlauftemperatur mit bis zu 38C im Winter bei Sonnenschein und -10C Außentemperatur ein.

Dieses 38C warme Heizwasser reicht ohne weiteres für die Fußbodenheizung aus. Natürlich schaltet sich eine Stunde nach Sonnenuntergang die WP je nach Bedarf wieder dazu.

Es ist die Verhältnismäsigkeit der termischen Solar-Anlagenkosten zu den solaren Gewinnen im Einzellfall zu prüfen.
Dann gibt es noch die Wahlmöglichkeit das Kapital einfach in eine PV Anlage zu stecken, die bringt eine Einspeisevergütungen mit denen man die Stromkosten der WP gegenrechnet. im Raum München sind da bei 1kWp mit bis zu 500€ Einspeisevergütung zu rechnen.
Heizen zum Nulltarif ist angesagt

Gruß Denkedran
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Beitragvon mawo4 » 13.01.2007 12:11 Uhr

@ Eric Heiligenstein

grundsätzlich finde ich die Sache mit dem SuperSolar-System ganz interresant,
vor allem zur Nutzung der Solar-Restwärme im Winter,
nur scheint mir der Aufwand mit den 2 bis 3 Speichern bautechnisch recht
hoch zu sein ......

@ machtnix

das ist eine weitere Möglichkeit die ich noch nicht in
Betracht gezogen habe,
muß ich mir mal das mit dem Zorströmverteiler auf deren Homepage anschauen....
Danke

@denkedran

die Wärmepumpe speist den genannten Pufferspeicher von 750 l
über ein zusätzlichen Wärmetauscher ??
was ist es für eine WP ( Wasser/Wasser oder Luft oder Erdkollektoren ????)
Ist die WP die einzige Heizquelle (abgesehen der Therm. Solaranlage) ?

Danke an alle
Gruß mawo4
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Beitragvon denkedran » 13.01.2007 12:51 Uhr

Die Wärmepumpe speist direkt den Pufferboiler. Über einen außenliegenden Plattenwärmetauscher speist die Solaranalge ein. Es sind getrennte Kreise Heizwasser/Solar.
Natürlich kann man auch gleich mit dem Plattenwärmetauscher in die Fußbodenheizung in das Heizwasser einspeisen.

Nun kommt aber das " Aber".
In den Monaten ab März bis Oktober kommt aber von der Solaranlage schon so viel Energie, welche für meine Fußbodenheizung schon zu warm wird. Also ist am Puffer für den Fußbodenheizkreis ein 4 Wegemischer nachgeschaltet, welcher die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung regelt. Natürlich benötige ich dazu einen Regler welcher entweder zwei Regelkreise besitzt, die auf der selben Heizkurfeneinstellung arbeiten, oder ich muss das 2 Punkt Signal einfach mit 2 Relais auf ein 3 Punkt Signal umsetzen. Der Vorlauffühler ist am Vorlauf Fußbodenheizung angebracht. es schaltet sich ja die WP nicht ein, wenn die Vorlauftemperatur ausreicht. Somit kann ich den Puffer ohne weiteres bis auf 90C aufladen und fahre die Energie je nach Bedarf ab. Beispiele aus der Praxis, ein 180qm goßes Wohnhaus benötigt mit einer 12qm Solaranalge heizen und Warmwasser, von März bis Oktober ca. 48 € Stromkosten, für die Wärmepumpe und die Pumpenantriebe der Heizung /Solaranlage. Gruß Denkedran

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Beitragvon machtnix » 13.01.2007 19:59 Uhr

Ist doch viel zu kompliziert,warum denn immer so schwer?
Zortströmverteiler und Zonenventile,im Zorti sind Fühler drin,wenn die Solaranlage sagen wir mal nur 35°C liefern kann geht Zonenventil zur FBH auf und speist ein.Wird es über 35°C hier progrmmieren wir eine Zeitverzögerung mit angenommen 5 Minuten,das heißt also die Solaranlage bringt schon über 5 Minuten mehr als 35°C dann geht das Zonenventil zum Pufferspeicher und speist diesen.

Aber ist natürlich nur ein Vorschlag,bekanntlich führen viele Wege nach Rom.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 14.01.2007 18:51 Uhr

@machtnix

Bringen diese Ventile auch den erforderlichen Wasserdurchsatz, für eine
Anlage von 180qm Fußbodenheizung bei einer Spreizung von 5K zwischen Vor- und Rücklauf ?

Genau hier wird mit irgendwelchen Produkten immer billig gespielt/ gebastelt und damit die ganze Anlagenkonzeption in Frage gestellt.

Gruß Denkedran

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