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jobas
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Beitragvon jobas » 11.12.2006 10:45 Uhr

Hi Leute wie siehts damit aus

Die zur Zeit vielgepriesene elektrische Wärmepumpe stellt sich bei näherem Betrachten gesamtwirtschaftlich problematisch dar.

Sie ist unter anderem nur dort sinnvoll, wo sie eine Heizung ersetzt, die bisher als sogenannte Widerstandheizung (z.B. Nachtspeicheröfen) betrieben wurde.
Sie kann hierbei den Überschußstrom mit einem höheren Wirkungsgrad verwerten, das heißt, von 10 Kilowatt Heizenergie im Großkraftwerk in Form von zum Beispiel Kohle gelangen nach Erzeugerverlusten und Überlandtransport, Transformatoren und Ortsverteilungsnetzen nur etwas 3 Kilowatt schließlich zum Hausanschluß, die die Wärmepumpe mit Hilfe der Umweltwärme auf zirka 9 Kilowatt aufwertet.

Diese Möglichkeit ist jedoch nur für den sogenannten "Überschußstrom" sinnvoll. Ansonsten bietet die Kraft-Wärme-Kopplung weitaus höhere Wirkungsgrade. Stellt man in einer Wirtschafttlichkeitsberechnung die Kosten für eine dezentrale Energieversorgung den Milliarden für Großkraftwerke, bei denen zwei Drittel der Energie verpuffen, Hunderte Millionen für das Verteilernetz und den Milliarden der Verbraucher für die Wärmepumpen gegenüber, so ist eine auf Großkraftwerke in Verbindung mit der Wärmepumpe ausgelegte Wärmeversorgung ein volkswirtschaftlicher Unsinn.

Ganz anders stellt sich die ebenfalls mechanische Gas- oder Dieselwärmepumpe dar. Hier liegt der Primärenergieausnutzungsgrad bei zirka 160 bis 200 Prozent.

Dagegen noch die thermische Absorptionswärmepumpe ohne Antriebsmotor mit Gas,ÖL oder Holz beheizt :?:
Gas gibt es ja!

Ist eine elektrische Wärmepumpe sinnvoll die mit Überschußstrom läuft der hauptsächlich heute durch Atomkraftwerke anfällt :shock:

Warum nicht gleich 1Kg Plutonium einmauern das heizt 150Jahre, das Plutonium aus der Steckdose dagegen nur 50 :( .

Gruß
Zuletzt geändert von jobas am 11.12.2006 12:24, insgesamt 1-mal geändert.

Lusen
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Beitragvon Lusen » 11.12.2006 11:36 Uhr

Moin jobas,

im Prinzip hast Du ja recht - aber...

Das Grundproblem bei der dezentralen Insellösung ist, dass man sich auf eine Betriebsart festlegen muss, wärme oder stromgeführt. Ein BHKW erzeugt immer beides Wärme und Strom wenn ich eins davon gerade nicht brauchen kann muss ich's aufheben und da fängt der Ärger an.

Auf eine dezentrale, wärmegeführte KWK mit zentral zusammen geschlossenen Einheiten virtuelles Kraftwerk könnten wir uns einigen. Bleiben aber die Kosten für's Stromnetz.

Gibt übrigens auch schon Wärmepumpen mit Leistungszahlen größer 3, hab schon welche mit vier gesehen. (ja ich weiß es sind natürlich Herstellerangaben...)

Kannst du bitte mal n Link zu mechanischen und thermischen Wärmepumpen posten?

Lusen
jobas
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Beitragvon jobas » 11.12.2006 12:16 Uhr

Hi Lusen

zb. http://www.waermepumpe24.de/module.htm

Eine elektrische WP sollte zumindest eine Leistungszahl von < 6 haben, den Garten vom Nachbarn muß man dann unter Umständen aber auch noch mit Umgraben.
Habe erst gerade begonnen mich für Absorptionswärmepumpen zu interessieren.
Die äußerst effektivere sparsame Klimaanlage über die Zentralheizung ist auch interessant!
Die Öl-Gas betriebenen mechanischen WP hört man seit Jahren mehr aus Holland.
Auf eine thermische Öl Absorptionswärmepumpe warte ich. Zur alternative BHKW und Öl-Gas WP.
Pelletkaminofen Luft, Öl und etwas unterstützende 10qm² Solarheizung habe ich bisher.

Gruß
Zuletzt geändert von jobas am 11.12.2006 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
jobas
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Beitragvon jobas » 11.12.2006 13:54 Uhr

Hi Lusen

Ich glaube Holland hat keine Atomkraftwerke die Überschußstrom produzieren :?:

Windenergie, Wassser und Solar erzeugen keinen Überschuß wenn man es nicht wünscht.

Eine Pelletbetriebene bzw. Co2 neutrale Absorptionswärmepumpe das wärs!

Die etwas besseren Leistungszahlen heutiger Wärmepumpen ergeben sich bestimmt nur da man nun die Abwärme des Elektromotors besser nutzt.
Ältere Wärmepumpen ließen die 15% Elektrische Abwärme Energie des Motors in den Heizraum selbst verpuffen.
Im Endeffekt war sie auch nicht ganz verloren, nur heute sind bloß noch die Zahlen interessant obwohl man daraus kaum einen spürbaren Nutzen hat.
Ein echter Technologischer Fortschritt ist bei elektrischen Wärmepumpen in den letzten 100Jahren glaube kaum erfolgt.

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpe

Es gibt Physikalische Grenzen die unüberwindbar sind.

Gruß
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Beitragvon Wero » 11.12.2006 16:24 Uhr

Hallo jobas
Was Du schreibst ist nicht richtig weil nur ein kleiner Teil betrachtet wird.
Letztendlich interessieren uns doch die Kosten die man am Ende hat. Was nützt eine Heizung mit 200% Primärenergieausnutzungsgrad wenn der Brennstoff 5*mal so teuer ist und die Wartungskosten Dich anschließend vom Sockel hauen.
Du heizt mit Pelletofen, ÖL und Solar. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln
Pelletlager,Öltank,Heizungsraum usw. Und für alles brauchst Du auch noch Strom.
Ich gebe zu in den meisten Altbauten haben Wärmepumpen nichts zu suchen aber wer ein normales Einfamilienhaus baut kommt an einer Wärmepumpe nicht vorbei wenn er günstig heizen will.

Gruß
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Beitragvon Energiesparer » 11.12.2006 21:47 Uhr

vor ca 12 Jahren gab es schon Feldversuche von kleinen mit Gasmotoren betriebenen Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser,
könnte man mit diesem Gasmotor noch eine Wärmepumpe antreiben,
wären die Heizkosten nur noch die Hälfte von der Elektro-Wärmepumpe.
Es ist schon unverständlich warum man gerade eine Wärmepumpe mit der teuersten Elektroenergie antreibt......

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Beitragvon Wero » 11.12.2006 22:16 Uhr

Hallo Energiesparer
Rechne mal weiter: Monatliche Heizkosten für die Wärmepumpe im Einfamilienhaus
ca 30-35€ incl Wartung und Hilfsenergie halbiere ich diese Kosten bleiben 15-17,5€
davon gehen direkt ca 10€ - 15€ Gas-Grundgebühr ab. Wartungsfrei ist ein Gasmotor auch nicht. Event. kommt auch der Schornsteinfeger....

Gruß
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Beitragvon Energiesparer » 11.12.2006 22:30 Uhr

Hallo Wero,
das BHK mit Gasmotor erzeugt natürlich auch noch Elektrischen Strom,
damit man diesesen nicht für 18cent kaufen muss, sondern auch gleich für 6 Cent selbst erzeugen kann.
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Beitragvon Wero » 11.12.2006 22:39 Uhr

Du mußt dich nun entscheiden was Du meinst eine Gasbetriebene Wärmepumpe oder ein BHK mit Gasmotor läuft bei mir in der Nähe auch ein Feldversuch mittels Stirlingmotor leider gelangt zu wenig an die Öffentlichkeit .

Gruß
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Beitragvon Energiesparer » 11.12.2006 22:52 Uhr

ich meine natürlich, das ein Gasmotor eines Blockheizkraftwerkes
auch gleichzeitig eine Wärmepumpe antreiben könnte.
Das ergiebt die höchste Energieausbeute.

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